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Börsen in Europa-Schluss Freundlicher Wochenauftakt

 |  20.02.2012, 20:16  |  1045 Aufrufe  |   0  | 

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes konnten am Montag mit Zugewinnen in die neue Woche starten. Angetrieben wurden die Indizes dabei unter anderem von der Hoffnung auf eine baldige Freigabe weiterer Hilfen für Griechenland. Fehlende Impulse aufgrund des Karnevals in vielen Ländern und des US-Feiertags Presidents Day bremsten dagegen den ganz großen Optimismus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann am Ende 1,19 Prozent auf 2.550,28 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verbesserte sich um 0,55 Prozent auf 2.517,74 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigten ebenfalls eine positive Tendenz.

Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im Februar 2012 kräftig erhitzt. Wie heute bekannt gegeben wurde, kletterte der britische Rightmove-Immobilienpreisindex um 4,1 Prozent gegenüber dem Vormonatswert, nach einem Minus von 0,8 Prozent im Januar. Hierbei handelt es sich um den stärksten Anstieg in über zehn Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Immobilienpreise um 1,4 Prozent, nach einem Anstieg um 0,4 Prozent im Januar. An der Spitze des FTSE 100 gewannen Weir Group 6,6 Prozent. Am Ende verloren Shire 1,1 Prozent.

Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im Februar 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE stabilisiert. So verharrte der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex bei 92 Punkten, während Volkswirte ebenfalls mit einem Wert von 92 Punkten gerechnet hatten. Für den Vormonat wurde der Indexstand von vorläufig 91 auf 92 Punkte nach oben korrigiert. Die Crédit Agricole (ISIN FR0000045072/ WKN 982285) bereitet Presseangaben zufolge derzeit ihren Ausstieg aus dem ungarischen Markt vor. Die französische Bank hatte im Vorfeld angekündigt, ihre Geschäfte in 21 Ländern einzustellen und sich künftig auf die 32 Länder zu konzentrieren, die für 85 Prozent des weltweiten BIP verantwortlich sind. Das Papier verteuerte sich um 2,5 Prozent. Indes hat die zum Medien- und Mobilfunkkonzern Vivendi (ISIN FR0000127771/ WKN 591068) gehörende Tochter Universal Music Group (UMG) bei der EU die Genehmigung für ihre geplante Übernahme von EMI Music beantragt. Die Titel von Vivendi legten daraufhin um 0,4 Prozent zu. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im französischen Leitindex CAC 40 die Anteilsscheine von STMicroelectronics mit einem Zugewinn von 7,7 Prozent wieder. Gleichzeitig trennten sich die Investoren vornehmlich von den Papieren von Veolia Environnement, die am Indexende um 3,1 Prozent nachgaben.

Die Aktie des Logistikunternehmens TNT Express (ISIN NL0009739424/ WKN A1JJP8) rauscht um 60,5 Prozent nach oben. Hintergrund für das stattliche Kursplus ist ein am Freitagabend vorgelegtes Übernahmeangebot des US-Rivalen UPS (ISIN US9113121068/ WKN 929198). In einer ersten Reaktion hatten die Niederländer die Offerte des US-Logistikkonzerns am Freitagabend noch abgelehnt.

Roche Holding (ISIN CH0012032113/ WKN 851311) gaben um 0,1 Prozent nach. Das Medikament Zelboraf des Pharmaherstellers hat von der zuständigen EU-Kommission die Zulassung zur Behandlung des BRAF V600 mutationspositiven inoperablen oder metastasierten Melanoms, einer tödlich verlaufenden Form von Hautkrebs, erhalten. Nach Angaben des Konzerns handelt es sich bei Zelboraf um das einzige Medikament, das die Gesamtüberlebenszeit von Patienten, die an dieser Erkrankung leiden, verlängert. Die Spitzenposition im SMI wurde indes von der Credit Suisse mit einem Zugewinn von 2,9 Prozent belegt, während die rote Laterne von Transocean (ISIN CH0048265513/ WKN A0REAY) mit einem Abschlag von 5,1 Prozent eingenommen wurde. Der Ölbohrkonzern erwartet Einmalbelastungen für das vierte Quartal. So geht man in Zusammenhang mit Wertberichtigungen für den Geschäftsbereich Contract Drilling von Einmalbelastungen aus. Derzeit werde die genaue Höhe dieses nicht zahlungswirksamen Bewertungseffekts noch ermittelt. Wie der Konzern separat mitteilte, werde man für das abgelaufene Fiskaljahr auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.

In Dänemark richtete sich der Fokus der Investoren auf die Aktie von Carlsberg (ISIN DK0010181759/ WKN 861061), die mit 5,9 Prozent im Plus notierte. Der Brauereikonzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen leichten Gewinnrückgang, was mit schwächeren Umsätzen in Russland und höheren Input-Kosten zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch erfüllt, während die eigenen Erwartungen nicht ganz erreicht wurden. Im vierten Quartal konnte das Ergebnis allerdings fast verdreifacht werden. Der Nettogewinn belief sich im Gesamtjahr auf 5,15 Mrd. Dänische Kronen (DKK), gegenüber 5,35 Mrd. DKK im Vorjahr. Der operative Gewinn vor Sondereffekten lag bei 9,82 Mrd. DKK (Vorjahr: 10,25 Mrd. DKK). Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von rund 9,8 Mrd. DKK ausgegangen, während Carlsberg selbst bis zuletzt einen operativen Gewinn vor Einmaleffekten von rund 10 Mrd. DKK in Aussicht gestellt hatte. Der Umsatz nahm um 6 Prozent auf 63,56 Mrd. DKK zu. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem leichten Wachstum beim bereinigten Nettoergebnis sowie einem operativen Gewinn vor Einmaleffekten auf dem Niveau von 2011.

Pankl Racing Systems (ISIN AT0000800800/ WKN 914732) fuhren um 1,2 Prozent vor. Der Systemlieferant der Rennautomobil-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie hat Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen deutlich gesteigert. So wuchs der Konzernumsatz um 17 Prozent auf 105,4 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 4,5 Mio. Euro, nach 2,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Auftragseingang der italienischen Industrie ist im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat kräftig gestiegen. So erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 5,5 Prozent. Im November war nur ein Plus von 0,1 Prozent ermittelt worden. Jedoch lagen die Neuaufträge um 4,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, nach einem Rückgang um 0,7 Prozent im November.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.550,28 (+1,19 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.517,74 (+0,55 Prozent) FTSE 100 (London): 5.945,25 (+0,68 Prozent) CAC40 (Paris): 3.472,54 (+0,96 Prozent) MIB (Mailand): 16.724,22 (+1,07 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.818,10 (+1,86 Prozent) SMI (Zürich): 6.242,99 (+0,08 Prozent) ATX (Wien): 2.240,98 (+1,59 Prozent) (20.02.2012/ac/n/m)

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