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Goldpreis COT-Report: Goldspekulanten werden vorsichtiger

 |  18.02.2012, 15:18  |  3315 Aufrufe  |   0  | 

Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) wies bei Gold-Futures einen nachlassenden Optimismus der Spekulanten aus.
Auch die Anzahl offener Gold-Kontrakte (Open Interest) legte den Rückwärtsgang ein. Sie reduzierte sich im Berichtszeitraum (7. bis 14. Februar) von 436.061 auf 431.164 Kontrakte (-1,1 Prozent). Die kumulierte Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten verzeichnete einen signifikanten Rückgang und reduzierte sich von 221.072 auf 209.408 Kontrakte (-5,3 Prozent). Sowohl bei kleinen Spekulanten (Non-Reportables) als auch bei den Großspekulanten (Non- Commercials) ließ der Optimismus im Vergleich zur Vorwoche deutlich nach. So ging es mit der Netto-Long-Position der Kleinspekulanten von 43.565 auf 41.988 Kontrakte (-3,6 Prozent) bergab, während bei den Großspekulanten ein Minus von 177.507 auf 167.420 Kontrakte (-5,7 Prozent) registriert worden war.

Gold tritt auf der Stelle

In der abgelaufenen Handelswoche kam das gelbe Edelmetall kaum vom Fleck. So hangelte es sich entlang der Unterstützungszone im Bereich von 1.720 Dollar seitwärts. Das Gezerre um das notwendige Hilfspaket für Griechenland stand einer starken Bewegung in die eine oder andere Richtung entgegen. Seit Herbst vergangenen Jahres reduzierte sich aber nicht nur der Goldpreis signifikant – vor allem mit der Volatilität ging es steil nach unten. So reduzierte sich die 20-Tage-Volatilität seither von knapp 40 auf nur noch 14,5 Prozent. Seiner Eigenschaft als sicherer Hafen war dies zweifellos zuträglich, schließlich suggerieren geringe Kursschwankungen ein relativ hohes Maß an Sicherheit und Planbarkeit. Für die kommende Woche erwartet laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten eine Mehrheit von 55 Prozent einen steigenden Goldpreis. Finanzinvestoren, Notenbanken und Asiens wachsende Mittelschicht dürften sich auch in den kommenden Wochen als unterstützende Kräfte erweisen. Bleibt eine unkontrollierte Pleite Griechenlands aus, dürfte bei Gold auch der Trendwechsel nach unten ausbleiben.


Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Autor

Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.