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Börse Frankfurt Schluss Deutliche Zugewinne, Volkswagen und HeidelbergCement fester

 |  17.02.2012, 18:08  |  2550 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach den Verlusten vom Vortag befanden sich die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Freitag auf deutlichem Erholungskurs. Dabei profitierten die Märkte von Hoffnungen auf Fortschritte bei der Lösung des griechischen Schuldendramas. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewann zuletzt 1,42 Prozent auf 6.848,03 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) legte um 1,41 Prozent zu auf 10.441,43 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 1,17 Prozent nach oben auf 5.048,27 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 0,73 Prozent auf 778,36 Punkte anzog. Der Bund Future gab zuletzt 0,50 Prozent nach auf 138,33 Zähler, während der Euro um 0,19 Prozent auf 1,3152 Dollar zulegte.

In den USA tendieren die wichtigsten Indizes zur Stunde knapp mit bis zu 0,20 Prozent im Plus. Am kommenden Montag stehen keine konjunkturrelevanten Daten auf der Agenda.

Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im Januar 2012 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erneut deutlich aber mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 3,4 Prozent. Im Dezember 2011 hatte die Jahresveränderungsrate bei 4,0 Prozent und im Januar 2011 sogar bei 5,7 Prozent gelegen. Den höchsten Einfluss auf die gesamte Jahresveränderungsrate hatten erneut die Preissteigerungen für Energie. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 1,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,4 Prozent. Binnen Monatsfrist kletterte der Preisindex um 0,6 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im Dezember 2011 um 0,4 Prozent gefallen und im Januar 2011 um 1,2 Prozent angezogen.

Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) fuhren heute um 1,7 Prozent vor. Der Automobilkonzern konnte im Januar auf Konzernebene ein leichtes Absatzplus ausweisen. So wurden im Auftaktmonat des laufenden Kalenderjahres weltweit 652.500 Modelle abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert von 644.200 Modellen einem Plus von 1,3 Prozent entspricht. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im DAX die Papiere von HeidelbergCement mit einem Zugewinn von 6,4 Prozent wieder. Gleichzeitig trennten sich die Investoren bevorzugt von den Aktien von Fresenius Medical Care, die am Indexende 1,7 Prozent an Wert verloren.

Im MDAX richtete sich der Fokus der Investoren heute auf die Aktie von FUCHS PETROLUB (ISIN DE0005790430/ WKN 579043). Der Schmierstoffhersteller erzielte nach vorläufigen Zahlen im Gesamtjahr 2011 ein Umsatz- und Gewinnwachstum. Dabei endete das Jahr 2011 besser als zu Beginn des vierten Quartals erwartet. So erzielte man einen Umsatz von 1,67 Mrd. Euro, nach 1,46 Mrd. Euro in 2010. Ferner stieg das Ergebnis nach Steuern von 172 Mio. auf 183 Mio. Euro und das Ergebnis pro Aktie um ca. 7 Prozent auf 2,56 (Vorjahr: 2,39) Euro je Stammaktie und auf 2,58 (Vorjahr: 2,41) Euro je Vorzugsaktie. Unter der Prämisse, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2012 trotz der bekannten Schwierigkeiten insgesamt positiv entwickelt, plant FUCHS für das Geschäftsjahr 2012 weiteres organisches Umsatzwachstum und ein verbessertes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Der Titel rückte um 1,8 Prozent vor. Daneben verbesserten sich HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) um 2,1 Prozent. Der Baukonzern und Ventizz Capital Partners haben mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Februar 2012 ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung von Offshore-Windparks gegründet.

Auf der Airshow im südostasiatischen Singapur wurden in dieser Woche Aufträge erteilt, von denen der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines Holding (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) mit rund 450 Mio. Euro profitiert. Konzernangaben zufolge handelt es sich um Bestellungen für die Triebwerksmuster PurePower PW1100G-JM für den neuen Airbus A320neo, das V2500 für die Airbus A320-Familie sowie GP7000 für das größte Passagierflugzeug der Welt, die A380. Die Aktie verbesserte sich um 0,2 Prozent. Schließlich hat der Vorstandschef des Spezialchemie-Konzerns LANXESS (ISIN DE0005470405/ WKN 547040), Axel Heitmann, in einem Zeitungsinterview einer möglichen Fusion mit dem Rivalen Evonik eine Absage erteilt. Das Papier verteuerte sich um 0,9 Prozent.

Pfeiffer Vacuum Technology (ISIN DE0006916604/ WKN 691660) verbesserten sich im TecDAX um 0,7 Prozent. Der Konzern konnte nach vorläufigen Zahlen seine Ziele für das Geschäftsjahr 2011 erreichen. So wuchsen die Umsatzerlöse dank der erstmaligen Einbeziehung von adixen sowie der guten Entwicklungen im Kerngeschäft über alle Segmente hinweg auf 519,5 Mio. Euro, nach 220,5 Mio. Euro im Vorjahr. Vor PPA-Effekten erhöhte sich das Betriebsergebnis von 52,9 Mio. auf 75,9 Mio. Euro. Somit liegt die operative Marge für das Jahr 2011 bei 14,6 Prozent und damit auf dem geplanten Niveau von 15 Prozent. Daneben ging es für SINGULUS TECHNOLOGIES (ISIN DE0007238909/ WKN 723890) um 3,1 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern konnte eine Prozessanlage zur Herstellung von CIGS/CIS Dünnschicht-Solarzellen verkaufen. Dabei wurde die Beschichtungsanlage von einem internationalen Dünnschicht-Solarhersteller bestellt und wird für den Aufbau der Pilotanfertigung von CIGS/CIS Modulen eingesetzt. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme ist ein weiterer Ausbau der Modulfertigung geplant.

H&R (ISIN DE0007757007/ WKN 775700) legten heute um 6,8 Prozent zu. Der Konzern konnte im Fiskaljahr 2011 seinen Wachstumskurs weiter fortsetzen und erzielte erneut einen deutlichen Umsatzanstieg. Beim Konzernergebnis blieb der Spezialchemiekonzern jedoch hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres zurück. So lag der Umsatz im Gesamtjahr 2011 bei 1,21 Mrd. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 14,4 Prozent entspricht. Das operative Ergebnis (EBITDA) verringerte sich auf 89,1 Mio. Euro nach 103,4 Mio. Euro im Vorjahr. Das um einen belastenden Effekt aus der Sicherung von Gaspreisen bereinigte operative Ergebnis lag im Fiskaljahr 2011 bei 90,3 Mio. Euro und damit innerhalb des prognostizierten Korridors. Der Konzerngewinn sank auf 38,7 Mio. Euro, nach 52,0 Mio. Euro im Vorjahr.

DAX: 6.848,03 (+1,42 Prozent) MDAX: 10.441,43 (+1,41 Prozent) SDAX: 5.048,27 (+1,17 Prozent) TecDAX: 778,36 (+0,73 Prozent) (17.02.2012/ac/n/m)

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