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Aktien Frankfurt Ausblick Moderate Erholung - ifo könnte negativ überraschen

Autor: dpa-AFX
 |  23.02.2012, 08:19  |  330 Aufrufe  |   0  | 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Donnerstag etwas erholt starten. Es mangele allerdings an eindeutigen Impulsen, hieß es von Händlern. Das könnte sich mit Bekanntgabe des ifo-Geschäftsklimas am Vormittag ändern, von dem allerdings eher negatives Überraschungspotenzial erwartet wird. Als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex zeigte sich der X-Dax rund eine Stunde vor Handelsbeginn bei 6.857 Punkten und damit 0,10 Prozent über dem Xetra-Schluss am Mittwoch. Noch zwei Tage zuvor hatte der Dax auf dem höchsten Stand seit dem 1. August geschlossen, bevor dann am Dienstag und Mittwoch, nach der Freigabe des neuen Rettungspakets für Griechenland, Gewinne mitgenommen wurden.

Nach dem beeindruckenden Start der Börsen ins neue Jahr sei es spannend, wie es nun weitergehe, sagte Stratege Stan Shamu von IG Markets. Investoren zögerten immer noch mit Käufen wegen der Unsicherheiten in Europa und Wachstumssorgen in China. Der wegen des Konflikts mit dem Iran steigende Ölpreis bereite ebenfalls Sorge. Es habe aber den Anschein, als würden die Ängste rund um Griechenland derzeit etwas abflauen und weltwirtschaftliche Konjunkturdaten wieder zum Haupttreiber an den Märkten werden.

IFO BIRGT NEGATIVES ÜBERRASCHUNGSPOTENZIAL

Mit Blick auf den ifo-Index könnte es nach Experteneinschätzung im Handelsverlauf abwärts gehen für den Dax: Nachdem sich die deutsche Unternehmensstimmung in letzter Zeit Zug um Zug verbessert hatte, waren die Einkaufsmanagerindizes am Mittwoch dann schwach ausgefallen. Außerdem enttäuschten einige Unternehmen mit Zahlen und Kapitalmaßnahmen. So berichtete die Commerzbank für 2011 einen kräftigen Gewinnrückgang und plant eine Kapitalerhöhung um bis zu zehn Prozent. Konkrete Jahresziele gab es zudem bislang keine. Die Aktie brach vor Börsenstart um 6,5 Prozent ein.

Die Euro-Schuldenkrise und die Turbulenzen an den Finanzmärkten ließen auch den Gewinn von Europas größtem Versicherer Allianz im Jahr 2011 kräftig schrumpfen. Ein Händler nannte die Zahlen 'gemischt' und den Ausblick des Unternehmens, 2012 ein operatives Ergebnis von 8,2 Milliarden Euro liefern zu wollen, 'ein wenig enttäuschend'. Die Aktie büßte vorbörslich 1,2 Prozent ein.

TELEKOM: 2011 EIGENE ZIELE ERREICHT

Die Deutsche Telekom erreichte im vergangenen Jahr die eigenen Ziele und erwartet für dieses Jahr wegen hoher Investitionen geringe Einbußen. Händler werteten Bilanz und Ausblick 'gemischt' und bemängelten, dass ein Dividendenausblick fehlt. Die T-Aktie bewegte sich vorbörslich kaum. Schwächer tendierten dagegen MTU aus dem MDax, die ebenfalls ihre Bilanz vorlegten./ck/ag

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