NEW YORK (dpa-AFX) - Ein Bericht über die Einigung auf weitere Sparmaßnahmen in Griechenland lässt an der Wall Street am Donnerstag eine freundliche Eröffnung erwarten. Wie die 'Financial Times' berichtete, soll in Kürze eine entsprechende offizielle Stellungnahme aus Athen erfolgen. Die Futures drehten bereits deutlich ins Plus: Der Terminkontrakt auf den Dow Jones Industrial deutet eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn eine um 0,12 Prozent festere Eröffnung an, nachdem der Leitindex tags zuvor knapp unter seinem Höchststand seit Mai 2008 geschlossen hatte. Der Future auf den Nasdaq 100 stand 0,14 Prozent höher. In Europa wurden bereits neue Halbjahreshochs markiert, bevor die Betonung von Abwärtsrisiken im Eurozonen-Ausblick des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, wieder einige Punkte kosteten.
In Brüssel treffen sich am Abend die Euro-Finanzminister und wollen laut Diplomaten über das neue, 130 Milliarden Euro umfassende Hilfsprogramm für Griechenland entscheiden. Zunächst wurde erwartet, dass der griechische Finanzminister nach stundenlangen Beratungen über neue Sparpläne ohne Einigung über das heikle Thema Rentenkürzungen anreist. Nach dpa-Informationen gab die 'Troika' der internationalen Geldgeber den Griechen 15 Tage Zeit, um das strittige Thema zu regeln. In den USA ging derweil die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche entgegen den Markterwartungen weiter zurück.
Unter den Einzelwerten fielen Visa-Papiere <3V64.FSE> vorbörslich mit Gewinnen auf. Die Geschäfte bei den Kreditkarten-Anbietern laufen glänzend: Nach Mastercard und American Express hat auch der Marktführer von der gestiegenen Kauflust seiner Kunden profitiert und im ersten Geschäftsquartal, das bis Ende Dezember lief, 16 Prozent mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Derweil rutschten die Aktien des Schnäppchen-Anbieters Groupon deutlich ab, nachdem ein unerwarteter Verlust aus Steuergründen vermeldet wurde.
Im Auge behalten sollten Anleger auch Apple : Der Konzern ist mit seinem Verbotsantrag gegen Samsungs Tablet-Computer Galaxy Tab 10.1N gescheitert. Das im Vergleich zum Vorgängermodell 10.1 abgeänderte Design unterscheide sich ausreichend von Apples iPad, auch wenn es sich an dessen Gestaltung anlehne, befand das Düsseldorfer Landgericht am Donnerstag in einem Eilverfahren. Durch die Änderungen bestehe keine Verwechslungsgefahr mehr./ag/la