Macht des Internet Altbundeskanzler Schmidt nennt Internet „bedrohlich“
Altbundeskanzler Helmut Schmidt (93) äußert sich im aktuellen „ZEITmagazin“ zu Fragen und der Piratenpartei. „Erstens: Das Internet“, so Schmidt, „gehört kaum zu meiner Welt. Zweitens: Ich empfinde es als bedrohlich. Und drittens: Es hat Zukunft.“ Es führe allerdings unbestreitbar auch zu positiven Veränderungen. „Das Negative besteht meiner Meinung nach darin, dass das Internet zu Oberflächlichkeit verleitet, zu spontanen Reaktionen, hinter denen kein langes Nachdenken steckt“, so Schmidt im Gespräch mit Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.
Die Facebook-Seite „Helmut Schmidt“ habe er sich noch nicht zeigen lassen. Auch habe er kein Handy. „Ich telefoniere überhaupt nur noch selten. Wahrscheinlich habe ich das auch früher nie wirklich gern getan. Ich habe immer die Schriftform bevorzugt, und zwar die briefliche Schriftform.“
Zu der Tatsache, dass die SPD neben den Grünen und den Linken nun mit den Piraten noch einen dritten Konkurrenten bekommen hat, sagte Schmidt: „Das ist eine Folge der Tatsache, dass die Mehrheit der Sozialdemokraten zu lange auf die Sozialpolitik gesetzt hat.“ Auf die Frage hin, welchen Themen sich die SPD heute öffnen sollte, antwortete der Altkanzler: „Der entscheidende Punkt ist, dass sie sich überhaupt öffnet, und zwar für alle Themen.“
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