Falls der Euro schwächelt... Norwegische Kronen-Anleihe mit 4% Zinsen und Kursfantasie

    Gastautor: Walter Kozubek
     |  10.05.2012, 08:17  |  2101  |  0
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    Kapitalgarantie bezieht sich auf den Nominalwert in NOK

    Die Norwegische Krone gilt aufgrund der Abhängigkeit der norwegischen Volkswirtschaft vom Rohöl und dessen Preisentwicklung als Rohstoffwährung. Für Investoren, die eine alternative Anlagewährung zu Euro und US-Dollar, aber auch den Niedrigzinswährungen wie Schweizer Franken und Japanischem Yen suchen, ist sie – ebenso wie Kanadischer und Australischer Dollar, Südafrikanischer Rand und Brasilianischer Real – in den Fokus des Interesses gerückt. Innerhalb der letzten zehn Jahre war die Norwegische Krone gegenüber dem Euro niemals mehr wert als im Januar 2003: Lediglich 7,2 Kronen waren für einen Euro zu entrichten. Der Euro dagegen bewies Stärke im Dezember 2008 bei Preisen von 10 Kronen. Auf aktuellem Handelsniveau von 7,55 Kronen pro Euro notiert die Krone somit in der Nähe ihrer historischen Höchststände. Inwiefern weiteres Aufwertungspotential besteht, scheint nicht nur eine Frage von Kronen-Stärke, sondern auch von weiterer Euro-Schwäche zu sein.

    Festkupon von 4 Prozent pro Jahr

    Die Norwegische Kronen Anleihe der RBS (ISIN: DE000AA4QZU0, Zeichnung bis 15.05.12) wird mit einer Mindeststückelung von 10.000 Norwegischen Kronen emittiert. Inklusive des Ausgabeaufschlages in Höhe von 1,5 Prozent sind dafür 10.150 Kronen, entsprechend 1.344,37 Euro aufzuwenden (ohne Transaktionskosten). Jährlich nachträglich, erstmals am 18.05.13, erfolgt eine Kuponzahlung in Höhe von 4 Prozent, d.h. 400 Norwegischen Kronen. Deren Euro-Gegenwert ist von zukünftigen Wechselkursen abhängig. Investoren, die keinen automatischen Umtausch der Kronenkupons in Euro durch ihre Depotbank, sondern die Flexibilität der freien Wahl des Umtauschtermins behalten möchten, sollten die Einrichtung eines Fremdwährungskontos erwägen. Dies ist die einzige Möglichkeit, eine eventuelle Kronenschwäche „auszusitzen“, ohne Verluste realisieren zu müssen.

    Das Wechselkursrisiko betrifft insbesondere die Tilgung: Bei einer Befestigung der Krone ‑ etwa auf 7 Kronen je Euro ‑ winkt mit einem Rückzahlungsbetrag von 1.428,57 Euro ein Kursgewinn gegenüber dem Kaufbetrag. Bei einer Abwertung dagegen ‑ etwa auf 8 Kronen ‑ drohen Kursverluste, denn die Tilgung fällt mit 1.250 Euro niedriger aus als der gezahlte Einstandspreis. Während der Laufzeit sind noch zwei weitere Parameter für den Anlageerfolg entscheidend: Zum einen wirken sich Zinserhöhungen in der Krone negativ, Zinssenkungen positiv aus. Zum anderen hat eine Verbesserung der Bonität der Emittentin – derzeit durch S&P mit A - und Moody’s mit A3 bewertet – eine positive, eine Verschlechterung dagegen eine negative Auswirkung auf den Anleihepreis.

    ZertifikateReport-Fazit: Investoren müssen von einer Kronen-Aufwertung, zumindest aber stabilen Preisen gegenüber dem Euro ausgehen. Sollte die norwegische Zentralbank eines Tages aus einer stark positiven Konjunkturentwicklung Inflationsgefahren ablesen, so beschränken die zu erwartenden Zinserhöhungen zumindest temporär die Kursgewinne aus der Währungsrelation.

    Autor: Thorsten Welgen


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    Falls der Euro schwächelt... Norwegische Kronen-Anleihe mit 4% Zinsen und Kursfantasie

    Die Norwegische Krone gilt aufgrund der Abhängigkeit der norwegischen Volkswirtschaft vom Rohöl und dessen Preisentwicklung als Rohstoffwährung. Für Investoren, die eine alternative Anlagewährung zu Euro und US-Dollar, aber auch den Niedrigzinswährungen wie Schweizer Franken und Japanischem Yen suchen, ist sie – ebenso wie Kanadischer und Australischer Dollar, Südafrikanischer Rand und Brasilianischer Real – in den Fokus des Interesses gerückt. Innerhalb der letzten zehn Jahre war die Norwegische Krone gegenüber dem Euro niemals mehr wert als im Januar 2003: Lediglich 7,2 Kronen waren für einen Euro zu entrichten. Der Euro dagegen bewies Stärke im Dezember 2008 bei Preisen von 10 Kronen. Auf aktuellem Handelsniveau von 7,55 Kronen pro Euro notiert die Krone somit in der Nähe ihrer historischen Höchststände. Inwiefern weiteres Aufwertungspotential besteht, scheint nicht nur eine Frage von Kronen-Stärke, sondern auch von weiterer Euro-Schwäche zu sein.

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    Walter Kozubek ist Herausgeber des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich. Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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