Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Regierung Solar-Kürzung soll schon ab 9. März 2012 gelten

Autor: dpa-AFX
 |  23.02.2012, 13:16  |  4010 Aufrufe  |   6  | 

BERLIN (dpa-AFX) - Die von der Bundesregierung angestrebten Kürzungen bei der Solarförderung sollen bereits zum 9. März in Kraft treten. Die Einschnitte sollten zügig umgesetzt werden, damit es bei Photovoltaik-Anlagen keine 'Schlussverkäufe' zu alten, höheren Fördersätzen gebe, sagte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Donnerstag in Berlin. Die für Juli geplante 15-prozentige Absenkung werde damit verrechnet. Das neue Solar-Konzept von Röttgen und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) soll in der nächsten Woche im Kabinett beschlossen werden. Letztlich muss aber der Bundestag festlegen, ab wann die Kürzungen gelten.

Nach monatelangem Streit einigten sich die beiden Minister auch auf eine gemeinsame Position bei der EU-weit umstrittenen Richtlinie für mehr Energie-Effizienz. Deutschland will das von der EU-Kommission angestrebte verpflichtende Einsparziel für Versorger verhindern. Rösler sieht dies als Planwirtschaft. Brüssel wollte den Konzernen vorschreiben, dass sie jährlich 1,5 Prozent weniger Energie verkaufen sollen. 'Die sehr detaillierten Vorgaben der EU-Kommission finden nicht die Unterstützung der Bundesregierung', sagte Rösler.

Nun schlägt Berlin vor, dass die Mitgliedsstaaten wählen können, ob sie binnen drei Jahren ihre Energieeffizienz um 6,3 Prozent steigern oder den Energieverbrauch binnen drei Jahren um 4,5 Prozent senken.

Mehr Energiesparen ist wichtig, um die von Schwarz-Gelb mit dem Atomausstieg verbundene Energiewende zu schaffen. Unternehmen der Effizienzbranche bezeichneten den Kompromiss als schwaches Signal. Röttgen wollte ursprünglich ein verbindliches Einsparziel, wie die Kommission es vorgeschlagen hatte./ir/tb/DP/kja

 

 

 

 

Bewerten Sie diesen Artikel: (
0
Bewertungen)

1
Ihren XING-Kontakten zeigen

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Stoni_I
27.02.12, 20:07
1. 10 MW-Anlagen sind die Ausnahme.

2. Deine Preisvorstellungen gehen m.E. dann völlig an der Realität vorbei. Solche Preise sind nur mit Inkaufnahme hoher Verluste möglich.

solar-trottel
24.02.12, 17:18
Nun mal langsam mit diesen Ausdrücken.

Richtig ist: es wird nicht einfacher mit den neuen Regelungen

ABER: Es ist auch nicht unmöglich weiter PV zu vermarkten.

Derzeit werden die Anlagenpreise nicht von der Höher der Einspeisevergütung bestimmt (wie z.B. 2008 / 2009), sondern von ANgebot und Nachfrage, so dass aufgrund der Vergütungsregeln riesige Profite bei den Anlageninitiatoren hängen bleiben und nicht bei der PV Industrie (wie z.B. 2008).

Das mit Angebot und Nachfrage wird sich so schnell nicht ändern (in den nächsten 2-3 Jahren eh nicht).

GAAANZ grobe Rechnung
Großanlagen werden in Zukunft mit 13.5 ct /kWh vergütet (90 % der Leistung).
Macht also bei einer Anlage von 10 MWp z.B. in Suedeutschland bei einer Erzeugung von 1100 kWh / kWp eine Vergütung von 1.33 Mio €/a. Dieses Geld muss für die Abschreibung reichen aber auch für die Kreditzinsen etc.
Wenn also so eine 10 MW Anlage 15 Mio kosten sollte (1,5 €/ Wp), brauch man 750.000 € für die Abschreibung und etwa 0,48 Mio für die Zinsen ( wenn man z.B. zu 80 % zu 4 % finanziert. Über den Daumen gepeilt bleiben dann etwa 100 T€ übrig (im ersten Jahr eine Verzinsung von 3 % aufs Eigenkapital, nach 8 Jahren (Kredit ist zur Hälfte getilgt) ist man schon bei 11 % Verzinsung aufs Eigenkapital.

Ist zwar alles recht grob gerechnet, soll aber zeigen, dass man selbst bei diesen Sätzen bei Anlagenkosten von 1.5 €/Wp noch Gewinnn machen kann. Dafür müssen natürlich die Modulpreise niedrig sein (derzeit ca. 0.7-0.8 € /Wp)- Mit Solarworld-Preisen geht das eher nicht.

Bei Dachanlagen etc. geht das noch viel besser...

Mein Fazit: Die derzeit (noch) hohen Vergütungssätze schaffen kein Geld nach China (selbst da machen die Modulbauer durch die Bank Verluste, d.h. verdienen kein Geld). Die EEG Kohle stecken sich wohlhabende Mitbürger ein. Ich denke, da kann man hier auch mal einen Riegel vorschieben.

Die Solarfirmen (in DE oder auch CN) gehen nicht drauf, wenn man hier 2-3 GW weniger installiert, sondern nur, wenn man nicht wettbewerbsfähig produzieren kann. Die Modulpreise werden so gesehen als ANtwort auf die neuen Vergütungssätze auch nicht mehr sinken (können). das sind fast schon reine Cash-Kosten. Jetzt kommt es darauf an, aus den gleichen Rohstoffen bessere Module zu machen, dann kann man wieder Gewinne schreiben..
Stoni_I
24.02.12, 16:46
Die Kürzung im Jahr 2012 liegt nach den vorgestellten Plänen über 50 % gegenüber dem Stand am Ende des Jahres 2011*. Wenn schon Ende 2011 das Geldverdienen schwierig war, wie soll man dann noch mit nur noch der Hälfte an Erlösen klarkommen?

Das was diese Bundesregierung vor hat, ist schon - abgesehen von sehr kleinen Dachanlagen mit Eigenverbrauch - der Mord der Photovoltaikindustrie in Deutschland. Das muss man leider so klar schreiben.

* = EEG-Vergütung für eine Dachanlage bis 100 kWp Ende 2011: 27,33 Cent.

Kürzung per 01.01.2012: 15 %
Kürzung per 09.03.2012: 29 %
Kürzung im weiteren Jahresverlauf ab Mai 2012: 3,3 %
Kürzung der maximalen Vergütung auf 90 % = 10 %

Das ergibt dann in Summe knapp über 50 %!
borazon
24.02.12, 16:26
Der fette Asbeck fährt übrigens Rolls Royce, oder er läßt sich fahren.
Kein Witz, sondern bittere Realität.
Aber so sind sie, die Öko-Pharisäer.
:mad:
borazon
24.02.12, 00:27
Gottverdammt, ich hab schon längst keinen Bock mehr, diesen Wahnsinn zwangsweise finanzieren zu müssen.
Dabei könnte ich es mir finanziell leisten.
Aber auch Millionen Deutscher mit geringem Einkommen werden per Stromrechnung (EEG-Umlage) für die Interessen eines fetten Herrn Asbeck (Solarworld), für das Wohl reicher Hausbesitzer mit Solarschnickschnack und für die chinesische Solarpanel-Mafia abgezockt.

Wo bleiben die "ökonomischen" Photovoltaik-Anlagen, die man uns in den 80ern in "fünf bis zehn" Jahren versprochen hat?

Disclaimer

Nachrichtensuche

Enthaltene Werte

WertpapierKursZeitPerf. in %
1,45
25.05.
-2,62
0,536
25.05.
+1,32