ROUNDUP/'FTD' Alstom an Repower interessiert - Suzlon prüft Verkauf

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  14.03.2012, 10:45  |  1075 Aufrufe  |   | 

    HAMBURG (dpa-AFX) - Der französische Industriekonzern Alstom lotet einem Pressebericht zufolge den Kauf des Hamburger Windkraftanlagenbauers Repower aus. Die Franzosen hätten bereits Verhandlungen mit dem indischen Repower-Mutterkonzern Suzlon aufgenommen, berichtete die 'Financial Times Deutschland' am Mittwoch. Dessen Chef Tulsi Tanti habe zuletzt intern Preisvorstellungen von 1,5 Milliarden Euro genannt. Ein Suzlon-Sprecher sprach von Spekulationen, zu denen er sich nicht äußern wolle.

    Auch ein Alstom-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Mit der Repower-Übernahme könnte den Franzosen der Durchbruch auf dem Markt für Windanlagen auf hoher See gelingen. Schon früh hatte Repower auf diese Technik gesetzt und gilt nach Siemens als einer der Weltmarktführer in diesem Segment. Auch zu den generellen Zielen seines Unternehmens im Windgeschäft wollte sich der Alstom-Sprecher nicht äußern.

    Suzlon steckt in Finanzierungsschwierigkeiten. Der Konzern muss dem Zeitungsbericht zufolge ab Jahresmitte eine Anleihe von rund 500 Millionen US-Dollar zurückzahlen. Das gilt als schwierig. Das Unternehmen kämpft mit Verlusten und leidet wie die gesamte Branche unter einem harten Wettbewerb und einem großen Preisdruck. Weltmarktführer Vestas schrieb 2011 ebenso wie der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex 2011 rote Zahlen.

    Suzlon-Chef Tanti startete laut Zeitung das 'Project India', das er seinen Führungskräften als allgemeinen Refinanzierungsplan deklariert habe. Tatsächlich diene es hauptsächlich als Instrument, um einen Verkauf von Repower zu ermöglichen. Tanti lasse von der Investmentbank Morgan Stanley Informationen über Repower in einem Datenraum sammeln. Als einziger Externer habe derzeit nur ein Akteur mit dem Decknamen 'Alice' Zugang. Dahinter verberge sich Alstom.

    Suzlon hatte 2007 die Mehrheit bei Repower übernommen. Doch die vollständige Übernahme scheiterte lange an Finanzierungsschwierigkeiten. Erst im vergangenen Jahr konnten die Inder die verbliebenen Minderheitsaktionäre herausdrängen. Auf die solide Repower-Bilanz dürfen sie aber immer noch nicht zugreifen. Das verbieten die Kreditverträge der Hamburger. Repower ist die wichtigste Sparte bei Suzlon. Sie steht für knapp 60 Prozent aller Aufträge. Im Geschäftsjahr 2010/11 (31. März) erwirtschaften die Hamburger einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro und 55,6 Millionen Euro Überschuss./enl/stb/tw


    Schreibe Deinen Kommentar

     

    Disclaimer

    Enthaltene Werte

    WertpapierKursZeitPerf. %
    29,315EUR
    24.04.15
    +2,43
    19,06EUR
    24.04.15
    0,00
    99,33EUR
    24.04.15
    +1,07
    41,155EUR
    24.04.15
    +1,78

    Nachrichtenagentur

    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)

    RSS-Feed dpa-AFX

    Weitere Nachrichten des Autors

    TitelLeser
    545
    543
    531
    489
    477
    476
    452
    438
    427
    420
    TitelLeser
    2185
    1576
    1291
    1114
    981
    888
    888
    884
    874
    873
    TitelLeser
    5177
    4155
    2768
    2185
    2081
    2048
    2024
    2011
    1869
    1773
    TitelLeser
    27200
    16163
    14943
    11918
    11727
    11555
    11102
    10406
    10091
    8919

    Top Nachrichten aus der Rubrik