€uro fondsxpress Die Griechen knicken ein
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Tatsächlich will sich Griechenland nun doch noch dem Druck Europas beugen und dem Sparprogramm zustimmen. Aber damit dürfte die „Never Ending Story“ noch lange nicht am Ende sein. Denn das Volk kocht angesichts der massiven Einschnitte, die vor allem den kleinen Mann treffen. Für heute und morgen ist daher erst einmal ein Generalstreik angekündigt. Doch bevor Geld aus dem EFSF fließen kann, muss die Umschuldung bei den privaten Gläubigern in trockene Tücher sein. Bis dies der Fall ist, könnten noch sechs bis acht Wochen vergehen. Zudem regt der IWF auch einen umstrittenen Forderungsverzicht der Notenbanken an.
Dies wurde bislang abgelehnt. Doch Mario Draghi hat schon einen Weg durch die Hintertür gefunden. Die EZB könnte seiner Meinung nach die günstig erworbenen Anleihen zum Nominalwert an den EFSF weiterreichen und den Gewinn an die -Euro-Regierungen ausschütten, die ihn wiederum nach Athen überweisen. So könnte die EZB das Verbot der direkten Staatsfinanzierung geschickt umgehen. Aber machen wir uns nichts vor: Selbst wenn getrickst und umgeschuldet wird und das Geld aus dem Rettungschirm fließt — wie soll Griechenland wieder auf die Beine kommen? Schon jetzt liegt die offizielle Arbeitslosenquote bei über 20 Prozent. Zudem fordert das Sparpaket weitere Entlassungen von Beamten. Dieses Jahr sollen 15 000 gehen und bis 2015 noch mal 150 000. So weit so gut. Aber was kommt nach dem Sparwahn? Wachstum sicher nicht, dafür fehlt es in Griechenland einfach an der industriellen Basis, die auch nicht über Nacht aufgebaut werden kann. Die Pleite ist nah!
Ein sportives Wochenende wünscht
Jörn Kränicke, Chefredakteur
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