ROUNDUP Medizinkonzern Fresenius zuversichtlich für 2012 - weiteres Wachstum
(Neu: Aussagen aus Pressekonferenz, Aktienkurs, weitere Details)
BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Medizinkonzern Fresenius
Der Konzern werde auch zukünftig vom dynamischen Wachstum in den Schwellenländern, der demographischen Entwicklung sowie der zunehmenden Bedeutung von Nachahmermedikamenten (Generika) profitieren. Fresenius mit weltweit rund 150.000 Mitarbeitern gilt mit seiner breiten Aufstellung als eher konjunkturunabhängig.
19. DIVIDENDENERHÖHUNG IN FOLGE
Die Anteilseigner können sich über die 19. Dividendenerhöhung in Folge freuen: Der Hauptversammlung sollen 0,95 Euro je Aktie vorgeschlagen werden und damit zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
2012 hat Fresenius für alle Sparten Zuwächse angekündigt. Auch die jüngsten Zukäufe beim Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC
AKTIEN LEICHT IM MINUS
Fresenius-Aktien, die 2011 mit einem kräftigen Kursplus zu den wenigen Gewinnern im Dax gehörten, gaben am Nachmittag mit 0,42 Prozent auf 78,05 Euro weniger als der Leitindex nach. Börsianer fanden den Ausblick 'etwas enttäuschend'. Er liege einen Tick unter den aktuellen Markterwartungen. Die Papiere der Fresenius-Beteiligung FMC verloren 1,10 Prozent auf 53,21 Euro.
Wie bereits erwartet, erhöhte Fresenius das Umsatzziel für die Krankenhaussparte Helios von 3,5 Milliarden auf nunmehr 4 bis 4,25 Milliarden Euro für 2015. Bisher waren der Zukauf der norddeutschen Damp-Gruppe und die Übernahme von 51 Prozent am Katholischen Klinikum Duisburg noch nicht berücksichtigt. Der Markt für Übernahmen kommunaler sowie kirchlicher Häuser durch private Krankenhausbetreiber habe 2011 eine deutliche Belebung gesehen, sagte Schneider. Dies dürfte sich auch 2012 fortsetzen. Mit Damp hatte Helios einen der größten Zukäufe auf dem Klinikmarkt seit langem getätigt.
GUTE NACHFRAGE AUS DEN SCHWELLENLÄNDERN
Die Fresenius SE & Co. KGaA profitierte im Vorjahr vor allem von der Entwicklung in den Schwellenländern und Europa. Die gestiegene Nachfrage nach Produkten der Infusions- und Generikatochter Kabi sowie das Wachstum beim größten privaten Krankenhausbetreiber Helios sorgten für einen Umsatz von 16,5 Milliarden Euro (VJ: 16), teilte der Konkurrent von Rhön-Klinikum
Fresenius hatte seine Gewinnerwartung im Vorjahr mehrfach angehoben. Das Umsatzziel für den Konzern wurde allerdings im November gesenkt. Hauptgrund war das schwächere Abschneiden von FMC. Dem weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen macht der schwache Euro zu schaffen.
UMSATZ VON FMC WIE ERWARTET UNTER URSPRÜNGLICHER PROGNOSE
Die in Dollar bilanzierende Fresenius Medical Care (FMC), an der Fresenius rund 31 Prozent hält, schloss 2011 mit einem Gewinnplus ab. Beim Umsatz blieb der DaVita-Konkurrent - wie bereits angekündigt - unter der ursprünglichen Prognose. In den USA - dem wichtigsten Markt für FMC - wurde die Vergütung für die Nierenwäsche im staatlichen Versicherungssystem auf Pauschalen umgestellt. Dies sei gut für die Marge, drücke bei FMC aber den Umsatz. Der Erlös stieg um sechs Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar. Beim Überschuss verbuchte FMC einen Anstieg auf 1,07 Milliarden US-Dollar (VJ: 979 Mio.).
2012 will FMC Umsatz und Gewinn weiter steigern: FMC-Chef Ben Lipps stellt einen Umsatz von rund 14 Milliarden Dollar und einen Überschuss von rund 1,14 Milliarden Dollar in Aussicht. Die jüngsten Zukäufe kämen wie geplant voran. Die FMC-Aktionäre können sich über die 15. Dividendenerhöhung in Folge freuen./ep/stb/kja

0
