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Devisen - Währungen Euro wartet weiter auf Befreiungsschlag

 |  18.02.2012, 11:12  |  2498 Aufrufe  |   0  | 

 

Die Sicht auf wichtige Währungen der Weltwirtschaft durch die Analysten der DekaBank - kurz zusammengefasst:
 
 
EUR-USD: In den letzten Wochen stieg der EUR-USD-Kurs zunächst spürbar. Doch die Verzögerung bei der Verabschiedung des neuen Hilfspakets für Griechenland und der Einigung auf einen Schuldenschnitt hat ihm wieder geschadet. Weiter geht's wohl ähnlich: unter Schwankungen in der Tendenz ganz langsam aufwärts.
 
EUR-JPY: Der EUR-JPY-Kurs ist zuletzt noch stärker angestiegen als der EUR-USD-Kurs. Erste Anleger verlassen also den Yen als Fluchthafen Nummer eins, weil sich die Dinge derzeit allgemein zum Besseren zu entwickeln scheinen. Auch weiterhin sollte der EUR-JPY-Kurs - zumindest tendenziell - steigen, zumal die Bank of Japan ihre Geldpolitik abermals gelockert hat.
 
EUR-GBP: Das Pfund zeigt sich weiterhin überraschend stabil gegenüber dem Euro. Olympiaeuphorie könnte ihm bald sogar zu noch etwas mehr Stärke verhelfen. Längerfristig sollte das Pfund aber gegen den Euro abwerten.
 
EUR-CHF: Der von der Schweizer Notenbank festgesetzte EUR-CHF-Mindestkurs von 1,20 hält nach wie vor. Eine Anpassung des Mindestkurses nach oben halten wir derzeit für äußerst unwahrscheinlich.
 
EUR-SEK: Die Schwedenkrone entwickelt sich unspektakulär, aber doch gut gegenüber dem Euro. So dürfte es auch in den nächsten Monaten und Quartalen weitergehen.
 
EUR-NOK: Die Norwegische Krone hat zuletzt nochmals deutlich gegenüber dem Euro aufgewertet, was vor allem am gestiegenen Ölpreis lag. Wir halten ihre Entwicklung aber schon für sehr reif, sehen den Wert der Krone als stabil, aber gleichzeitig mit nur noch wenig Spielraum nach oben.
 
EUR-CAD: Der Kan-Dollar bewegte sich in den vergangenen Wochen seitwärts. Gegenüber dem US-Dollar wird er in der nächsten Zeit weiter etwas aufwerten können, nicht aber gegen den Euro, der von einer allmählichen Lösung der Euroland-Schuldenkrise auch gegenüber dem Kan-Dollar profitieren sollte.
 
EUR-AUD: Der Australdollar ist unverändert stark, die Luft nach oben für ihn mittlerweile aber sehr dünn. Wegen des Rohstoffreichtums Australiens wird er stark bleiben, sofern die Erholung der globalen Konjunktur weitergeht. Aber auch die Eurokrise sollte allmählich unter Kontrolle kommen und der Gemeinschaftswährung helfen.
 
 
Wichtigste Prognoserevisionen der Analysten der DekaBank:
 
Die Prognosen für den EUR-USD- sowie den EUR-JPY-Kurs wurden erstmals seit einigen Monaten wieder ein wenig nach oben gehoben.
 
Die Prognosen für die EUR-SEK-, EUR-NOK- und EUR-AUD-Kurse wurden hingegen etwas nach unten korrigiert.
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