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Rohstoffe Rohöl: Iran stoppt Öllieferungen

 |  20.02.2012, 07:53  |  945 Aufrufe  |   0  | 

Trotz des heutigen Feiertags in den USA (Tag des Präsidenten) legte der Ölpreis einen rasanten Start in die neue Handelswoche hin.
Die wachsenden geopolitischen Risiken trieben den Preis für den fossilen Energieträger auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Grund: Frankreich und Großbritannien erhalten ab sofort kein iranisches Rohöl, weil sie besonders starke Sanktionen gegen das Mullah-Regime gefordert hatten. Mittlerweile drohen den Iranern weitere Schwierigkeiten, diesmal durch die Bankengenossenschaft SWIFT, die internationale Transaktionen abwickelt. Sobald die Gesetze in Europa und den USA entsprechend geändert wurden, dürfte der Iran auch beim Handel mit anderen Ländern bei grenzüberschreitenden Finanztransaktionen erhebliche Probleme bekommen. Bereits im Vorfeld dieser Entwicklung rechneten Großspekulanten mit steigenden Ölpreisen – darauf deutete vor allem der am Freitag veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) hin. So gab es in der Zeit vom 7. bis 14. Februar bei deren Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) einen markanten Anstieg von 168.831 auf 204.752 Kontrakte (+21,3 Prozent) zu berichten.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,64 auf 104,88 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,28 auf 120,86 Dollar anzog.

Silber: Spekulanten in Kauflaune

Der COT-Report (Commitments of Traders) wies bezüglich Silber bei großen und kleinen Spekulanten einen steigenden Optimismus aus.
Vor allem Großspekulanten griffen beim „kleinen Bruder von Gold“ beherzt zu. Deren Netto-Long-Position kletterte von 23.587 auf 25.668 Kontrakte (+8,8 Prozent), während beim gelben Edelmetall der Optimismus signifikant zurückging.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Silberpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (März) um 0,329 auf 33,545 Dollar pro Feinunze.


Disclaimer: Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

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Jörg Bernhard arbeitet seit 2002 als freier Wirtschaftsjournalist und hat sich innerhalb des Themenkomplexes Börse & Investment auf die Bereiche Rohstoffe und Zertifikate spezialisiert. Derzeit arbeitet er für diverse Internetportale und Fachpublikationen.