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    Marktbericht Edelmetalle Gold knapp behauptet, Weißmetalle fester

    Nachrichtenquelle: EMFIS
     |  18.04.2012, 09:33  |  236 Aufrufe  |   | 
    New York 18.04.2012 (www.emfis.com) Während sich der Goldpreis im Verlauf des Dienstagshandels an der Wall Street lediglich knapp behaupten konnte, verbuchten die Weißmetalle Kursgewinne, auch wenn diese unterm Strich gesehen nicht allzu üppig ausfielen.

    In den ersten Handelsstunden in Übersee fiel der Goldpreis zunächst wie der sprichwörtliche Stein von gut 1.655 auf 1.635 Dollar und damit erkennbar unter den vielleicht alles entscheidenden Support bei 1.650 Dollar. Dann jedoch erholte sich das Metall der Könige genauso schnell, wie es zuvor unter die Räder geraten war und schloss schließlich bei exakt auf der Unterstützung bei 1.650 Dollar. Gegenüber dem Vortageschlusskurs bedeutete das ein Minus von moderaten 2,90 Dollar oder 0,17 Prozent. Silber verteuerte sich um 18 Cents (0,57 Prozent) auf 31,71 Dollar. Die Platin-Notierungen zogen acht Dollar bzw. 0,51 Prozent auf 1.579 Dollar an. Der Überflieger unter den edlen Metallen war einmal mehr Palladium, das zwölf Dollar (1,85 Prozent) auf 661 Dollar anzog. Die insgesamt durchaus erfreuliche Performance der konjunktursensitiven Weißmetalle dürfte dabei vor allem den haussierenden amerikanischen Aktienmärkten geschuldet gewesen sein, die trotz mäßiger Konjunkturdaten förmlich in die Höhe schossen.

    IMF warnt vor Deflation in Eurozone


    Aber was verursachte eigentlich den zwischenzeitlichen Kurssturz bei Gold, von dem auch die übrigen Edelmetalle – wenn auch nicht in dem Ausmaß – betroffen waren? Verantwortlich dafür war der International Monetary Fund, der in Europa die Gefahr eine mindestens vorübergehende Deflation ausgemacht hat, wenn die EZB ihre Geldpolitik nicht lockert, um den Bankensektor zu stützen. Diese Äußerung führte dazu, dass der Greenback gegen den Euro rund einen halben Cent aufwerte und sorgte auf diese Weise für Verkaufsdruck bei den Edelmetallen im Allgemeinen und bei Gold im Speziellen.

    Spanien bleibt Sorgenkind


    Zudem lasteten auf der Gemeinschaftswährungen neuerliche Sorgen in Bezug auf die spanische Schulden-Situation. Zwar war es dem Land gelungen, kurz laufende Anleihen zu platzieren. Allerdings mussten die Spanier dafür höhere Zinsen bieten als gedacht oder gehofft. Auch wenn Spanien weitere Sparanstrengungen angekündigt hat, muss man latente Zweifel an einer ausreichenden Umsetzung haben. Von daher kann zumindest nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass Spanien demnächst einen Platz unter den Rettungsschirmen benötigt. Kommt es dazu, würde das den Euro im Vergleich zum Dollar belasteten, was für Gold & Co. keine sonderlich bullischen Rahmenbedingungen wären.  

    Derzeit fehlt es den Edelmetallen erkennbar an Aufwärtsdynamik. Dies belegt die gestrige Under-Performance im Vergleich zu den Aktienmärkten einmal mehr eindrucksvoll. Und da die konjunkturelle Kuh weder in Europa noch in den übrigen Regionen der Welt bereits vom Eis ist, sind fallende Edelmetall-Notierungen kurz- bis mittelfristig etwas wahrscheinlicher als steigende Kurse.


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