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ROUNDUP Rhön-Klinikum macht mehr Gewinn - Umsatz unter Erwartungen

Autor: dpa-AFX
 |  09.02.2012, 09:49  |  164 Aufrufe  |   0  | 

BAD NEUSTADT (dpa-AFX) - Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat im abgelaufene Geschäftsjahr dank gestiegener Patientenzahlen Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Überschuss vor Minderheiten verbesserte sich um 11,0 Prozent auf 161,0 Millionen Euro, wie der MDax-Konzern am Donnerstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 2,63 Milliarden Euro und blieb wie auch das operative Ergebnis hinter den Analystenerwartungen zurück. Rhön selbst hatte Umsatzerlöse von etwa 2,65 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Konzernchef Wolfgang Pföhler verwies laut Mitteilung auf erheblichen Preisdruck im Krankenhausgeschäft.

Einen Ausblick auf 2012 gaben die Franken mit der Zahlenvorlage nicht. Den erwarten Investoren im späteren Tagesverlauf, wenn in Wiesbaden die endgültige Entscheidung über den Verkauf des Minderheitsanteils von 49 Prozent an den kommunalen Dr. Horst-Schmidt-Kliniken fällt. Der Magistrat der Kurstadt hatte sich bereits im Januar für einen Verkauf an Rhön ausgesprochen. Am heutigen Donnerstag steht noch die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung an. Im Stadtgebiet betreibt die Rhön-Klinikum AG bereits zwei Krankenhäuser, nämlich die Deutsche Klinik für Diagnostik und die Aukamm-Klinik.

Im frühen Handel gehörten die Aktien von Rhön-Klinikum mit einem Plus von 1,03 Prozent auf 15,15 Euro zu den Gewinnern im MDax, der weniger stark zulegte. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf sei der noch ausstehende Ausblick, sagten Händler.

Beim operativen Ergebnis (EBITDA) verbuchte Rhön im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus von 9,8 Prozent auf 337 Millionen Euro und landete auch hier unter den Markterwartungen. Das berichtete Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde durch einen einmaligen, nicht-operativen Sondereffekt von 17 Millionen Euro positiv beeinflusst.

Rhön zählt neben den zum Medizinkonzern Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland. Bei den jüngsten Übernahmen in Deutschland - dem Verkauf der Damp-Gruppe sowie des Katholischen Klinikums Duisburg (KKD) - hatte jedoch Helios den Zuschlag erhalten. 2009 hatte sich Rhön-Klinikum durch eine Kapitalerhöhung brutto rund 460 Millionen Euro für Übernahmen gesichert.

In den Kliniken der Rhön-Gruppe wurden 2011 mehr als 2.277.000 Patienten behandelt. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rhön beschäftigt mehr als 39.000 Mitarbeiter. Zum Konzern gehören 53 Kliniken sowie 38 Medizinische Versorgungszentren./ep/wiz

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