'FT' Citigroup schreibt Millionen wegen möglicher Zinssatz-Manipulation ab
LONDON (dpa-AFX) - Die weltweiten Ermittlungen gegen Großbanken wegen des Verdachts auf Manipulation bei der Ermittlung wichtiger Zinssätze ziehen immer größere Kreise. Die US-Bank Citigroup
Es geht um Libor, Tibor und Euribor. Das sind die Referenzzinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Werden sie manipuliert, hat das große Auswirkungen. An ihnen orientieren sich nämlich auch die Zinssätze für die reale Wirtschaft. Zur Berechnung der Referenzzinssätze melden die Banken jeden Morgen, was sie selbst zahlen müssen, um sich Geld zu leihen. Daraus wird dann ein Schnitt gebildet. Hier sollen die Banken manipuliert haben.
Zunächst gingen die Ermittler nur dem Verdacht nach, dass die Institute sich abgesprochen haben und die Zinssätze zwischen 2006 und 2008 kollektiv zu niedrig angegeben haben. Hintergrund der Aktion war die aufziehende Finanzkrise. Damals beäugten die Marktteilnehmer sehr genau, zu welchen Konditionen sich die Banken refinanzierten. Wenn eine Bank sich Geld zu deutlich höheren Zinsen leihen musste als die Konkurrenz, war das ein schlechtes Zeichen. Beobachter konnten annehmen, dass Schwierigkeiten drohten.
Inzwischen gibt es laut Zeitung zwei weitere Ermittlungsstränge. So wird untersucht, ob Händler bei Banken und Hedgefonds die Zinssätze beeinflusst haben, um selbst davon zu profitieren. Außerdem gibt es den Verdacht, dass mit Insiderwissen über die Entwicklung der Zinsen Geld gemacht wurde. Hedgefonds etwa platzieren hohe Wetten auf die Veränderungen der Zinsraten. Im Blick haben die Ermittler nun einen Zeitraum bis 2010.
Der weltgrößte Wertpapier- und Derivatemakler Icap entließ laut Zeitung bereits einen Mitarbeiter und suspendierte zwei weitere in den vergangenen sechs Wochen. Auch bei JPMorgan
Weitgehende Immunität hat sich die Schweizer Großbank UBS

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