Krisenberatungen zu Griechenland begonnen
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Euro-Finanzminister sind am Donnerstagabend in Brüssel zusammengekommen, um über neue Finanzhilfen an Griechenland zu beraten. Ungeachtet einer Vereinbarung in Athen über ein neues Sparpaket herrschte zum Auftakt des Sondertreffens Skepsis darüber, dass noch am Abend Entscheidungen für das neue Hilfspaket von mindestens 130 Milliarden Euro fallen könnten.
Die österreichische Ressortchefin Maria Fekter wies darauf hin, dass der in die Griechenland-Rettung eingebundene Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigen müsse, dass Griechenland mit dem bis 2020 laufenden Schuldenabbau 'im Plansoll' sei. 'Diese Äußerung brauchen wir vom IWF.' Sie fügte hinzu: 'Wenn der IWF kein Vertrauen hat, dann haben auch wir kein Vertrauen.'
Die internationalen Geldgeber wollen erreichen, dass der überhöhte Schuldenstand Griechenlands von rund 160 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis Ende des Jahrzehnts auf rund 120 Prozent sinkt. Erlaubt sind in der EU eigentlich höchstens 60 Prozent./cb/DP/bgf

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