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Technologieaktien SAP: Still und leise nach oben

 |  18.02.2012, 17:52  |  4333 Aufrufe  |   0  | 

Wenn man am dem Kursverlauf der SAP Aktie in den letzten Monaten denkt, an was erinnert man sich? Natürlich vor allem an den heftigen Kurseinbruch im Dezember. Die Ursache dafür lag noch nicht einmal beim Unternehmen selbst. Es war die Veröffentlichung schlechter Zahlen des Konkurrenten Oracle, welcher seinerzeit zu dem Einbruch führte. Doch mal von diesem Ereignis abgesehen ist die Entwicklung der Aktie seit dem Sommer des letzten Jahres im Vergleich zum Dax äußerst stark und solide. Schauen Sie sich den Chart dazu an:

Unten sehen sie die die individuelle Stärke, die ich mit Hilfe eine Division des Aktienkurses durch den Dax Index berechne. Sie war von Anfang August bis Ende November stark angestiegen. Es folgte eine Seitwärtsbewegung und das Abrutschen durch die oben genannten Ereignisse im Dezember. Seit sich nun ab Anfang 2012 ein Dax Bullenmarkt entwickelt hat, steigt SAP mit und tut dies einen Hauch schneller, was am erneuten langsamen Anstieg der individuellen Stärke zu sehen ist.

Der Kurseinbruch im Dezember erweist sich heute somit als ideale Kaufgelegenheit. Ich hatte das zu diesem Zeitpunkt nicht exakt so wahrgenommen. Das kann ich nicht verheimlichen, denn Sie können es hier nachlesen: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/4101819-technologieaktien-sap-aktie-trend-bricht-oracle-schock. „Die weitere Entwicklung von SAP ist momentan eher schwierig vorauszusehen.“ schrieb ich damals. Ich lerne daraus, dass ich mich trotz der Anwendung von objektiven Methoden bei der Aktienanalyse noch immer von der Heftigkeit der aktuellen Ereignisse blenden lasse. Die vor dem Einruch vorhandene individuelle Stärke der Aktie war jedoch ein kluger Ratgeber. Hinzu kommt, dass der Gesamtmarkt heute Rückendeckung gibt, was er im Dezember nicht getan hatte.

Fazit: Profitable Aufwärtsentwicklungen von Aktien müssen nicht besonders spektakulär verlaufen. Bei SAP war das einzig spektakuläre die Kurskorrektur und Kaufgelegenheit im Dezember 2011. Ansonsten verläuft die Bewegung im Vergleich zum Gesamtmarkt langsam, dafür aber umso nachhaltiger nach oben. Diese Nachhaltigkeit ist es, die Trendfolge so attraktiv macht. Folgt man den Trends, die man erkennt, so erwischt man dabei auch einige sehr gute und lang andauernde. Das macht die Kosten, die man durch Fehleinstiege in falsche Trends hat, mehr als wett. Das Beispiel SAP zeigt aber auch, das man Geduld und Durchhaltevermögen braucht, um einen Trend voll auszureizen.

Der Statistikfuchs wünscht Ihnen erfolgreiche Trades.

Weitere Chartanalysen unter: http://www.statistikfuchs.de

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Als Trader hat sich Diplom-Informatiker Gernot Daum im Laufe der letzten 12 Jahre dem Swing und Intraday Trading gewidmet. Eigene Software mit Statistik im Kern gibt ihm einzigartige Markteinblicke. Als „Statistikfuchs“ publiziert er schon lange Trend Einstufungen der DAX-Aktien. Seine Trading Erfolge und Misserfolge und seine Einsichten sollen Leser anregen, selbst zu denken und einen eigenen Trading Stil zu entwickeln. Weitere Informationen: www.statistikfuchs.de