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    Börse&Märkte Wochenrückblick KW 14

    Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
     |  05.04.2012, 17:55  |  3008 Aufrufe  |   | 

    Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen uneinheitlich entwickelt. Der DAX verlor im Wochenvergleich rund 2,5 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 einen Rückgang von etwa 2,7 Prozent aufweist. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Minus von rund 3,1 Prozent abgeschlossen. In den USA musste der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 1,0 Prozent zu abgeben.

     

    Börse&Märkte: Deutschland

    In Deutschland schloss der DAX am Montag mit 1,6 Prozent im Plus. Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (+2,9 Prozent) hat den Verkauf von 45 Dialysekliniken in den USA an Dialysis Newco ("DSI Renal") abgeschlossen. Zehn weitere Kliniken sollen an DSI Renal verkauft werden, sobald die Zustimmung der lokalen Aufsichtsbehörden vorliegt. Indes hat der Chemiekonzern BASF (+1,6 Prozent) den Verkauf seiner Düngemittel-Aktivitäten in Antwerpen (Belgien) an EuroChem wie geplant zum 31. März 2012 abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt insgesamt rund 830 Mio. Euro, wovon ca. 130 Mio. Euro in den Jahren 2013 bis 2016 zu zahlen sind. Ferner will BASF durch eine neue Organisationsstruktur die Geschäftseinheit Global Oilfield and Mining Solutions künftig noch stärker auf die Kundenbedürfnisse ausrichten. Daneben wird der Technologiekonzern Linde (+1,2 Prozent) die Sadara Petrochemical Co. (Sadara) in Jubail, Saudi-Arabien, an einem der weltweit größten Chemie-Komplexe langfristig mit Kohlenmonoxid (CO), Wasserstoff (H2) und Ammoniak (NH3) versorgen. Für Titel der Deutschen Telekom ging es 0,9 Prozent voran. T-Systems hat mit dem britischen Tabakkonzern British American Tobacco einen der größten Cloud-Aufträge seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Deutsche Bank rückten 0,6 Prozent vor. Ein Bankenkonsortium unter ihrer Führung, dem noch die BayernLB, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die KfW IPEX-Bank angehören, hat die langfristige Fremdfinanzierung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage in Canaro (Italien) erfolgreich abgeschlossen.

     

    Am Dienstag hat der Technologiekonzern Infineon (+0,2 Prozent) ein Lizenzabkommen mit dem US-Halbleiterspezialisten Fairchild Semiconductor geschlossen. Den Angaben zufolge wurde zwischen beiden Herstellern eine Lizenzvereinbarung über die Verwendung von Infineons MOSFET-Gehäusetechnologie H-PSOF (Heatsink Plastic Small Outline Flat Lead) geschlossen. Indes hat der Pharmakonzern Bayer (+0,2 Prozent) positive Studiendaten für das in der klinischen Erprobung befindliche Medikament Regorafenib veröffentlicht. Der Automobilkonzern Volkswagen (-0,6 Prozent) konnte im März in den USA mit einem Absatzplus von rund 35 Prozent aufwarten. Auch die zum Autokonzern Daimler (-0,8 Prozent) gehörende Tochter Mercedes-Benz Cars konnte im März bei den Verkaufszahlen deutlich zulegen. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 142.278 Modelle der Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach abgesetzt, was einem Plus von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Schließlich hat BMW im März 2012 beim Fahrzeugabsatz in den USA ein Plus von 13 Prozent erzielt. Titel der Deutschen Telekom verloren 0,7 Prozent. Die Bundesnetzagentur hat der Tochter Telekom Deutschland GmbH in ihrer Entscheidung vorläufig untersagt, VDSL-Bitstromanschlüsse nach einem neuen Entgeltmodell zu vermarkten.

     

    Am Mittwoch gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bekannt, dass der Auftragseingang der Industrie im Februar 2012 zugenommen hat. Nach vorläufigen Angaben stiegen die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent. Im Vormonat waren sie hingegen um 1,8 Prozent gesunken. Der Umfang an Großaufträgen war im Februar erneut deutlich unterdurchschnittlich. Im Jahr 2011 haben mehr Jugendliche in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag im Rahmen des dualen Systems abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, stieg die Zahl gegenüber 2010 um 6.900 oder 1,2 Prozent auf rund 565.900 neue Verträge. Die Deutsche Lufthansa (-4,6 Prozent) befürchtet im Zuge des Gerichtsurteils des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig zum Nachtflugverbot in Frankfurt gravierende Wettbewerbsnachteile. "Frankfurt, Hessen - ja der ganzen Export- und Logistiknation Deutschland drohen die Flügel gestutzt zu werden. Dies ist ein schwerer Schlag gegen den Wirtschaftsstandort Deutschland und es besteht kein Zweifel, dass eines der größten Drehkreuze Europas im internationalen Wettbewerb zurückfallen wird", erklärte der Vorstandsvorsitzende Christoph Franz. Der Automobilkonzern BMW (-2,1 Prozent) meldete, dass er in den ersten drei Monaten einen neuen Bestwert beim Absatz erzielt hat. Auch der Automobilkonzern Daimler hat am die US-Absatzzahlen für den Monat März 2012 veröffentlicht. Demnach sprang der US-Absatz im März 2012 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13,1 Prozent auf 25.508 Fahrzeuge. Ferner wurden die Prognosen für 2012 bekräftigt. Die Deutsche Post (-3,4 Prozent) will offenbar auf größere Zukäufe verzichten. Damit fällt der Brief- und Logistikkonzern als möglicher Käufer aus, sollten die europäischen Kartellbehörden den Fusionspartnern UPS und TNT Express Unternehmensverkäufe auferlegen.

     

    Am Donnerstag gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass die deutschen Aus- und Einfuhren im vierten Quartal 2011 einen deutlichen Zuwachs verzeichnet haben. Demnach haben die deutschen Exporte um 5,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf 269,0 Mrd. Euro zugelegt. Preisbereinigt betrug der Anstieg 0,2 Prozent. Die deutschen Einfuhren sind im vierten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 228,9 Mrd. Euro gestiegen. Preisbereinigt ergab sich dagegen eine Abnahme in Höhe von 0,3 Prozent. Unterdessen hat die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Februar nachgegeben, wie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. So sank die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,3 Prozent. Im Monat zuvor war sie nach revidierten Angaben um 1,2 Prozent gestiegen. Hierbei ging die Industrieproduktion um 0,4 Prozent zurück. Der Versicherungskonzern Allianz (-0,6 Prozent) hat im Rahmen des neuen Blue Danube-Programms eine Katastrophen-Anleihe im Gesamtvolumen von 240 Mio. US-Dollar platziert. Daneben baut der Telekommunikationskonzern Deutsche Telekom (-0,6 Prozent) sein Geschäftsfeld Gesundheit aus und beteiligt sich mit 49,9 Prozent am IT-Dienstleister HMM Deutschland GmbH. Über T-Venture war die Telekom bereits seit 2008 mit 18 Prozent an HMM beteiligt. Die Aktionäre von Daimler (-3,9 Prozent) haben bei der Hauptversammlung vom Vortag die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2011 von 2,20 (Vorjahr: 1,85) Euro je Aktie beschlossen. Der Modekonzern GERRY WEBER (+8,6 Prozent) teilte mit, dass sein Retail Umsatz im März 2012 eine Höhe von 26,3 Mio. Euro erreicht hat. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat von rund 51 Prozent. Indes will Kabel Deutschland (+ 0,3 Prozent) die Kosten für die Mitbenutzung von Kabelkanälen reduzieren und hat in diesem Zusammenhang Klage gegen die Deutsche Telekom eingereicht. Wie der Motorenhersteller DEUTZ (+ 2,3 Prozent) verkündete, wollen er und der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen und haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

     

    Börse&Märkte: Europa

    In Europa meldete am Montag das europäische Statistikamt Eurostat, dass sich die Arbeitsmarktsituation im Euroraum im Februar 2012 verschlechtert hat. Im Euroraum (ER17) erhöhte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 10,8 Prozent, nach 10,7 Prozent im Vormonat und 10,0 Prozent im Vorjahresmonat. Gleichzeitig belief sich die Arbeitslosenquote der gesamten Union (EU27) auf 10,2 Prozent, im Vergleich zu 10,1 Prozent im Januar 2012 und 9,5 Prozent im Februar 2011. Daneben hat sich das Geschäftsklima in Großbritannien im März 2012 weiter verbessert. So kletterte der Geschäftsklima-Index auf ein Neun-Monats-Hoch von 31 Punkten, nach 1 Punkt im Februar. Unterdessen hat sich der Immobilienmarkt in Großbritannien im März leicht erhitzt. So kletterte der britische Hometrack-Immobilienpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Hierbei handelt es sich um den ersten Anstieg seit Juni 2010. Davor war er im Februar unverändert geblieben. Wie bereits am Freitag bekannt gegeben wurde, hat die Europäische Kommission die geplante Übernahme der Fluggesellschaft British Midlands (bmi) durch die International Consolidated Airlines Group (IAG) (+2,9 Prozent) nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Nach Angaben der EU-Kommission ist die Entscheidung an die Bedingung geknüpft, dass 14 Paare täglicher Slots in London Heathrow freigegeben werden, um Marktzutritte zu erleichtern sowie an die Verpflichtung der IAG, Zubringerverkehr für konkurrierende Fluggesellschaften welche Langstreckenflüge von London Heathrow aus anbieten, zu leisten. Einem Pressebericht zufolge wird der Schweizer Medizintechnikkonzern Roche (+2,5 Prozent) sein Übernahmeangebot für Illumina nicht mehr aufstocken. Die Aktionäre des US-Konzerns können die Offerte noch bis zum 20. April 2012 annehmen. Schließlich musste der schweizerische Schokoladenhersteller Barry Callebaut (-3,5 Prozent) im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 einen Gewinnrückgang hinnehmen. Indes konnte die Verkaufsmenge um 6,7 Prozent zulegen. Der Umsatz konnte ebenfalls deutlich gesteigert werden.

     

    Am Dienstag teilte das EU-Statistikamt Eurostat mit, dass sich die Erzeugerpreise der europäischen Industrie im Februar 2012 erhöht haben. Binnen Monatsfrist zogen die Preise in der Eurozone um 0,6 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 0,8 Prozent an. Davor waren die Preise im Januar in den beiden Gebieten um 0,8 bzw. 0,6 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich kletterten die Industrie-Erzeugerpreise in der Eurozone um 3,6 Prozent und in der EU27 um 4,3 Prozent. Im Januar hatte die Jahresteuerungsrate bei 3,8 bzw. 4,3 Prozent gelegen. Wie aus dem Wirtschaftsausblick des ifo Instituts für die Eurozone hervorgeht, nimmt die Finanzmarktunsicherheit ab, jedoch schreitet die Erholung nur langsam voran. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone sank im vierten Quartal 2011 um 0,3 Prozent. Sowohl die Auslands- als auch die Inlandsnachfrage gingen zurück. Die Staatsschuldenkrise belastete die Realwirtschaft durch steigende Kreditzinsen, die zu einem Rückgang der Investitionen um 0,5 Prozent führten. Die privaten Konsumausgaben sanken aufgrund eines rückläufigen Verbrauchervertrauens und einer geringeren Kaufkraft um 0,5 Prozent. Die Abschwächung des internationalen Handels belastete zudem die Exporte. Auf der Unternehmensseite meldete der britische Halbleiterhersteller ARM Holdings (+0,6 Prozent), dass er mit der niederländischen Gemalto und der deutschen Giesecke & Devrient, beides führende Anbieter von Sicherheitslösungen für Behörden sowie für die Finanz- und Automobilbranche, ein Joint Venture gründen wird. Den Angaben zufolge soll das Gemeinschaftsunternehmen eine sichere und leicht zugängliche Umgebung für erweiterte Dienste auf der immer breiteren Palette von mobilen und vernetzten Geräten wie Tablet-PCs, Smart-TVs, Spielekonsolen und Smartphones bereitstellen. Alle drei Unternehmen werden das neue Joint Venture mit Personal, Patenten, Software, Kapital und technischen Anlagen ausstatten. ARM wird einen Anteil von 40 Prozent halten, Gemalto und Giesecke & Devrient übernehmen jeweils 30 Prozent. Mit einem Minus von 0,4 Prozent tendierten Roche. Der amerikanische Gentechnik-Spezialist Illumina gab am Vortag bekannt, dass er das zuletzt erhöhte Übernahmeangebot des schweizerischen Medizintechnikkonzerns zurückgewiesen hat. Demnach hat das Board of Directors nach sorgfältiger Prüfung entschieden, die Offerte in Höhe von 51,00 US-Dollar je Aktie in bar abzulehnen.

     

    Am Mittwoch beschloss der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau nicht anzutasten. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, verharrt damit bei 1,00 Prozent. Mit der Politik des billigen Geldes soll den angeschlagenen Eurostaaten die nötige Zeit verschafft werden, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel ist nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im Februar gesunken. Im Vormonatsvergleich fiel der saison- und arbeitstäglich bereinigte Absatz in der Eurozone um 0,1 Prozent und in der EU27 um 0,4 Prozent. Im Januar war der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten hingegen um 1,1 bzw. 0,9 Prozent geklettert. Binnen Jahresfrist schrumpfte der arbeitstäglich bereinigte Einzelhandelsabsatz in der Eurozone um 2,1 Prozent, nach einem Minus von 1,1 Prozent im Vormonat. In der gesamten Union (EU27) wurde 1,1 Prozent weniger verkauft wie im Februar 2011, während der Absatz im Januar 2012 um 0,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte. Die britische International Power (-0,2 Prozent) teilte mit, dass ihr Board die jüngste Offerte von GDF SUEZ (-2,4 Prozent) zurückgewiesen hat. Der französische Wettbewerber hatte vergangene Woche ein vorläufiges Angebot für die restlichen 30 Prozent der Anteile an dem britischen Energieversorger unterbreitet, die sich noch nicht in seinem Besitz befinden. Ein unabhängiger Ausschuss des Boards ist nach sorgfältiger Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass eine Offerte in Höhe von 390 Pence je Aktie den britischen Energieversorger unterbewerte. Der Schweizer Medizintechnikkonzern Roche (-1,2 Prozent) hat sich mit einem zweiten Schreiben direkt an die Aktionäre von Illumina gewandt, nachdem der amerikanische Gentechnik-Spezialist das zuletzt erhöhte Übernahmeangebot von Roche zurückgewiesen hatte. Dabei fordert das Unternehmen in dem Brief die Illumina-Aktionäre dazu auf, das modifizierte Kaufangebot anzunehmen und ihre Aktien anzudienen sowie auf der Illumina-Hauptversammlung am 18. April 2012 für die von Roche nominierten unabhängigen Verwaltungsräte zu stimmen.

     

    Am Donnerstag hat der Geldpolitische Rat der Britischen Notenbank im Rahmen seiner turnusmäßigen Sitzung das Leitzinsniveau mit 0,5 Prozent bestätigt. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit dieser Entscheidung gerechnet. Das Volumen des Anleiherückkaufprogramms wurde ebenfalls bei 325 Mrd. Britische Pfund (GBP) belassen. Die britische Telefongesellschaft BT Group (-0,3 Prozent) verlautbarte, dass BT Italia ihre gesamte Beteiligung in Höhe von 96,18 Prozent an der NGI S.p.A. an die Cometa S.p.A. und die Gruppo Elmec verkaufen wird. Der französische Pharmakonzern Sanofi (-0.9 Prozent) teilte mit, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA einen "Fast Track Status" für das Präparat Zaltrap zur Behandlung von metastasierendem Darmkrebs vergeben hat. Unterdessen hat das Medikament Zaltrap den Endpunkt einer klinischen Phase-III-Studie bei der Behandlung von metastasierendem Prostatakrebs verfehlt.

     

    Börse&Märkte: USA

    In den USA wurde am Montag bekannt, dass sich die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA im März 2012 verbessert haben. So hat sich der ISM-Index von 52,4 Punkten im Vormonat auf nun 53,4 Zähler erhöht. Volkswirte waren von einem Wert von 53,0 Punkten ausgegangen. Daneben sind die Bauausgaben in den USA im Februar 2012 gesunken. Demnach haben sich die Bauausgaben gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent reduziert, nach einem Minus von revidiert 0,8 (vorläufig: -0,1) Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat einen Zuwachs von 0,5 Prozent prognostiziert. Im Blick der Börsianer stand Illumina (-2,4 Prozent). Das Biotech-Unternehmen, das zurzeit Gegenstand eines feindlichen Übernahmeangebots des schweizerischen Medizintechnikkonzerns Roche ist, erwartet ein starkes Ergebnis im ersten Quartal. Indes hat der Kosmetikkonzern Avon (+17,2 Prozent) bestätigt, dass er ein unerwünschtes, nicht bindendes Übernahmeangebot erhalten und dieses zurückgewiesen hat. Das Angebot der Coty Inc. in Höhe von 23,25 US-Dollar je Avon-Aktie spiegle nicht den fundamentalen Wert von Avon wider und sei daher nicht im besten Interesse der Aktionäre. Im Wesentlichen sei das Angebot unverändert zu der Offerte, die Coty schon zwei Wochen zuvor unterbreitet hatte, hieß es. Schließlich ist einem Zeitungsbericht zu entnehmen, dass die Bank Goldman Sachs (+0,4 Prozent) offenbar über eine Private Equity-Sparte einen 3 Mrd. US-Dollar schweren Property Debt Fund ins Leben rufen will, um von dem Mangel an Immobilienfinanzierungsangeboten in Großbritannien und Europa zu profitieren. So prüft laut dem Bericht die Real Estate Principal Investment Area (REPIA) derzeit Optionen zur Gründung eines Fonds, der Immobilien-Investoren Senior- und Mezzanine-Kredite zur Verfügung stellt und sich auf risikoreichere Immobilienkredite spezialisiert, die jedoch höhere Renditen versprechen.

     

    Am Dienstag meldete das US-Handelsministerium, dass der Auftragseingang für Industriegüter im Februar 2012 angewachsen ist. Demnach kletterte der US-Auftragseingang für Industriegüter um 1,3 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 1,4 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Rückgang von revidiert 1,1 Prozent (vorläufig: -1,0 Prozent) ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um revidiert 2,4 (vorläufig: +2,2) Prozent über dem Vormonatsniveau, gegenüber einem Minus von 3,5 Prozent im Januar. Außerdem sieht die US-Notenbank Federal Reserve derzeit keine Notwendigkeit für weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen, so lange die US-Wirtschaft nicht an Fahrt verliert oder die Inflationsrate dauerhaft unter 2 Prozent fällt. Im Fokus stand u.a. Motorola Mobility (-0,3 Prozent). Der Mobiltelefonhersteller sieht sich zurzeit mit Prüfverfahren der Europäischen Kommission konfrontiert. Wie die Wettbewerbsbehörde der EU heute mitteilte, hat sie zwei förmliche Prüfverfahren gegen Motorola Mobility eingeleitet, um zu untersuchen, ob das Unternehmen gegen das EU-Kartellrecht verstoßen hat. Das Unternehmen könnte bestimmte grundlegende Patentrechte, die für die Anwendung von Industrienormen benötigt werden, missbräuchlich und unter Umgehung seiner Zusagen gegenüber Normungsorganisationen genutzt haben, um den Wettbewerb auf dem Binnenmarkt zu verfälschen. Ebenfalls im Blick der Investoren befindet sich Molson Coors (-5,4 Prozent). Der Bierkonzern meldete, dass er den europäischen Brauereikonzern StarBev für 2,65 Mrd. Euro von CVC Capital Partners übernehmen wird. StarBev mit Sitz in Amsterdam und Prag betreibt neun Brauereien in Zentral- und Osteuropa und erwirtschaftete in 2011 einen Umsatz von rund 700 Mio. Euro sowie ein EBITDA von 241 Mio. Euro. Nachrichten gab es zudem aus dem Automobilsektor. Branchenführer General Motors (-4,6 Prozent) konnte im März auf dem Heimatmarkt mit einem deutlichen Absatzplus aufwarten. Dabei wurden im Berichtsmonat insgesamt 231.052 Modelle abgesetzt, was einem Plus von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Nummer zwei in den USA, Ford Motor (+0,2 Prozent), konnte im März beim US-Absatz um 5 Prozent zulegen und verzeichnete damit den stärksten März-Absatz auf dem Heimatmarkt seit fünf Jahren.

     

    Am Mittwoch teilte der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP mit, dass sich die US-Beschäftigung im März 2012 erneut erhöht hat. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 209.000. Hierbei wuchs die Zahl um 45.000 im Produzierenden Gewerbe und um 164.000 im Dienstleistungsbereich. Für Februar war insgesamt ein revidierter Anstieg um 230.000 (vorläufig: 216.000) ermittelt worden. Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im März 2012 im Vergleich zum Vormonat schwächer entwickelt. Dies erklärte das Institute for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie. So schrumpfte der ISM-Service-Index auf 56,0 Zähler, nach 57,3 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 56,7 Punkte prognostiziert. Der Agrarkonzern Monsanto (-1,5 Prozent) gab bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal gestiegen ist, was mit einem starken Umsatzwachstum zusammenhängt. Die Erwartungen wurden klar geschlagen. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Indes hat der Internet-Medienkonzern Yahoo (+0,7 Prozent) den Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wolle man die Kostenbasis im Zuge der geplanten Restrukturierungen und Stellenkürzungen weiter optimieren und den Weg zu einem schlankeren, effizienteren und profitableren Unternehmen ebnen. Insgesamt erhofft sich der Internet-Portalbetreiber durch diesen Schritt jährliche Einsparungen in Höhe von rund 375 Mio. US-Dollar nach der vollständigen Umsetzung der Maßnahmenpakete.

     

    Am Donnerstag erklärte das US-Arbeitsministerium, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 31. März 2012 verbessert hat. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 6.000 auf 357.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 355.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 359.000 auf 363.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt schrumpfte um 4.250 auf 361.750 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Der Wein- und Spirituosenkonzern Constellation Brands (-12,8 Prozent) meldete, dass er im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste, was auf Sonderbelastungen und gesunkene Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch übertroffen. Dagegen wurde ein schwacher Jahresausblick gegeben. Zudem wurde ein Aktienrückkauf im Volumen von 1 Mrd. US-Dollar angekündigt. Indes konnte Target (1,2 Prozent), der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, im März 2012 einen klaren Zuwachs bei den vergleichbaren Umsätzen ausweisen. Zudem wurde die Ergebnisprognose für das erste Quartal angehoben. Schließlich gibt es noch Nachrichten von der Akquisitionsfront. Der Logistikkonzern FedEx (-0,2 Prozent) hat demnach seine Marktposition im internationalen Geschäft durch eine Akquisition verstärkt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des polnischen Kurierdienstes Opek Sp.z o.o. geschlossen. Durch diesen Schritt will FedEx seine Stellung in Europa weiter ausbauen. Opek generiert mit seinem Logistiknetzwerk jährliche Umsatzerlöse von 70 Mio. US-Dollar und liefert jährlich rund 12,5 Millionen Sendungen aus. Zudem meldete der PC-Hersteller Dell (+0,4 Prozent) eine weitere Übernahme. So wurde eine Vereinbarung zum Kauf der nicht börsennotierten Make Technologies geschlossen. Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen Anbieter von Softwarelösungen zur Verbesserung und Optimierung bestehender Software-Applikationen speziell im Unternehmenskundenbereich.

     

    Börse&Märkte: Asien

    In Asien meldete am Montag die Bank of Japan (BoJ) ihren vierteljährigen Tankan-Konjunkturbericht für das erste Quartal 2012. Demnach ist das Geschäftsklima in den großen japanischen Industrie-Unternehmen unverändert schlecht. So verharrte der Diffusions-Index, der die Lagebeurteilung der Großunternehmen im Verarbeitenden Gewerbe zeigt, bei -4 Zählern, nach einem Stand von ebenfalls -4 Zählern im Schlussquartal 2011. Auf die Stimmung drücken dabei der hohe Ölpreis, der starke Yen sowie das schwächere Wirtschaftswachstum in Asien. Unterdessen ist der Absatz japanischer Automobilkonzerne im März erneut deutlich angewachsen, wie der japanische Verband der Kfz-Händler (Japan Automobile Dealers Association - JADA) mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der gesamte Kfz-Absatz, gemessen an der Zahl der Neuzulassungen, um 78,2 Prozent auf 497.959 Fahrzeuge. Hierbei handelt es sich um die höchste Zahl seit März 2006. Im Februar 2012 war ein Plus von 31,9 Prozent ermittelt worden. Bei Pkw lag die Verkaufszahl derweil mit 208.783 Einheiten um 88,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Ferner ist der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes in China im März besser ausgefallen als erwartet. Unterdessen blieb der von HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern.

     

    Am Dienstag gab der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics (+2,8 Prozent) bekannt, dass sein Board of Directors die Genehmigung für eine umfassende Investition in China erteilt hat. Den Angaben zufolge wird der Konzern demnach im Reich der Mitte ein Unternehmen zur Herstellung von Speicherchips gründen. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich dabei auf 2,3 Mrd. US-Dollar und ist Teil eines mehrjährigen Investitionsprogramms über 7 Mrd. US-Dollar. Indes hat sich die thailändische Inflationsrate im März 2012 überraschend erhöht, wie das Handelsministerium mitteilte. So stiegen die Verbraucherpreise um 3,45 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einer Preissteigerung von 3,35 Prozent im Februar. Damit hat sich die Inflation erstmals in den letzten fünf Monaten beschleunigt. Volkswirte hatten mit einer Jahresteuerung von 3,2 Prozent gerechnet.

     

    Am Mittwoch gab der weltweit zweitgrößte Unterhaltungselektronik-Konzern Sony (-2,9 Prozent) bekannt, dass er Kunimasa Suzuki mit Wirkung zum 16. Mai 2012 zum President und CEO of Sony Mobile Communications (ehemals Sony Ericsson) bestellt hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, tritt der derzeitige President und CEO der Sparte, Bert Nordberg, von seinen Ämtern zurück und wird künftig als Chairman des Boards von Sony Mobile Communications fungieren.

     

    Am Donnerstag wurde bekannt, dass sich der Anstieg der taiwanesischen Verbraucherpreise im März 2012 nach Angaben der Statistikbehörde mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt hat. So belief sich die Jahresteuerungsrate auf 1,21 Prozent, nach nur 0,25 Prozent im Vormonat. Volkswirte waren von einer Preissteigerung um 1,32 Prozent ausgegangen. Im Vormonatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,08 Prozent.

     

    Börse&Märkte: Termine

    In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Alcoa, Talbots, Gerresheimer, Rite Aid, Roche, Bauer, JPMorgan und Wells Fargo an.

     

    Börse&Märkte: Konjunktur

    Auf der Konjunkturseite werden nächste Woche in Deutschland der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe (Februar), der Außenhandel (Februar), die Großhandelspreise (März), die Verbraucherpreise (März) und die Insolvenzen (Januar) gemeldet. Ansonsten stehen die chinesischen Verbraucherpreise, das BoJ-Sitzungsergebnis, die US-Lagerbestände und -Umsätze im Großhandel, der japanische Auftragseingang im Maschinenbau, der BoJ-Monatsbericht, die US Ein- und Ausfuhrpreise, der US-Staatshaushalt, das Beige Book, der EZB-Monatsbericht, die EU-Industrieproduktion, der US-Erzeugerpreisindex, die wöchentlichen US-Erstanträge Arbeitslosenhilfe, die US-Handelsbilanz, das chinesische BIP, die chinesische Industrieproduktion, die US-Verbraucherpreise und die US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan zur Veröffentlichung an.

     

    Börse&Märkte: Indizes

    Indexstände (5.04.2012, 18.15 Uhr): DAX: 6.775,26 TecDAX: 781,62 Dow Jones STOXX 50: 2.427,76 Nikkei 225: 9.967,61 Dow Jones: 13.067,34 Nasdaq Composite: 3.076,11 (05.04.2012/ac/n/m)



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    Kommentare

    Ray123
    06.04.12, 15:51
    Erst mal besser Deutsch lernen und schreiben:

    Quiz: Wieviel Fehler sind in nur diesnm zwei Sätzen?

    Der DAX verlor im Wochenvergleich rund 2,5 Prozent, der Dow Jones STOXX 50 ca. 2,7 Prozent aufweist. Der Nikkei-Index beschloss die Woche mit einem Minus von rund 3,1 Prozent.

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