Wochenrückblick KW 11
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes deutlich stärker entwickelt. So zog der DAX im Wochenvergleich um 4 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 eine Zunahme von 2,3 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index stieg daneben im Wochenvergleich um 2 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 2,3 Prozent zu Buche.
Die deutschen Aktien haben am Montag nach teils starken Schwankungen und zwischenzeitlichen Verlusten mit leichten Gewinnen geschlossen. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,30 Prozent bei 6.901,35 Punkten. Im DAX schloss die Aktie von Daimler mit +1,6 Prozent an erster Stelle. Bei der zu Daimler gehörenden Daimler Buses entwickelten sich Umsatz und Ergebnis im Jahr 2011 rückläufig. Konzernangaben zufolge lag der Umsatz mit 4,4 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau von 4,6 Mrd. Euro. Daimler Buses hat im Jahr 2011 sein zweitbestes Absatzergebnis erreicht. 39.740 Busse wurden verkauft und damit 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die zum Industriekonzern Siemens (+0,2 Prozent) gehörende Tochter Osram soll einem Medienbericht zufolge noch im Laufe des Jahres an die Börse gebracht werden. "Das IPO-Klima hellt sich wieder auf, alles wartet nun auf die Eisbrecher", erklärte Osram-Vorstandschef Wolfgang Dehen gegenüber der Tageszeitung "DIE WELT". "Osram stellt sich jedenfalls darauf ein, 2012 an die Börse zu gehen." Der Vorstandschef von Bayer (+0,5 Prozent), Marijn Dekkers, hat daneben in einem Zeitungsinterview größeren Übernahmen eine Absage erteilt. Den Zukauf eines größeren Unternehmens hält Dekkers für "im Moment nicht vordringlich". Auf der Verliererseite im DAX fand sich die Aktie von E.ON (-0,7 Prozent) wieder. Die Zerschlagung der zum Energieversorger gehörenden Tochter Ruhrgas rückt offenbar näher. Laut einem Bericht der "Rheinischen Post" laufen am 31. Januar 2013 die Auflagen aus, die E.ON 2002 bei der umstrittenen Akquisition akzeptieren musste, um die Ministererlaubnis für die umstrittene Übernahme zu bekommen. An vorletzter Stelle schloss die Vorzugsaktie von Volkswagen mit -2,1 Prozent. Der Automobilkonzern hat am Montag im Rahmen der Bilanzpressekonferenz die endgültigen Geschäftszahlen für das Fiskaljahr 2011 vorgelegt. Für das laufende Fiskaljahr 2012 geht der führende Automobilkonzern in Europa weiter von einem über dem Marktdurchschnitt liegenden Absatzwachstum aus und peilt ein Operatives Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau an. Die Aktie der Commerzbank hielt mit -2,7 Prozent die rote Laterne. Die deutschen Aktien haben am Dienstag im späten Handel einen Endspurt hingelegt und stark geschlossen. Dabei wurde die Marke von 7.000 Punkten vom DAX zwischenzeitlich zum ersten Mal seit August 2011 überschritten. Der DAX gewann 1,37 Prozent auf 6.995,91 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im März 2012 deutlich verbessert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) heute mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 16,9 Punkte gestiegen und liegen nun bei 22,3 Punkten. Der Indikator ist somit zum vierten Mal in Folge gestiegen und steht auf seinem höchsten Niveau seit Juni 2010. Titel der Deutschen Post zogen 2,3 Prozent an. Das Logistikunternehmen ist trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen für das laufende Fiskaljahr optimistisch und geht nach wie vor von einer Verbesserung beim Ergebnis aus. Wie aus dem Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2011 hervorgeht, habe sich die insgesamt positive Entwicklung aus dem Schlussquartal trotz der verhaltenen Prognosen der Makroökonomen in das neue Jahr hinein fortgesetzt. Der Gewinn der Munich Re (+2,6 Prozent) ist derweil im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund außerordentlicher Großschäden und Belastungen infolge der Finanzkrise deutlich eingebrochen. Für 2012 wurde jedoch ein positiver Ausblick gegeben. Zu den wenigen Verlierern gehörten BMW (-0,4 Prozent). Der Autobauer hat die endgültigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt und dabei die vorab gemeldeten Ergebnisse bestätigt. Der mit Spannung erwartete Ausblick auf das laufende Fiskaljahr fiel positiv aus, zumal der Münchener Premiumhersteller für 2012 neben höheren Absatzzahlen im Kernsegment Automobile auch seine Profitabilitätsziele bestätigt hat. Die wichtigsten deutschen Aktienindizes setzten am Mittwoch ihren Aufwärtstrend fort. Dabei sorgten unter anderem starke Vorgaben aus den USA für gute Laune. Der DAX gewann zuletzt 1,19 Prozent auf 7.079,42 Punkte. E.ON hat eigenen Angaben zufolge 2011 in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser seinen Konsolidierungskurs fortgesetzt und die Talsohle durchschritten. Obwohl der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich zulegen konnte, wurde ein Milliardenverlust ausgewiesen. Der nachhaltige Konzernüberschuss ging indes gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent auf rund 2,5 Mrd. Euro zurück. Für 2011 wird eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro vorgeschlagen. E.ON geht davon aus, dass das EBITDA im Jahr 2012 zwischen 9,6 und 10,2 Mrd. Euro liegen wird. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss erwartet das Unternehmen ein Ergebnis von 2,3 bis 2,7 Mrd. Euro. Die Aktie schoss als Spitzenreiter im DAX um 7 Prozent nach oben. Daneben sieht der Chemie- und Pharmakonzern Bayer (-0,7 Prozent) mittelfristig gute Perspektiven für seine Geschäftsbereiche und hat sich für das Jahr 2014 ambitionierte Ziele gesetzt. Die Nutzfahrzeugsparte des Automobilkonzerns Volkswagen (+3,1 Prozent) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr dank deutlich gestiegener Absatzzahlen ein Rekordergebnis einfahren. Siemens (+0,6 Prozent) gab indes bekannt, dass Siemens Energy einen Auftrag aus Indien über die Lieferung von Solarreceivern des Typs UVAC 2010 (Universal Vacuum Air Collector) erhalten hat. Die Stimmung am Markt blieb auch am Donnerstag gut. Die bedeutendsten deutschen Aktienindizes notierten in der Gewinnzone. Der DAX gewann zuletzt 0,92 Prozent auf 7.144,45 Punkte. K+S legten als Spitzenreiter im DAX um 7,2 Prozent zu. Der Düngemittelhersteller hat im Jahr 2011 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt und profitierte dabei von einer hohen Düngemittelnachfrage und einem erneut starken Salzgeschäft. Beim Umsatz wurde dabei die Marke von 5 Mrd. Euro überschritten. Auf operativer Ebene wurde das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte erreicht. Der Dividendenvorschlag wurde deutlich angehoben. Für die kommenden beiden Jahre sieht K+S zudem attraktive Perspektiven. Die Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa (-0,9 Prozent) hat die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt. Dabei musste man trotz höherer Umsatzerlöse angesichts zahlreicher Sondereffekte unter dem Strich einen kleinen Verlust von 13 Mio. Euro ausweisen. Das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen hingegen beträgt 289 Mio. Euro. Dabei hatte man auch mit den deutlich gestiegenen Treibstoffpreisen zu kämpfen. Für das laufende Fiskaljahr geht die führende deutsche Fluglinie von einem Rückgang beim operativen Gewinn aus. Unterdessen hat der Baustoffkonzern HeidelbergCement (+5,1 Prozent) im abgelaufenen Fiskaljahr bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Damit konnte er sein selbst gestecktes Ziel, Umsatz und operatives Ergebnis zu steigern, trotz der höheren Energiekosten erreichen. Auch für das laufende Fiskaljahr zeigt sich der Konzern weiter optimistisch und hob gleichzeitig das mittelfristige Sparziel an. Bayer verloren dagegen 0,2 Prozent an Wert. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat für das Bayer-Verhütungsmittel Natazia (Estradiolvalerat und Dienogest) die Zulassung zur Behandlung starker Regelblutungen ohne organische Ursachen bei Frauen, die oral verhüten wollen, erteilt. Im Jahr 2011 wurde bei den Baugenehmigungen für Wohnungen ein deutlicher Zuwachs verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, wurde in Deutschland der Bau von 228.400 Wohnungen genehmigt. Das waren 21,7 Prozent oder 40.700 Wohnungen mehr als in 2010. Somit setzte sich der bereits im Jahr 2010 beobachtete positive Trend (+5,5 Prozent gegenüber 2009) weiter fort und steigerte sich im Laufe des Jahres 2011 deutlich. Einem Medienbericht zufolge hat die neue Führungsspitze der Deutschen Bank offenbar bei der geplanten Neubesetzung des Vorstands einen Reinfall erlebt. Demnach hat die Finanzaufsicht BaFin William Broeksmit, dem Kandidaten für den Posten des Risikovorstands, keine Freigabe erteilt. Offenbar haben die Aufseher schwere Bedenken, ob Broeksmit für den Posten geeignet ist, hieß es. Der US-Amerikaner hätte eigentlich am heutigen Freitag vom Aufsichtsrat der Deutschen Bank zum Nachfolger von Hugo Bänziger gewählt werden sollen. Stattdessen soll nun dessen bisheriger Stellvertreter, Stuart Lewis, auf den Posten rücken. Einem weiteren Pressebericht zufolge hat Bayer eine vorläufige Offerte für die Tiermedizinsparte des US-Rivalen Pfizer eingereicht. Nach Einschätzung des Bayer-Vorstandschefs Marijn Dekkers tendiere der US-Konzern eher dazu, die Tiermedizinsparte an die Börse zu bringen, hieß es unter Berufung auf ein Schreiben von Dekkers an den Aufsichtsrat des Konzerns. Pfizers Veterinärsparte könne ein strategisch sinnvoller Kauf sein, schrieb Dekkers in seiner Mitteilung. Um die Option darauf zu erhalten, habe der Leverkusener Konzern eine unverbindliche Offerte eingereicht.
Die wichtigsten Indizes an der Wall Street präsentierten sich am Montag angesichts eher schwacher Vorgaben aus Asien und Europa wenig verändert. Der Dow Jones gewann 0,29 Prozent auf 12.959,71 Punkte. Wie bekannt wurde belief sich das US-Haushaltsdefizit im Februar 2012 auf 231,7 Mrd. US-Dollar. Das Defizit liegt damit über dem Niveau des Vorjahresmonats von 222,5 Mrd. US-Dollar. Im Fokus stand PepsiCo (+1,3 Prozent). Der weltweit zweitgrößte Softdrink-Konzern meldete, dass er eine neue globale Struktur und ein verstärktes Management-Team schaffen wird, um ein vollständig integriertes, weltweites Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen zu werden. Umstrukturierungen sind auch bei Visteon (-0,4 Prozent) ein Thema. Der Automobilzulieferer hat sich im Zuge der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft von einem Unternehmensbereich getrennt. So wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der Geschäftssparte Automotive Lighting an den Automobilzulieferer Varroc Group geschlossen. Der Verkaufspreis wurde auf 92 Mio. US-Dollar beziffert. Schließlich hat die Juwelierkette Tiffany (+0,5 Prozent) ihren Joint Venture-Partner Swatch auf 542 Mio. Schweizer Franken (CHF) verklagt. Laut Tiffany hat sich der schweizerische Uhrenhersteller nicht an Vereinbarungen gehalten und nicht kooperativ mit dem US-Konzern zusammengearbeitet. Ursprünglich war die in 2007 geschlossene Partnerschaft auf 20 Jahre ausgelegt, jedoch wurde sie schon 2011 im Streit beendet. Am Dienstag herrschten an der Wall Street den gesamten Handelstag über grüne Vorzeichen. Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank rückten sie dann noch weiter ins Plus. Der Dow Jones gewann abschließend 1,68 Prozent auf 13.177,68 Punkte hinzu. Die Notenbank hatte erwartungsgemäß beschlossen, die Leitzinsen zwischen 0,00 und 0,25 Prozent zu belassen, und erklärte noch einmal, dass diese Niedrigzinspolitik bis Ende 2014 Bestand haben werde. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen sind im Januar 2012 gegenüber dem Vormonat angestiegen. So kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,6 Prozent ermittelt worden. Angaben des US-Handelsministeriums zufolge hat sich zudem der Einzelhandelsumsatz in den USA im Februar 2012 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Auf Monatssicht stiegen die Umsatzerlöse um 1,1 Prozent, während sie im Januar um 0,6 Prozent geklettert waren. Der PC-Hersteller Dell (+1,6 Prozent) plant unterdessen die Übernahme der SonicWALL Inc., einem Spezialisten für Netzwerksicherheit und Datenschutz. Die Next-Generation Firewalls und das Unified Threat Management (UTM) der Gesellschaft würden das Dell-Portfolio an Sicherheitslösungen ergänzen und es dem Konzern ermöglichen, seinen Kunden eine breitere Palette an Unternehmenslösungen anzubieten. UTStarcom (+13,8 Prozent) teilte zudem mit, dass man im vierten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums einen Gewinn erzielen konnte, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust ausgewiesen werden musste. Die Anteilsscheine legten bis Handelsende 13,8 Prozent zu. Chevron (+1,1 Prozent), der zweitgrößte US-Ölkonzern, hält derweil an seinem Wachstumsziel fest. Demnach geht man weiterhin davon aus, die Produktion von Öl-Äquivalentprodukten bis 2017 um 20 Prozent zu steigern. JPMorgan, die größte US-Bankgesellschaft meldete zudem, dass sie eine Dividendenerhöhung um 20 Prozent und einen umfassenden Aktienrückkauf beschlossen hat. So hat das Board of Directors entschieden, die Quartalsdividende um 5 Cents pro Aktie auf 30 Cents pro Aktie anzuheben. Darüber hinaus hat der Verwaltungsrat ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 15 Mrd. US-Dollar autorisiert. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street präsentierten sich am Mittwoch trotz wenig erfreulicher Konjunkturdaten kaum verändert. Stützend wirkte dabei der gestrige positive Ausblick der Fed. Die Notenbank hatte erwartungsgemäß beschlossen, die Leitzinsen zwischen 0,00 und 0,25 Prozent zu belassen, und noch einmal erklärt, dass diese Niedrigzinspolitik bis Ende 2014 Bestand haben werde. Der Dow Jones gewann 0,12 Prozent auf 13.194,10 Punkte. Das US-Leistungsbilanzdefizit wies im vierten Quartal 2011 einen Zuwachs aus. Demnach erhöhte sich das Defizit auf 124,1 Mrd. Dollar, während Volkswirte einen Anstieg auf 113,8 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Für das dritte Quartal 2011 wurde der Passivsaldo auf 107,6 Mrd. Dollar nach unten revidiert. Vorläufig war ein Minus in Höhe von 110,3 Mrd. Dollar ausgewiesen worden. Daneben haben sich die US-Importpreise im Februar erhöht. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Anstieg um 0,4 Prozent, gegenüber einem unveränderten Preisniveau im Vormonat Januar 2012. Ferner fielen die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, nach einem Plus von 0,1 Prozent im Vormonat. Bei den Ausfuhrpreisen wurde im Februar ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet, nach einem Plus von 0,2 Prozent im Vormonat. Bereinigt um Agrargüter wurde ein Anstieg um 0,5 Prozent bei den Exportpreisen ausgewiesen, nachdem im Vormonat ein unveränderter Wert ermittelt worden war. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 9. März 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 2,4 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 1,2 Prozent ermittelt worden. Bei den Unternehmen erklärte Reynolds American (-1,2 Prozent), der zweitgrößte US-Tabakkonzern, dass er nach Abschluss seiner dreimonatigen Geschäftsüberprüfung entschieden hat, Stellenstreichungen vorzunehmen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, werden als Ergebnis der jüngsten Überprüfung, welche die Reynolds American Inc., die RAI Services Company sowie die meisten Bereiche der R.J. Reynolds Tobacco Company beinhaltete, bis Ende des Jahres 2014 rund 10 Prozent der Konzernbelegschaft abgebaut. Dabei würde der größte Teil der betroffenen Mitarbeiter freiwillig ausscheiden, hieß es. Der Baumaschinenhersteller Caterpillar (-0,9 Prozent) erweitert seine Produktionsniederlassung in Sumter im US-Bundesstaat South Carolina. Wie aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, reagiere man mit diesem Schritt auf die deutliche Nachfragesteigerung bei einigen Produkten des Konzerns. An dem betroffenen Standort werden vor allem hydraulische Zylinder gefertigt. Zudem hat der Finanzdienstleister State Street (+2,3 Prozent) eine Dividendenerhöhung und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Demnach soll die Quartalsdividende um 33 Prozent auf 0,24 US-Dollar je Aktie angehoben werden. Außerdem wurde ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,8 Mrd. US-Dollar beschlossen. Erfreuliche Konjunkturdaten sorgten am Donnerstag für gute Stimmung an der New Yorker Wall Street. Die wichtigsten Indizes verzeichneten weitere Aufschläge und setzten ihren jüngsten Anstieg fort. Der Dow Jones gewann 0,44 Prozent auf 13.252,45 Punkte. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 10. März 2012 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 14.000 auf 351.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 355.000 prognostiziert hatten. Indes haben sich die amerikanischen Erzeugerpreise im Februar 2012 erhöht. Binnen Monatsfrist stiegen die Preise um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Preissteigerung von 0,5 Prozent prognostiziert. Daneben ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für März 2012 erneut eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf +20,21 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von +15,0 Zählern gerechnet hatten. Für den Vormonat war ein Wert von +19,53 Punkten ermittelt worden. Im Rahmen der Erwartungen fiel der Philadelphia Fed Index aus. Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia stieg im März von 10,2 auf nun 12,5 Punkte. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Stand von 12,5 Zählern ausgegangen. Neben den Konjunkturdaten standen auf der Unternehmensseite Cisco Systems (-1,4 Prozent) im Fokus. Der Technologiekonzern gab bekannt, dass er die NDS Group Ltd. in einer Transaktion im Gesamtvolumen von rund 5 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Damit wurde ein im Vorfeld veröffentlichter Bericht der israelischen Zeitung "Calcalist" bestätigt. Den Angaben zufolge handelt es sich bei NDS um einen führenden Anbieter von end-to-end Software-Lösungen für die Pay-TV-Industrie, darunter Video-Software sowie Content Security-Lösungen. Das Transaktionsvolumen von rund 5 Mrd. US-Dollar beinhaltet auch die Übernahme von Verbindlichkeiten. Daneben gab es einige interessante Quartalszahlen. Der Einzelhandelskonzern Ross Stores (-0,4 Prozent) meldete, dass er im vierten Quartal angesichts eines starken Weihnachtsgeschäfts einen höheren Gewinn erzielt hat. Dabei wurden die Erwartungen der Analysten erfüllt. Dagegen musste Winnebago (+16 Prozent), der größte amerikanische Hersteller von Wohnmobilen, im zweiten Quartal trotz eines starken Umsatzanstiegs einen Verlust ausweisen. Während das Vorjahresergebnis von einem Einmalertrag profitiert hatte, wurde das jüngste Ergebnis durch stärkere Rabatte und eine anhaltend aggressive Preispolitik beeinträchtigt. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im März 2012 gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So fiel der Gesamtindex auf 74,3 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Stand von 75,3 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten einen Wert von 75,8 Punkten prognostiziert. Wie die U.S. Federal Reserve Bank mitteilte, ist die US-Industrieproduktion im Februar 2012 unverändert geblieben. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger unverändert auf seinem Vormonatsniveau, während er im Januar um revidiert 0,4 (vorläufig: 0,0) Prozent gestiegen war. Volkswirte hatten ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert. Zudem schrumpfte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie leicht auf 78,7 Prozent, während die Prognose auf 78,8 Prozent gelautet hatte. Im Vormonat hatte die Auslastung bei revidiert 78,8 (vorläufig: 78,5) Prozent gestanden. Schließlich haben sich die US-Verbraucherpreise nach Angaben des US-Arbeitsministeriums im Februar 2012 erhöht. Demnach kletterte der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent, während er im Januar um 0,2 Prozent angestiegen war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,4 Prozent prognostiziert. Im Fokus steht am Freitag u.a. UPS. Der Logistikkonzern gab bekannt, dass er weiterhin konstruktive Gespräche mit der niederländischen TNT Express hinsichtlich einer möglichen Übernahme führt. Den Angaben zufolge hat der UPS-Konzern nach wie vor die Absicht, bei der Netherlands Authority for the Financial Markets (AFM) die Genehmigung für sein geplantes Übernahmeangebot zu beantragen. Dies müsse innerhalb von zwölf Wochen nach der ersten Ankündigung bezüglich einer möglichen Offerte am 17. Februar 2012 erfolgen, hieß es. Letzten Monat hatte UPS seinem europäischen Konkurrenten ein Übernahmeangebot in Höhe von 9,00 Euro je TNT Express-Aktie vorgeschlagen. Das Management des niederländischen Unternehmens hatte jedoch ein Angebot in dieser Größenordnung abgelehnt. Indes hat sich der Technologiekonzern Intel einem Pressebericht zufolge an der schwedischen Tobii Technology AB beteiligt, einem Spezialisten für Eye Tracking-Technologie. Laut einem Branchenmagazin hat Intel Capital demnach für 143 Mio. Schwedische Kronen (20,8 Mio. US-Dollar) einen Anteil in Höhe von 10 Prozent an Tobii Technology erworben. Der Stahlkonzern Steel Dynamics hat zudem seine Ergebnisprognose für das erste Quartal konkretisiert. Demnach geht der Stahlkocher für das Auftaktquartal von einem EPS von15 bis 20 Cents aus, wobei die Prognose negative Einmaleffekte in Höhe von 3 Cents je Aktie beinhaltet. Im Vorjahreszeitraum hatte man noch einen Gewinn von 46 Cents je Aktie ausgewiesen. Im vierten Quartal 2011 lag der Gewinn bei 14 Cents je Aktie. Als Grund für den sequenziellen Ergebnisanstieg wurde auf die leichte Margenverbesserung im Stahl- und Metallrecyclinggeschäft verwiesen. Die operative Verbesserung sei jedoch angesichts der gestiegenen Rohstoffpreise in einigen Segmenten nicht so stark wie erwartet ausgefallen, so der Konzern.
Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Montag zurückhaltend. Dabei belasten schwache Handelsbilanzdaten aus China, die wiederum die Sorgen vor einer möglichen deutlichen Wachstumsverlangsamung erhöht haben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,04 Prozent auf 2.514,97 Punkte. Die Leistungsbilanz der EU27 hat das vierte Quartal 2011 nach Angaben der Europäischen Statistikbehörde mit einem Aktivsaldo abgeschlossen. So betrug der Überschuss 4,4 Mrd. Euro, gegenüber einem Passivsaldo von 21,4 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Auf der Unternehmensseite wurde der Mischkonzern ABB (+0,4 Prozent) von der japanischen Mitsubishi Heavy Industries mit der Lieferung von effizienten Energietechnik- und Antriebssystemen für zwei neue Kreuzfahrtschiffe beauftragt. Das Auftragsvolumen wurde auf über 60 Mio. US-Dollar beziffert. Der Verkaufsprozess für die E.ON-Tochter Open Grid Europe und ihr 12 000 Kilometer langes Ferngasnetzes kommt derweil voran. Als ein Favorit gilt der französische Energiekonzern GDF SUEZ (-1,1 Prozent), der bereits kleinere Gasnetze in Deutschland betreibt. Aber auch ein Konsortium um den deutschen Versicherungskonzerns Allianz sei weiter im Rennen. Ferner konnte der italienische Reifenhersteller Pirelli (+7,2 Prozent) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 einen drastischen Gewinnsprung verbuchen, was u.a. mit einem deutlichen Umsatzwachstum und Einmaleffekten zusammenhängt. Zudem wurde die Ergebnisprognose für 2012 angehoben. Die wichtigsten europäischen Börsen verabschiedeten sich am Dienstag mit grünen Vorzeichen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann abschließend 1,66 Prozent auf 2.556,82 Punkte. Der Umweltkonzern Veolia Environnement (+3,7 Prozent) hat einen Großauftrag aus Indien erhalten. So wurde die Konzerntochter Veolia Water India von der indischen Stadt Nagpur beauftragt, sauberes Trinkwasser für insgesamt die 2,7 Millionen Bewohner bereit zu stellen. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich über die gesamte Laufzeit auf rund 387 Mio. Euro. Für die Aktie der Swatch Group ging es 2,2 Prozent nach oben. Der Uhrenhersteller hält auch 2012 zweistellige Wachstumsraten für möglich. Die britische Prudential (+4,8 Prozent) war stärkster Wert im FTSE 100. Der Versicherungskonzern hatte erklärt, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Gewinn steigern konnte. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Die Dividende soll ebenfalls erhöht werden. Papiere von Antofagasta verschlechterten sich als schwächster Wert im FTSE 100 um 2,3 Prozent, obwohl der Minenbetreiber im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Ergebnisanstieg aufwarten konnte. Der Umsatz verbesserte sich indes überproportional. Der Konzern hat dabei von den deutlich gestiegenen Notierungen bei Industriemetallen wie Kupfer und Edelmetallen wie Gold profitieren können. Gleichzeitig hat man dank Derivateabsicherungen und positiven Wechselkurseffekten die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr stabil halten können. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen kurzfristige Turbulenzen, sieht sich jedoch dank des starken Produktionswachstums gut positioniert. Am Mittwoch konnten die bedeutendsten europäischen Aktienmärkte fester aus dem Handel gehen. Als Kurstreiber erwiesen sich dabei insbesondere die guten Vorgaben aus den USA und Japan. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,70 Prozent auf 2.574,79 Punkte. Die europäischen Verbraucherpreise haben sich im Februar nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat mit unverändertem Tempo erhöht. So verharrte die jährliche Inflationsrate der Eurozone bei 2,7 Prozent, nach schon 2,7 Prozent im Januar 2012 und 2,4 Prozent im Februar 2011. In der EU zog die jährliche Inflationsrate auf 3,0 Prozent an, während sie im Januar 2012 bei 2,9 Prozent und im Februar 2011 bei 2,9 Prozent gestanden hatte. Unterdessen hat sich die Industrieproduktion in der Eurozone im Januar gegenüber dem Vormonat erhöht. Auf Monatssicht wuchs die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,2 Prozent, wogegen sie im Dezember um 1,1 Prozent gefallen war. Im Vorjahresvergleich ging die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 1,2 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,8 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) stieg die Erzeugung um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach einem Rückgang um 0,8 Prozent im Dezember. Binnen Jahresfrist nahm der Output um 1,0 Prozent ab, während er im Dezember um 1,0 Prozent nachgegeben hatte. In Großbritannien konnte der Ölkonzern Tullow Oil (+1,9 Prozent) Umsatz und Ergebnis in 2011 dank Steigerungen bei Produktion und Ölpreisnotierungen erheblich verbessern. Der Umsatz wurde mehr als verdoppelt, während sich der Nachsteuergewinn mehr als versiebenfachte. Daneben verlautbarte Smiths Group (-1,1 Prozent), der weltgrößte Hersteller von Sicherheits-Scannern für Flughäfen, dass sich sein Gewinn im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mehr als halbiert hat. Dabei hatte man unter einer enttäuschenden Performance der Sparten Smiths Detection und Smiths Interconnect zu leiden. Indes gab sich der Konzern zuversichtlich für das Gesamtjahr, die eigenen Erwartungen erfüllen zu können. Bester Wert im FTSE 100 waren indes Legal & General (+7,2 Prozent). Der Lebensversicherer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 einen geringeren Gewinn erzielt. Auf operativer Ebene wurde dagegen ein Ergebnisplus verbucht, was mit einer stärkeren Entwicklung des Investment Management-Geschäfts LGIM zusammenhängt. Die Analystenerwartungen wurden dabei geschlagen. Zudem wurde die Dividende deutlich angehoben. Einem Medienbericht zufolge will die US-Bankgesellschaft Goldman Sachs Group für die britische Wassersparte des französischen Umweltkonzerns Veolia Environnement (+0,8 Prozent) bieten. Am Donnerstag sind die europäischen Aktienmärkte mit deutlichen Aufschlägen in den Feierabend gegangen. Nach einem über weite Strecken ruhigen Handel konnten die Indizes nach positiven US-Konjunkturdaten ihre Gewinne am Nachmittag ausbauen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 schloss mit einem Aufschlag von 0,74 Prozent bei 2.593,97 Punkte. Die Erwerbstätigkeit in der EU hat sich im vierten Quartal 2011 nach vorläufigen Schätzungen von Eurostat verringert. Im Euroraum (ER17) nahm die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent ab, während sie verglichen mit dem Vorquartal ebenfalls um 0,2 Prozent zurückging. Im dritten Quartal 2011 war die Erwerbstätigkeit um 0,2 Prozent gestiegen bzw. 0,2 Prozent gesunken. In der EU27 blieb sich die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahresniveau stabil und reduzierte sich gegenüber dem dritten Quartal 2011 um 0,1 Prozent. Im Vorquartal waren ein Plus von 0,1 bzw. ein Minus 0,2 Prozent ausgewiesen worden. Unterdessen hat sich der Anstieg der europäischen Arbeitskosten pro Stunde im vierten Quartal 2011 beschleunigt. In der Eurozone (EZ17) kletterten die Kosten binnen Jahresfrist um 2,8 Prozent, nach 2,6 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU (EU27) zogen die Arbeitskosten um 2,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal an, während sie sich im vorangegangenen Vierteljahr um 2,6 Prozent erhöht hatten. Auf der Unternehmensseite konnte H&M (+2,4 Prozent) im Februar 2012 ein deutliches Umsatzplus ausweisen. So verbesserte sich der konsolidierte Gesamtumsatz im abgelaufenen Monat währungsbereinigt um 13 Prozent. Die vergleichbaren Filialumsätze bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, stiegen indes um 2 Prozent. Derweil steht dem größten Einzelhandelskonzern in Großbritannien Tesco (-1,0 Prozent) Presseangaben zufolge eine Personalie ins Haus. Wie es heißt, beabsichtigt Richard Brasher offenbar, nach nur einem Jahr als CEO des UK-Geschäfts zurückzutreten. Philip Clarke, CEO des Tesco-Konzerns, werde nun die Verantwortung für das UK-Geschäft übernehmen. Die Österreichische Post (-0,1 Prozent) konnte derweil im abgelaufenen Fiskaljahr bei Umsatz und Nettogewinn zulegen. Zudem soll die Dividende erhöht werden. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Konzern auf vergleichbarer Basis eine stabile bis leicht positive Entwicklung des Konzernumsatzes. Das mittelfristige Wachstumsziel von 1-2 Prozent pro Jahr bleibt aufrecht. Bei der EBITDA-Marge wird für das laufende Fiskaljahr ein Wert am oberen Ende der Zielbandbreite von 10 bis 12 Prozent angepeilt. Wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag im Rahmen seiner ersten Schätzung mitteilte, hat die Handelsbilanz der Eurozone im Januar 2012 mit einem Defizit geschlossen. So wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Defizit von 7,6 Mrd. Euro ausgewiesen, nach einem Aktivsaldo von 9,1 Mrd. Euro im Vormonat und einem Passivsaldo von 16,1 Mrd. Euro im Januar 2011. Ferner belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 23,8 Mrd. Euro, nach einem Aktivsaldo von 1,6 Mrd. Euro im Vormonat und einem Passivsaldo von 31,2 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Der Reisekonzern Thomas Cook hat Presseangaben zufolge ein Angebot einer Investorengruppe zurückgewiesen, dem Unternehmen mit einer Kapitalspritze auszuhelfen. Demnach hat die Investorengruppe, die von zwei Veteranen in der Freizeitindustrie angeführt wird, eine Kapitalspritze in Höhe von 400 Mio. Britische Pfund (GBP) geboten. Die Bankgesellschaft Crédit Agricole hat sich Presseangaben zufolge von noch verbliebenen Assets innerhalb ihres Investment Banking-Bereichs getrennt. Laut dem Zeitungsbericht wurden die Assets an den US-Hedgefonds BlueMountain übergeben. Laut Jean-Yves Hocher, Leiter der Sparte für Corporate und Investment Banking, reduziere sich das Volumen risikobehafteter Assets bei Crédit Agricole durch die jüngste Transaktion um 14 Mrd. Euro. Damit komme das Institut bei der Erfüllung der durch die EU gestellten Kapitalanforderungen weiter voran. Daneben meldete der Pharmakonzern Sanofi, dass er das US-Medizintechnikunternehmen Pluromed übernehmen wird. Bei Pluromed mit Sitz in Woburn (Massachusetts) handelt es sich um einen Hersteller von injizierbaren Lösungen zur Kontrolle von Blutungen bei Operationen.
An den bedeutendsten asiatischen Aktienmärkten waren zum Start in die neue Handelswoche mehrheitlich rote Vorzeichen auszumachen. Der japanische Leitindex Nikkei öffnete zwar über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Zählern, konnte dieses Niveau im Handelsverlauf aber nicht verteidigen und schloss mit einem Abschlag von 0,40 Prozent bei 9.889,86 Punkten. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich im Februar nach Angaben des Kabinettsbüros verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 39,5 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 40,0 Punkten gelegen hatte. Ferner hat sich der Anstieg der japanischen Großhandelspreise im Februar nach Angaben der Bank of Japan beschleunigt. So erhöhten sich die Preise der Großhändler um 0,6 Prozent. Davor hatte die Jahresteuerungsrate im Januar nur bei 0,5 Prozent gestanden. Schließlich wiesen die Auftragseingänge im Maschinenbau im Januar nach Regierungsangaben einen Anstieg aus. In der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) erhöhten sich die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 3,4 Prozent. Dagegen waren sie im Dezember 2011 um 7,1 Prozent geschrumpft. Binnen Jahresfrist kletterten die Auftragseingänge im Maschinenbau um 5,7 Prozent, nach einem Anstieg um 6,3 Prozent im Dezember. Bei den Einzelwerten standen Asahi Kasei (+0,2 Prozent) im Blick. Der Chemiekonzern verlautbarte, dass er die amerikanische ZOLL Medical , einen Hersteller von Reanimations- und Notfall-Geräten sowie zugehörigen Software-Lösungen, für rund 2,21 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Dabei wird Asahi Kasei über seine US-Tochter ein Übernahmeangebot für sämtliche ZOLL Medical-Aktien unterbreiten, in dessen Rahmen ZOLL Medical-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 93,00 US-Dollar erhalten. Dies beinhaltet einen Aufschlag von 29,6 Prozent auf den durchschnittlichen Schlusskurs der ZOLL Medical-Aktie der letzten 30 Handelstage bzw. eine Prämie von 23,8 Prozent auf den Schlusskurs vom 9. März 2012. Die Offerte soll in den nächsten zehn Tagen beginnen und mindestens 20 Handelstage laufen. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2012 erwartet. Im Dienstaghandel herrschte an den wichtigsten asiatischen Börsen einheitlich die Farbe grün vor. Die wichtigsten japanischen Indizes gingen mit Zugewinnen aus dem Handel. Allerdings mussten die Indizes einen Großteil ihrer Aufschläge wieder abgeben, nachdem die japanische Notenbank keine weiteren geldpolitischen Lockerungen angekündigt hat. Der Leitindex Nikkei rettete am Ende ein leichtes Plus von 0,09 Prozent auf 9.899,08 Stellen in den Feierabend. Im Handelsverlauf hatte der Index allerdings mehrmals die Marke von 10.000 Zählern übersprungen. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) beriet über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Zudem wurde das Ankaufsprogramm für Wertpapiere unverändert bei 30 Bio. Japanischen Yen belassen. Daneben hat sich die Stimmung im japanischen Dienstleistungssektor im Dezember 2011 nach Angaben des Wirtschaftsministeriums eingetrübt. So schrumpfte der Dienstleistungsindex binnen Monatsfrist um 1,7 Prozent. Volkswirte hatten hingegen im Vorfeld eine leichte Zunahme um 0,2 Prozent prognostiziert, während für Dezember 2011 ein Plus von revidiert 1,8 (vorläufig: 1,4) Prozent ausgewiesen worden war. Nach positiven Vorgaben von der Wall Street tendierten die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch mehrheitlich fester. Der japanische Leitindex Nikkei übersprang gleich zu Handelsbeginn die Marke von 10.000 Zählern und konnte dieses Niveau auch im kompletten Handel verteidigen. Am Ende stand ein Aufschlag von 1,53 Prozent auf 10.050,52 Stellen zu Buche. Die japanische Industrieproduktion ist im Januar geschrumpft. Dies gab das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) bekannt. So verringerte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um revidiert 1,3 (vorläufig: -1,2) Prozent. Im Dezember hatte der Output um 4,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Der Technologiekonzern Sharp (+4,3 Prozent) hat Takashi Okuda zum neuen President bestellt. Den Angaben zufolge tritt Okuda, derzeit Leiter der Global Business Group, die Nachfolge von Mikio Katayama an, der künftig als Chairman fungieren wird. Der bisherige Chairman Katsuhiko Machida tritt zurück und wird in Zukunft als Corporate Advisor tätig sein. Die Personalien bedürfen noch der Zustimmung der Hauptversammlung, die im Juni 2012 stattfindet. Cathay Pacific Airways (-2,8 Prozent), die größte Fluggesellschaft in Hongkong, konnte im abgelaufenen Fiskaljahr zwar den Umsatz deutlich steigern, verzeichnete aber gleichzeitig einen Gewinneinbruch. Um Einmaleffekte bereinigt wurde ein Rückgang beim Nettogewinn um 50,1 Prozent ausgewiesen. Insgesamt hatte man vor allem unter der schwachen konjunkturellen Entwicklung zu leiden. Zwar verzeichnete das Passagiersegment eine relativ robuste Entwicklung. Das Frachtgeschäft hatte hingegen unter den insgesamt widrigen konjunkturellen Rahmenbedingungen zu leiden. Die deutlich höheren Treibstoffkosten hätten sich ebenfalls negativ bemerkbar gemacht. Das Internet-Unternehmen Tencent (+0,1 Prozent) konnte seinen Gewinn im vierten Quartal um 15 Prozent steigern. Dabei profitierte man von einem Wachstum im Bereich Online-Werbung und einem aufkeimenden Spielemarkt. Im Jahr 2012 will der Konzern vor allem seine sozialen Plattformen weiter ausbauen, integrieren und mobilisieren. Indes tendierten Banktitel uneinheitlich. Am Donnerstag tendierten die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte uneinheitlich. An den japanischen Aktienmärkten waren mehrheitlich grüne Vorzeichen auszumachen. Dabei profitierten die Börsen vor allem von einem schwachen Yen, der die Investoren zu Käufen bewegte. Der Leitindex Nikkei notierte während des gesamten Handelsverlaufs im positiven Bereich und konnte am Ende einen Aufschlag von 0,72 Prozent auf 10.123,28 Stellen mit in den Feierabend nehmen. In China verteuerten sich die Papiere von China Mobile um 0,5 Prozent. Der nach Kundenzahlen weltgrößte Mobilfunkanbieter hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht erhöht. Dabei profitierte man von einem starken Mitgliederzuwachs und einem stärkeren Datengeschäft. Die Erwartungen wurden knapp geschlagen. Auch beim Umsatz konnte man zulegen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres zählte der Konzern weltweit fast 650 Millionen Mobilfunkkunden (+11,6 Prozent). Die asiatischen Börsen gehen am Freitag trotz positiver US-Vorgaben unentschlossen ins Wochenende. Dabei ging der Nikkei-Index in Tokio mit einem Plus von 0,06 Prozent auf 10.129,83 Punkte aus dem Handel. Der Index der Frühindikatoren in Japan ist derweil im Januar 2012 angestiegen. Die vorläufigen Angaben wurden heute vom Kabinettsbüro jedoch nach unten korrigiert. So zog der Index auf 94,4 Punkte an, während vorläufig sogar ein Indexstand von 94,9 Punkten gemeldet worden war. Im Dezember hatte der Index lediglich bei 93,3 Punkten gestanden.
In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Adobe Systems, Berkshire Bancorp, Cache, Pfleiderer, Talbots, Evotec, Gagfah, Jabil Circuit, Leoni, METRO, Oracle, Taiwan Semiconductor, Tiffany, Brenntag, Kontron, Rheinmetall, SKW Stahl Metallurgie Holding, Tom Tailor Holding, Biotest, CeWe Color Holding, ConAgra Foods, Delticom, FedEx, Fuchs Petrolub, Kingfisher, Lanxess, Next, Nike, Roth & Rau, SGL Carbon, Solarworld, Steelcase, Takkt, Wacker Neuson, Drillisch, Epigenomics, Freenet, Jenoptik, Medigene und Versatel an.
Bei den Konjunkturdaten dürften am kommenden Montag in Europa die Leistungsbilanz und in den USA der NAHB/WF Hausmarktindex Aufmerksamkeit finden. Es folgen am Dienstag die Erzeugerpreise in Deutschland sowie die Wohnbaubeginne und -genehmigungen in den USA. Am Mittwoch stehen die RWI-Konjunkturprognose in Deutschland und die Verkäufe bestehender Häuser in den USA im Blickpunkt. Am Donnerstag werden in Japan die Leistungsbilanz, in Deutschland die Kommunale Finanzen und der BMF-Monatsbericht, in der EU die Auftragseingänge sowie in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Frühindikatoren und der FHFA Hauspreisindex vorgestellt. Zum Wochenschluss werden noch die deutschen Bauhauptgewerbs-Daten die amerikanischen Verkäufe neuer Häuser veröffentlicht.
Indexstände (16.03.2012, 18:00 Uhr) DAX: 7.154,30 TecDAX: 790,80 Dow Jones STOXX 50: 2.548,46 Nikkei 225: 10.129,83 Dow Jones: 13.256,56 Nasdaq Composite: 3.056,76 (16.03.2012/ac/n/m)

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