Union Investment Private zogen Geld ab
Nach Fidelity berichtet auch der Fondsanbieter der Volks- und Raiffeisenbanken über ein schweres Jahr 2011.
Union Investment hat im vergangenen Jahr unter der branchenübergreifenden Absatzflaute gelitten. Unter dem Strich zogen Privatanleger 2,1 Mrd. EUR aus Publikumsfonds ab, wie das Unternehmen gestern in Frankfurt berichtete. Die Abflüsse im Geschäft mit Endanlegern gehen laut Union-Investment-Chef Hans Joachim Reinke (Foto) fast exakt auf Mittelabzüge aus dem Geldmarktfonds "UniOpti4" zurück. Der Fonds sei aufgrund des 2010 ausgelaufenen Steuervorteils für viele Anleger nicht attraktiv gewesen. Bei der Betrachtung nach Fondskategorien büßten vor allem Aktienfonds deutlich ein - Anleger zogen fast 800 Millionen EUR ab. Punkten konnte Union Investment dafür vor allem mit Mischfonds, denen 1,2 Milliarden EUR zuflossen. Auch offene Immobilien- und Geldmarktfonds waren gefragt.
Erst vor wenigen Tagen hatte die US-Gesellschaft Fidelity über einen Rückschlag im deutschen Markt berichtet. Kapitalmarktverluste und Mittelabflüsse reduzierten 2011 das verwaltete Vermögen gegenüber dem Vorjahr um satte 5,4 Mrd. EUR auf 23,5 Mrd EUR, wie die Nachrichtenagentur DPA meldete.
Die Zahlen der Branchenplayer DWS, Deka und Allianz Global Investors für 2011 sind noch nicht bekannt.
(DIF)

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