Rohstoffe Spekulanten setzen auf Silber
Der jüngste COT-Report (Commitments of Traders) brachte es an den Tag: Spekulanten stehen derzeit voll auf Silber.
Dies belegte nicht nur der von 101.747 auf 106.008 Kontrakte gestiegene Open Interest, sondern vor allem die nach oben geschossene kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer wie kleiner Spekulanten. Sie zog nämlich von 28,729 auf 34.650 Futures an (+20,6 Prozent) an. Überdurchschnittlich stark griffen die großen Marktakteure zu, deren Netto-Long-Position von 19.091 auf 23.587 Kontrakte anzog (+23,6 Prozent). Dies stellte den stärksten Optimismus seit Mitte September dar. Aus charttechnischer Sicht scheint dem Edelmetall nun aber die Luft auszugehen. Kein Wunder, seit dem Jahreswechsel ging es beim mit Abstand günstigsten Edelmetall mit plus 20,4 Prozent mehr als doppelt so stark wie beim „großen Bruder Gold“ nach oben.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (März) um 0,191 auf 33,795 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Trotz wachsender Skepsis bergauf
In der vergangenen Woche revidierten Opec und Internationale Energieagentur (IEA) ihre Rohölverbrauchsprognosen nach unten. Während die Opec ihren geschätzten Tagesbedarf um 120.000 Barrel nach unten revidierte, „langte“ die IEA mit einer Kürzung um 500.000 Barrel pro Tag recht ordentlich zu. Eine leicht wachsende Skepsis war auch an der Terminbörse Nymex zu beobachten. So reduzierten Großspekulanten bei WTI-Futures ihre Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) von 170.699 auf 168.831 Kontrakte spürbar. Die kommende Woche verspricht beim Blick auf den Konjunkturkalender spannend zu werden. Den Anfang machen am morgigen Dienstag die US-Einzelhandelszahlen für den Monat Januar. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten wird gegenüber dem Vormonat ein Wachstum um 0,7 Prozent erwartet.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,75 auf 99,42 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,99 auf 118,30 Dollar anzog.
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