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    Börse&Märkte Wochenrückblick KW 16

    Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
     |  20.04.2012, 17:55  |  3088 Aufrufe  |   | 

    Paris (www.aktiencheck.de) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes mehrheitlich stärker entwickelt. So zog der DAX im Wochenvergleich um knapp 2,5 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 eine Zunahme von 2,4 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index fiel daneben im Wochenvergleich um 0,80 Prozent. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 1,2 Prozent zu Buche.

     

    Börse&Märkte: Deutschland

    Die deutschen Aktien legten am Montag mehrheitlich zu. Dabei profitierten die Märkte von guten US-Einzelhandelsdaten. Der DAX gewann 0,62 Prozent auf 6.625,19 Punkte. Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab wiesen die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten im Februar 2012 einen Beschäftigungszuwachs aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 168.300 Personen bzw. 3,4 Prozent auf knapp 5,2 Millionen per Ende Februar. Damit setzte sich die seit Januar 2011 anhaltende Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort. Im DAX führte RWE (+2,4 Prozent) die Liste an. Die zum Energieversorger gehörende Tochter RWE Dea hat ein weiteres Erdölvorkommen entdeckt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, habe man im Lizenzgebiet PL 418 in der norwegischen Nordsee einen bedeutenden Ölfund gemacht. Bei der Hauptversammlung des Konsumgüterherstellers Henkel (+1,8 Prozent) hat der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted am Montag die Ziele für 2012 bekräftigt: "Für 2012 rechnen wir mit einem organischen Wachstum von 3 bis 5 Prozent und gehen davon aus, dass wir die bereinigte Umsatzrendite auf 14 Prozent und das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie um mindestens 10 Prozent steigern werden." Schließlich verkauft der Pharmakonzern Bayer (+0,9 Prozent) seine weltweiten Rechte an den PET-Tracersubstanzen an die indische Piramal Healthcare. Konzernangaben vom Montag zufolge dienen die radioaktiven Substanzen der Positronen-Emissionstomographie (PET) und damit der Früherkennung von Krankheiten. Die Deutsche Börse (+0,8 Prozent) sieht sich auch ohne Partner gut aufgestellt und zeigt sich zuversichtlich, im Wettbewerb bestehen und Wachstum generieren zu können. Der Nutzfahrzeughersteller MAN (+1,2 Prozent) baut sein Angebot auf dem lateinamerikanischen Markt weiter aus. Mit der Einführung der schweren Lkw-Baureihe TGX werden nun erstmals Lkw der Marke MAN in Brasilien hergestellt und in Süd- und Mittelamerika verkauft. Weiteren Angaben zufolge will der Versicherungskonzern Allianz (+0,2 Prozent) den Umsatz mit Industriekunden in Schwellenländern in kurzer Zeit mehr als verdreifachen. Weit abgeschlagen schlossen Commerzbank als größter Tagesverlierer mit -3,6 Prozent.

     

    Am Dienstag konnten die deutschen Börsen mit deutlichen Gewinnen schließen. Dabei wurden die Kurse von einem weiteren Anstieg des ZEW-Konjunkturindex angetrieben. Der DAX gewann gestern 2,65 Prozent auf 6.801,00 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im April 2012 leicht verbessert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 1,1 Punkte gestiegen und liegen nun bei 23,4 Punkten. Der Indikator ist somit zum fünften Mal in Folge gestiegen. Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel meldete für März 2012 einen Rückgang bei den Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU27). So verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 7,0 Prozent auf 1.453.407 Einheiten. Für Deutschland, den größten Automobilmarkt in Europa, wurde im Berichtsmonat eine Zunahme um 3,4 Prozent auf 339.123 Neuzulassungen gemeldet. Die stärksten Tagesgewinne waren im DAX bei der Aktie der Commerzbank (+5,8 Prozent) auszumachen. Die zum Energieversorger RWE (+2,5 Prozent) gehörende Tochter RWE Dea startet im Rahmen der Exploration eine Seismik-Kampagne vor der turkmenischen Küste im Kaspischen Meer. Eine anschließende Explorationsbohrung ist für das Jahr 2013 geplant. Der Pharmakonzern Bayer (+3,8 Prozent) hat positive Studienergebnisse für den Gerinnungshemmer Xarelto (Rixovaban) veröffentlicht. Wie aus der Pressemitteilung von Bayer hervorgeht, schützt das Präparat auch unter Alltagsbedingungen wirksam und sicher vor Blutgerinnseln. Der Nutzfahrzeughersteller MAN (+1,2 Prozent) hat einen weiteren Großauftrag erhalten. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat das türkische Verkehrsunternehmen EGO-Ankara MAN mit der Lieferung von 250 Bussen vom Typ MAN Lion's City G mit CNG-Antrieb (Compressed Natural Gas) beauftragt. Ferner wird der Industriekonzern Siemens (+1,7 Prozent) einem Medienbericht zufolge möglicherweise angesichts großer Probleme im Bereich Offshore-Windparks die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten korrigieren. Der Autobauer BMW (+1,9 Prozent) muss wegen eines möglichen Defekts an der Kühlwasserpumpe weltweit 9.200 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Dabei handle es sich um BMW-Fahrzeuge der Typen 5er, 6er, 7er, X5 und X6 sowie Mini Cooper S und Mini John Cooper Works, die im März und April 2011 gebaut wurden. Henkel gewannen an zweitletzter Stelle 0,1 Prozent. Der Konsumgüterkonzern will einem Medienbericht zufolge allen seinen 47.000 Mitarbeitern weltweit eine Sonderprämie bezahlen, wenn dieses Jahr die angepeilte operative Gewinnmarge von 14 Prozent erreicht wird. Dies berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Firmenkreisen. K+S schlossen als einziger DAX-Wert im Minus (-0,2 Prozent).

     

    Am Mittwoch haben die deutschen Aktien mit handfesten Verlusten geschlossen. Der DAX verlor 1,01 Prozent auf 6.732,03 Punkte. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp (+3,0 Prozent) erhält einem Pressebericht zufolge weitere personelle Verstärkung aus dem Hause des Industriekonzerns Siemens. Wie das "manager magazin" (Vorabveröffentlichung) berichtet, wechselt Andreas Schierenbeck, bislang für die Siemens-Gebäudetechnik in den USA tätig, mit Wirkung zum 1. Juni zu ThyssenKrupp. Schierenbeck soll sich bei ThyssenKrupp laut dem Bericht um das Aufzugsgeschäft kümmern. Siemens verloren an letzter Stelle 2,5 Prozent. Zudem will der Software-Konzern SAP (+0,3 Prozent) einem Medienbericht zufolge die Marktführerschaft im Cloud-Computing erlangen und plant in diesem Zusammenhang weitere Übernahmen. Der Technologiekonzern Linde (-0,8 Prozent) hat von den zuständigen EU-Wettbewerbsbehörden grünes Licht für die Übernahme des kontinental-europäischen Homecare-Geschäfts des Gaseunternehmens Air Products & Chemicals erhalten. Schließlich will der Chemiekonzern BASF (-1,3 Prozent) seine Produktionskapazitäten für Ammoniumcarbonate am Standort in Ludwigshafen erweitern.

     

    Den Donnerstaghandel beendeten die wichtigsten deutschen Aktienindizes im Minus. Nach einem freundlichen Start belasteten am Nachmittag unter anderem schwache Konjunkturdaten aus den USA. Die Nervosität an den Märkten blieb hoch. Der DAX verlor zuletzt 0,90 Prozent auf 6.671,22 Punkte. Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr 2012 ein moderates Wachstum verzeichnen. In ihrem Frühjahrsgutachten gehen die führenden deutschen Wirtschafts-Forschungsinstitute von einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent aus. Dies sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Herbst von den Instituten in der Gemeinschaftsdiagnose prognostiziert. Im kommenden Jahr 2013 wird das Bruttoinlandsprodukt dann wohl um 2,0 Prozent zunehmen. Von den einzelwerten wurde bekannt, dass AUDI, eine Tochtergesellschaft des Automobilkonzerns Volkswagen, den Hersteller von Sportmotorrädern Ducati Motor Holding S.p.A. übernehmen wird. Ferner will AUDI ein neues Werk in Mexiko errichten. So wird AUDI ab 2016 in einem eigenen Werk in Mexiko ein SUV-Modell produzieren. Über den konkreten Standort des neuen Werks soll noch in diesem Jahr entschieden werden. Des Weiteren hat Volkswagen im Rahmen seiner gestrigen Hauptversammlung die Ziele für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Die Aktie fuhr daraufhin mit einem Abschlag von 3,4 Prozent auf dem letzten Platz im DAX hinterher. Daimler gaben daneben um 2,8 Prozent nach. Die Tochter Daimler India Commercial Vehicles Pvt. Ltd. (DICV) ihr neues Produktionswerk in Oragadam-Chennai fertiggestellt. Ferner will das Emirat Abu Dhabi einem Medienbericht zufolge seine Beteiligung am Autobauer aufgeben. Der Versicherungskonzern Allianz (-0,8 Prozent) löst weiteren Angaben zufolge eine nachrangige Schuldverschreibung mit einem Nennbetrag von 2 Mrd. Euro vorzeitig ab.

     

    Wie am Freitag bekannt wurde hat sich das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im April weiterhin leicht verbessert. So erhöhte sich der Index auf 109,9 Punkte, nach 109,8 Punkten im Vormonat und 114,0 Punkten im April 2011. Damit hat sich das ifo-Geschäftsklima zum sechsten Mal nacheinander verbessert. Unterdessen blieb der ifo Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands im April unverändert. So verharrte der Index bei 22,4 Punkten, nach 22,4 Punkten im Vormonat und 28,9 Punkten im April 2011. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind derweil im März nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit leicht beschleunigtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 3,3 Prozent. Im Februar 2012 hatte die Jahresveränderungsrate bei 3,2 Prozent und im März 2011 sogar bei 6,2 Prozent gelegen. Unterdessen ist das deutsche Steueraufkommen im März nach Angaben des Bundesfinanzministeriums gestiegen. So lagen die Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) mit 48,87 Mrd. Euro um 7,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Bei den Unternehmen geht Merck für das laufende Fiskaljahr trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen von einer leichten Verbesserung beim Umsatz und beim bereinigten operativen Ergebnis aus. Um die Profitabilität und die Effizienz weiter zu verbessern, wurde außerdem ein Maßnahmenpaket angekündigt, das auch den Abbau von Mitarbeitern mit einschließt. Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat im ersten Quartal nach vorläufigen Berechnungen einen operativen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. So erwirtschaftete man in den ersten drei Monaten des laufenden Fiskaljahres nach vorläufigen Berechnungen einen operativen Gewinn von rund 250 Mio. Euro. Dabei resultiert der Rückgang von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert den Angaben zufolge aus dem starken Wettbewerb in einigen Märkten. Der Auftragseingang der gesamten MAN-Gruppe lag im ersten Quartal in etwa auf Vorjahresniveau. Bei den Umsatzerlösen habe man nach vorläufigen Berechnungen sogar eine leichte Steigerung verzeichnet. Dabei wurden, wie im Vorjahr, ca. 35 000 Nutzfahrzeuge abgesetzt. Für das laufende Fiskaljahr wurden die Ziele bestätigt.

     

    Börse&Märkte: USA

    Die US-Leitbörsen haben sich zum Auftakt der neuen Handelswoche uneinheitlich präsentiert. Während Standardwerte von besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen der US-Großbank Citigroup und robusten Einzelhandelsumsätzen profitieren, standen Technologiewerte unter Druck. Der Dow Jones legte um 0,56 Prozent auf 12.921,41 Punkte zu. Die veröffentlichten Konjunkturdaten lagen mehrheitlich unter den Erwartungen. So ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für April 2012 eine Verschlechterung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. Der Empire State Manufacturing Index verringerte sich auf +6,56 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von +17,5 Zählern gerechnet hatten. Für den Vormonat war ein Wert von +20,21 Punkten ermittelt worden. Daneben sind die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen im Februar 2012 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Wie das US-Handelsministerium in Washington bekanntgab, kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten zuvor einen Zuwachs von 0,5 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,8 (vorläufig: 0,7) Prozent ermittelt worden. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im April 2012 gesunken. Demnach lag der NAHB-Index mit 25 Punkten unter dem im Vormonat ermittelten Wert von 28 Zählern. Marktbeobachter hatten hingegen zuvor einen Anstieg auf 29 Punkte erwartet. Deutlich besser als erwartet entwickelte sich dagegen der Einzelhandelsumsatz in den USA im Monat März 2012. Auf Monatssicht stiegen die Umsatzerlöse um 0,8 Prozent, während sie im Februar um 1,0 Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich einen Zuwachs von 0,3 Prozent prognostiziert. Im Blickpunkt standen die Anteilsscheine der US-Bank Citigroup (+1,8 Prozent). Zwar musste die Großbank im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen indessen übertroffen. So sank der Nettogewinn um 2 Prozent von 3,00 Mrd. US-Dollar auf nun 2,93 Mrd. US-Dollar bzw. 0,95 US-Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 1,11 (Vorjahr: 1,00) US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld nur von einem Gewinn von 1,00 US-Dollar pro Aktie ausgegangen. Die M&T Bank (+1,4 Prozent) präsentierte am Montag ebenfalls Zahlen für das erste Quartal. Dabei konnte der Finanzkonzern trotz eines leichten Gewinnrückgangs ebenfalls die Analystenschätzungen übertreffen. Massiv unter Druck standen indessen Anteilsscheine des US-Spielzeugherstellers Mattel (-9,1 Prozent). Angesichts rückläufiger Umsatzerlöse konnte der führende US-Spielzeughersteller im ersten Quartal nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Auch die Analystenerwartungen konnten dabei nicht erfüllt werden. Wesentlichen Anteil daran hatten schwächere Umsatzerlöse in Nordamerika. Wie zudem bekannt wurde wird der Amerikaner Jim Yong Kim zur Jahresmitte neuer Präsident der Weltbank. Wie die internationale Organisation am Montag in Washington mitteilte, tritt der 52-Jährige Mediziner ab dem 1. Juli seine fünfjährige Amtszeit an und folgt damit auf Robert Zoellick, der den Posten in den letzten fünf Jahren innehatte.

     

    Die Wall Street konnte dann am Dienstag trotz durchwachsener US-Konjunkturdaten zum US-Immobilienmarkt mit kräftigen Zugewinnen aufwarten. Dabei sorgten starke Geschäftszahlen bei einigen Schwergewichten bei vielen Anlegern für gute Stimmung. Der Dow Jones legte am Ende 1,50 Prozent auf 13.115,39 Zähler zu. Im Vorfeld wurden gemischte Konjunkturdaten vom US-Immobilienmarkt gemeldet: Zum einen kletterten die US-Baugenehmigungen in den USA im März auf 0,747 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,715 (vorläufig: 0,717) Millionen um 4,5 Prozent und der entsprechende Vorjahresstand von 0,574 Millionen um 30,1 Prozent übertroffen. Volkswirte hatten hingegen eine Zahl von 0,710 Millionen Genehmigungen geschätzt. Enttäuschend entwickelten sich allerdings die Daten für die US-Wohnbaubeginne: Diese wiesen für den Monat März einen Rückgang aus. So belief sich die Zahl auf 0,654 Millionen Baubeginne. Damit wurde das Vormonatsniveau von revidiert 0,694 (vorläufig: 0,698) Millionen um 5,8 Prozent unterschritten. Der entsprechende Vorjahreswert von 0,593 Millionen wurde jedoch um 10,3 Prozent übertroffen. Volkswirte waren von einer Zahl von 0,700 Millionen Baubeginnen ausgegangen. Auch die Daten zur Entwicklung der US-Industrieproduktion fielen schwächer als erwartet aus: So blieb die US-Industrieproduktion im März erneut unverändert. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger unverändert auf seinem Vormonatsniveau, während er im Februar schon stabil geblieben war. Volkswirte hatten ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. Zudem schrumpfte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie leicht auf 78,6 Prozent, während die Prognose auf 78,5 Prozent gelautet hatte. Im Vormonat hatte die Auslastung bei revidiert 78,7 (vorläufig: 78,4) Prozent gestanden. Im Fokus standen vor allem Anteilsscheine der US-Großbank Goldman Sachs (-0,8 Prozent). Wie der Finanzkonzern vor Börseneröffnung verkündete, konnte man im ersten Quartal beim Gewinn deutlich zulegen und dabei die Analystenschätzungen übertreffen. Beim Nettogewinn verzeichnete er einen deutlichen Anstieg auf 2,07 Mrd. US-Dollar bzw. 3,92 US-Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 908 Mio. US-Dollar bzw. 1,56 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Mit zu der deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen haben auch rückläufige operative Kosten, so der Konzern weiter. Überwiegend positiv aufgenommen wurden die übrigen Quartalsausweise aus dem Finanzsektor. So konnte die U.S. Bancorp (+1,2 Prozent) im ersten Quartal mit einem höheren Gewinn aufwarten und dabei die Analystenschätzungen schlagen. Zugewinne im Bereich von 1,6 Prozent waren daneben bei Northern Trust auszumachen, nachdem der Finanzkonzern dank einer verschärften Kostenkontrolle und eines verbesserten Aktienmarktes einen Anstieg beim Nettogewinn ausweisen konnte. Der US-Finanzdienstleister State Street (+2 Prozent) musste angesichts höherer Ausgaben und leicht rückläufiger Gebühreneinnahmen einen leichten Gewinnrückgang im ersten Quartal hinnehmen. Für positive Impulse sorgt auch das Zahlenwerk des Erfrischungsgetränkeherstellers Coca-Cola (+2,1 Prozent). So konnte der Marktführer im Bereich Softdrinks im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessern und dabei die Analystenerwartungen übertreffen. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 2,05 Mrd. US-Dollar bzw. 89 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 1,90 Mrd. US-Dollar bzw. 82 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag mit 11,14 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 10,52 Mrd. US-Dollar. Unter anderem habe man von im ersten Quartal in allen Kernabsatzmärkten sowohl beim Umsatz als auch beim Produktabsatz zulegen können, erklärte der Konzern. Daneben habe man auch von erfolgreich umgesetzten Preisanpassungen profitieren können. Am Dienstagabend nach US-Börsenschluss hat der US-Technologiekonzern IBM durchwachsene Geschäftszahlen für das erste Quartal präsentiert. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 3,07 Mrd. US-Dollar bzw. 2,61 US-Dollar je Aktie, nach 2,86 Mrd. US-Dollar bzw. 2,34 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Chip-Hersteller Intel konnte im ersten Quartal trotz eines Gewinnrückgangs die Analystenschätzungen auf bereinigter Basis übertreffen. Den Angaben zufolge sank der Nettogewinn auf 2,74 Mrd. US-Dollar bzw. 53 Cents je Aktie, nach 3,16 Mrd. US-Dollar bzw. 56 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Beim Internetkonzern Yahoo! belief sich das Nettoergebnis auf 286 Mio. US-Dollar bzw. 23 Cents je Aktie, nach 223 Mio. US-Dollar bzw. 17 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum.

     

    Am Mittwoch beendeten die US-Leitindizes den Handel im negativen Bereich. Der Dow Jones verlor abschließend 0,63 Prozent auf 13.032,75 Zähler. Das Kreditinstitut PNC Financial Services (+0,6 Prozent) musste das für das erste Quartal einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen. Auch die Bank of New York Mellon (-3,1 Prozent) hatte im ersten Quartal mit einem leicht rückläufigen Ergebnis zu kämpfen. Der US-Vermögensverwalter BlackRock (-2,9 Prozent) verzeichnete im ersten Quartal einen leichten Gewinnanstieg. Ferner profitierte Abbott Laboratories im ersten Quartal von einer starken Performance in der Pharma-Sparte und steigerte den Gewinn deutlich. Das Papier schloss auf seinem Vortagesniveau. Auch der Ölfeldservice-Dienstleister Halliburton (+4,6 Prozent) gab seine Ergebnisse des vergangenen Quartals bekannt. Dabei konnte der Gewinn im ersten Quartal trotz hoher Einmalbelastungen verbessert werden. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen übertroffen. Nach US-Börsenschluss legte eBay ihre Zahlen für das erste Quartal 2012 vor. Der unbereinigte Nettogewinn wurde auf 570 Mio. US-Dollar bzw. 44 Cents je Aktie beziffert, nach 476 Mio. US-Dollar bzw. 36 Cents je Aktie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die American Express veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2012. Demnach stieg der Nettogewinn auf 1,26 Mrd. US-Dollar bzw. 1,07 US-Dollar je Aktie, nach 1,18 Mrd. US-Dollar bzw. 97 Cents je Aktie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

     

    Nachdem die US-Leitindizes am Donnerstag bereits am Mittag ins Minus gedreht hatten, wurde das Minus bis Schluss sogar noch ein wenig ausgeweitet. Dabei konnten die Märkte zunächst von einer Verbesserung auf dem US-Arbeitsmarkt und stärker als erwarteten Ergebnissen bei den zwei Großbanken BoA und Morgan Stanley profitieren. Der Dow Jones verlor 0,53 Prozent auf 12.964,10 Zähler. Konjunkturseitig wurde bekannt, dass die US-Frühindikatoren im März 2012 erneut gestiegen sind. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich dagegen im April 2012 verschlechtert. Demnach ist der Index von 12,5 Punkten im Vormonat auf nun 8,5 Punkte gesunken. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Stand von 10,3 Punkten ausgegangen. Zudem ist die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser im März 2012 gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 14. April 2012 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 2.000 auf 386.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Im Fokus standen eine ganze Reihe von Quartalszahlen, darunter auch einige Schwergewichte aus dem Bankensektor. Die Bank of America (BoA) (+0,3 Prozent), die zweitgrößte Bankgesellschaft in den USA, hat demnach im ersten Quartal trotz gesunkener Rückstellungen für Kreditausfälle einen deutlich geringeren Gewinn erwirtschaftet, was auf Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis geschlagen. Dagegen musste die Bankgesellschaft Morgan Stanley (+2,3 Prozent) im ersten Quartal angesichts negativer Einmaleffekte einen Verlust ausweisen. Auf bereinigter Basis konnte das Ergebnis jedoch deutlich verbessert werden und übertraf auch hier die Analystenschätzungen. Ebenfalls im Blick befanden sich DuPont (+0,1 Prozent). Der zweitgrößte US-Chemiekonzern meldete, dass er im ersten Quartal angesichts eines deutlichen Umsatzanstiegs einen etwas höheren Gewinn erzielt hat. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis geschlagen werden. Zudem wurde der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Indes konnte die Telefongesellschaft Verizon (+1,3 Prozent) im ersten Quartal 2012 dank eines Kundenzuwachses einen Ergebnisanstieg ausweisen. Die Marktschätzungen wurden knapp übertroffen. Auch Philip Morris International (-1,1 Prozent) konnte im ersten Quartal sein Ergebnis steigern und die Erwartungen schlagen. Profitiert habe man vor allem von der starken Entwicklung in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas. Auch Preiserhöhungen hätten mit zu der positiven Entwicklung beigetragen, teilte der Zigarettenhersteller weiter mit. Nach US-Börsenschluss hat Advanced Micro Devices (AMD) ihre Zahlen für das erste Quartal 2012 veröffentlicht. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust in Höhe von 590 Mio. US-Dollar bzw. 80 Cents je Aktie erwirtschaftet, nach einem Gewinn von 510 Mio. US-Dollar bzw. 68 Cents je Aktie im Vorjahr. Zudem hat der US-Softwarekonzern Microsoft für das dritte Fiskalquartal 2011/12 einen seinen Umsatz gesteigert und die Analystenerwartungen beim EPS geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 5,11 Mrd. US-Dollar bzw. 60 Cents je Aktie, nach einem Gewinn von 5,23 Mrd. US-Dollar bzw. 61 Cents je Aktie im Vorjahr.

     

    Am Freitag steht insbesondere General Electric im Blick der Anlegergemeinde. Der Mischkonzern meldete, dass sein Gewinn im ersten Quartal gesunken ist, was mit einem negativen Einmaleffekt und rückläufigen Umsätzen zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurde jedoch angesichts einer hohen Nachfrage nach Triebwerken und Energie-Equipment und dank einer stärkeren Entwicklung bei GE Capital ein Ergebnisanstieg verzeichnet. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Die Schnellrestaurantkette McDonald`s konnte ihr Ergebnis im ersten Quartal 2012 dank einer wachsenden Nachfrage in allen Regionen verbessern. Die Marktschätzungen wurden damit erfüllt. Ferner konnte der Mischkonzern Honeywell im ersten Quartal mit einem stärker als erwarteten Gewinnanstieg aufwarten. Der weltgrößte Ölfeld-Servicedienstleister Schlumberger gab schließlich bekannt, dass sich sein Gewinn im ersten Quartal erhöht hat, was mit stärkeren Tiefsee-Bohraktivitäten und einer globalen Exploration zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen.

     

    Börse&Märkte: Europa

    Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben sich am Montag nach einem schwächeren Start doch mit Gewinnen in den Feierabend verabschiedet und konnten somit einen Teil ihrer Verluste vom Freitag wieder wettmachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,42 Prozent auf 2.301,19 Punkte. Die Handelsbilanz der Eurozone hat im Februar 2012 mit einem Überschuss geschlossen. So wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Überschuss von 2,8 Mrd. Euro ausgewiesen, nach Passivsalden von 7,9 Mrd. Euro im Vormonat und 2,8 Mrd. Euro im Februar 2011. Ferner belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 9,4 Mrd. Euro, nach Defiziten von 23,5 Mrd. Euro im Vormonat und 10,5 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Unter den Einzelwerten schlossen KPN mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent. Der Telekommunikationskonzern prüft strategische Alternativen für seine belgische Mobilfunksparte BASE. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch Konzernangaben zufolge noch keine Gewissheit darüber, ob es tatsächlich zu einer Transaktion kommen wird. Zuletzt hatte es Spekulationen über einen möglichen Verkauf der belgischen KPN-Sparte BASE gegeben. Weiteren Angaben zufolge hat der Übernahmepoker um den britischen Energieversorger International Power hat ein Ende. So wird der französische Energieversorger GDF SUEZ die noch nicht in seinem Besitz befindlichen Anteilsscheine von International Power für jeweils 418 Pence je Aktie übernehmen. Derzeit hält der GDF-Konzern bereits 70 Prozent der Anteilsscheine von International Power. Das Board of Directors von International Power hat die neue Offerte bereits gebilligt und den Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots empfohlen. Während International Power als bester Wert im FTSE 100 um 3,2 Prozent vorrückten, verteuerten sich GDF SUEZ um 2,9 Prozent. Im französischen Leitindex CAC 40 ging es ferner für die Aktie des Bau- und Infrastrukturkonzerns Bouygues um 0,3 Prozent nach oben. Die Konzernsparte Bouygues Bâtiment Île-de-France wurde mit der Renovierung des am Place Vendôme gelegenen Hotels Ritz in Paris beauftragt. Das Auftragsvolumen wurde auf rund 140 Mio. Euro beziffert.

     

    Nach einem gut ausgefallenen ZEW-Konjunkturindex und einer positiv verlaufenen Geldmarktauktion Spaniens konnten die wichtigsten europäischen Indizes am Dienstag kräftig zulegen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 2,86 Prozent auf 2.367,05 Punkte. Die europäischen Verbraucherpreise haben sich derweil im März 2012 mit unverändertem Tempo erhöht. So verharrte die jährliche Inflationsrate der Eurozone bei 2,7 Prozent, nach schon 2,7 Prozent im Februar 2012 und 2,7 Prozent im März 2011. In der EU blieb die jährliche Inflationsrate unverändert bei 2,9 Prozent, während sie im Februar 2012 bei 2,9 Prozent und im März 2011 bei 3,1 Prozent gestanden hatte. In Großbritannien verbilligten sich Marks & Spencer um 2,5 Prozent. Der Bekleidungshändler hat im vierten Quartal auf Konzernebene ein leichtes Umsatzwachstum erzielt. So erhöhten sich die gesamten Konzernumsätze um 0,8 Prozent. Indes sanken die vergleichbaren UK-Umsätze um 0,7 Prozent. Der Lebensmittelhersteller Danone (+2,9 Prozent) wartete im ersten Quartal mit einem deutlichen Umsatzanstieg auf. Beim Umsatz wurde die Marke von 5 Mrd. Euro übertroffen. Ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und Veränderungen im Konsolidierungskreis konnte der Konzern ein organisches Umsatzplus von 6,9 Prozent erreichen. Für das laufende Fiskaljahr wurden die Prognosen bestätigt. Investoren trennten sich daneben bevorzugt von den Titeln von Swiss Re, die sich als Schlusslicht im SMI um 5,1 Prozent verbilligten. Der Rückversicherer hat im Rahmen einer Investorenveranstaltung seine mittelfristigen Planungsziele bestätigt. Ferner droht Repsol YPF (-6,1 Prozent) die Verstaatlichung seiner argentinischen Tochtergesellschaft YPF. Wie der spanische Öl- und Gaskonzern mitteilte, will die argentinische Regierung einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen, der die Verstaatlichung von 51 Prozent der Anteile des argentinischen Ölkonzerns YPF S.A. vorsieht. Außerdem sei ein Dekret in Kraft getreten, wonach die YPF S.A. mit sofortiger Wirkung für einen Zeitraum von 30 Tagen unter staatliche Kontrolle gestellt wird. Repsol selbst bezeichnete das Vorgehen der argentinischen Regierung in einer Pressemitteilung als ungesetzlich und in höchstem Maße diskriminierend und kündigte in diesem Zusammenhang entschiedenen Widerstand gegen die geplanten Maßnahmen an.

     

    Am Mittwoch gingen die wichtigsten europäischen Aktienindizes mit Abschlägen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor abschließend 1,66 Prozent auf 2.327,84 Punkte. Die europäische Zentralbank (EZB) gab bekannt, dass die Leistungsbilanz der Eurozone im Februar 2012 mit einem Defizit abgeschlossen hat. So belief sich der saisonbereinigte Passivsaldo auf 1,3 Mrd. Euro, gegenüber einem Plus von 3,7 Mrd. Euro im Januar. Aktien des Einzelhandelskonzerns Tesco notierten abschließend mit einem Minus von 2,2 Prozent, nachdem man für das abgelaufene Fiskaljahr mit einem Gewinnanstieg aufwarten konnte. Umsatz und Vorsteuergewinn lagen ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Profitiert hat das Unternehmen vor allem von der starken Entwicklung im Auslandsgeschäft, während es auf dem britischen Heimatmarkt unter dem herausfordernden Wettbewerbsumfeld und der schwierigen konjunkturellen Gesamtsituation zu leiden hatte. Die Gewinnerliste im FTSE 100 wurde zu Handelsende von Fresnillo (+3,2 Prozent) angeführt. Der Rohstoffkonzern fuhr im ersten Quartal bei der Goldproduktion ein deutlich besser als erwartetes Ergebnis ein. Das Produktionsvolumen bei Silber blieb hingegen unter Vorjahresniveau. In Frankreich verbuchte der Luxusgüterkonzern LVMH (-3,3 Prozent) im ersten Quartal 2012 dank einer starken Nachfrage in Asien und den USA ein deutliches Umsatzwachstum. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 25 Prozent. Hierzu haben alle Unternehmenssparten positiv beigetragen. Unterdessen steht Pfizer einem Medienbericht zufolge kurz vor dem Verkauf seiner Kindernahrungssparte an Nestlé (-0,2 Prozent). Demnach hat sich der schweizerische Konzern in einem Bieterwettbewerb durchgesetzt. Insgesamt dürfte der Kaufpreis bei mindestens 9 Mrd. US-Dollar liegen. Aktien des Bierkonzerns Heineken machten 2,5 Prozent gut. Das Unternehmen hat im ersten Quartal dank höherer Bierabsätze seinen Gewinn verbessert. Der Umsatz konnte ebenfalls gesteigert werden. Beim Bierabsatz verzeichnete man ein organisches Plus von 4,7 Prozent. Dabei hat man in allen Regionen mit Ausnahme von Westeuropa ein Absatzplus erzielen können. Für das laufende Fiskaljahr wurde der Ausblick bestätigt.

     

    Die europäischen Aktienindizes tendierten zum Ende des Donnerstaghandels nach solide verlaufenen Auktionen französischer und spanischer Anleihen trotzdem im Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,85 Prozent auf 2.284,67 Punkte. Der Bierkonzern SABMiller (-0,5 Prozent) steigerte sein Absatzvolumen. So erhöhte sich das Absatzvolumen im vierten Quartal zum 31. März 2012 sowie auch im Gesamtjahr organisch um jeweils 3 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Ferner wuchs der organische Umsatz im Konzern auf Basis konstanter Währungen im vierten Quartal um 10 Prozent und im Gesamtjahr um 7 Prozent. Daneben hat der Minenkonzern Anglo American (-0,2 Prozent) seine Kupfer- und Eisenerzproduktion im ersten Quartal 2012 deutlich ausgeweitet. So erhöhte sich die Kupferproduktion im Vorjahresvergleich um 21 Prozent auf insgesamt 168.400 Tonnen. Bei Eisenerz stand ein Anstieg um 17 Prozent auf 11,7 Millionen Tonnen zu Buche. Ferner hat der Mobiltelefonhersteller Nokia (-3,6 Prozent) im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres angesichts eines deutlichen Umsatzrückgangs einen Verlust erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Dabei hatte man unter einem Absatzeinbruch zu leiden, vor allem bei Smartphone-Modellen. Der Telekommunikationskonzern Tele2 (-0,5 Prozent) verlautbarte zudem, dass sein Gewinn im ersten Quartal trotz eines soliden Umsatzwachstums gesunken ist, was mit einem harten Wettbewerb im skandinavischen Markt zusammenhängt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern für seinen Heimatmarkt Schweden nun mit einer EBITDA-Marge von nur noch 30 bis 32 Prozent, nach bisher erwarteten 33 bis 35 Prozent.

     

    Am Freitag wartete SUEZ ENVIRONNEMENT (+1,7 Prozent), der zweitgrößte Wasserkonzern in Europa, für das erste Quartal mit einem Umsatzplus auf. Das EBITDA war allerdings rückläufig. Für 2012 gab sich der Konzern trotz der schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa zuversichtlich, die gesteckten Ziele erreichen zu können. In Großbritannien hat International Consolidated Airlines Group (IAG), die Holding-Gesellschaft von British Airways und Iberia, die Übernahme der British Midland Ltd. (bmi) von der Deutsche Lufthansa abgeschlossen. In der Schweiz richtet sich der Fokus der Investoren auf die Aktie von Nestlé (-0,4 Prozent). Der Lebensmittelkonzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2012 um knapp 6 Prozent gesteigert. Das organische Wachstum belief sich auf 7,2 Prozent. Zudem wurde der Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt. So rechnet man weiterhin mit einem organischen Wachstum von 5 bis 6 Prozent sowie einer Margenverbesserung.

     

    Börse&Märkte: Asien

    In der Folge negativer Vorgaben von den US-Börsen taten sich auch die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte zum Start in die neue Handelswoche schwer und wiesen mehrheitlich rote Vorzeichen aus. Dabei drückten auch neue Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise auf die Stimmung der Investoren. Deutlich fielen am Montag die Kursverluste in Japan aus. So baute Japans Leitindex Nikkei seine Abschläge im Handelsverlauf noch aus und verabschiedete sich mit einem Minus von 1,74 Prozent bei 9.470,64 Zählern in den Feierabend. Auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich vor dem Hintergrund eines festern Yen unter anderem auch Automobilwerte wieder. So fuhren Toyota mit einem Abschlag von 1,7 Prozent hinterher, während sich gleichzeitig Nissan und Honda um 2,4 bzw. 1,9 Prozent verschlechterten. Mazda gaben um 2,2 Prozent nach.

     

    Vor dem Hintergrund neu aufgekommener Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise hatten die meisten asiatischen Aktienmärkte am Dienstag einen schweren Stand. Der japanische Leitindex Nikkei hielt sich zwar im Handelsverlauf lange in der Gewinnzone, gab am Ende dann aber doch um 0,06 Prozent nach und schloss bei 9.464,71 Stellen. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich im März nach Angaben des Kabinettsbüros verbessert. So erhöhte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 40,3 Punkte, nachdem er im Vormonat nur bei revidiert 39,9 (vorläufig: 39,5) Punkten gelegen hatte. Unterdessen ist die japanische Industrieproduktion im Februar geschrumpft. Binnen Monatsfrist ging die Industrieproduktion um revidiert 1,6 (vorläufig: -1,2) Prozent zurück, nach einem Plus von 0,9 Prozent im Januar. Zudem erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent. Auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich dabei insbesondere auch Exportwerte wieder. So verloren beispielsweise Sony 2,3 Prozent an Wert. Bei den Automobiltiteln fuhren Toyota Motor mit einem Abschlag von 0,9 Prozent hinterher.

     

    Die wichtigsten asiatischen Börsen sind am Mittwoch den positiven Vorgaben von der Wall Street gefolgt und wiesen grüne Vorzeichen aus. Dabei sorgten nachlassende Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise sowie positive Wachstumserwartungen vom Internationalen Währungsfonds für gute Laune. Klar im positiven Terrain tendierten auch die Märkte in Japan. So rückte der Leitindex Nikkei um 2,14 Prozent auf 9.667,26 Stellen vor. Unter den Einzelwerten fielen TDK mit einem Zugewinn von 3,7 Prozent ins Auge. Der Hersteller von Magnetköpfen für Festplatten profitierte von einem positiv ausgefallenen Ausblick von Intel.

     

    Am Donnerstag tendierten die bedeutendsten asiatischen Börsen uneinheitlich. Vor dem Hintergrund von Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise hielten sich die Investoren im Vorfeld von einer mit Spannung erwarteten Anleihenauktion in Spanien mit Neuengagements zurück. Aus Japan wurden dabei rote Vorzeichen gemeldet. Der Leitindex Nikkei gab nach den deutlichen Zugewinnen vom Vortag im Donnerstaghandel um 0,82 Prozent auf 9.588,38 Stellen nach. Die Handelsbilanz Japans hat im März 2012 mit einem Defizit geschlossen. So belief sich der Passivsaldo auf 82,6 Mrd. Japanische Yen (JPY). Im Vormonat war ein Überschuss von 29,4 Bio. JPY ausgewiesen worden. Technologiewerte hatten dabei heute einen schweren Stand. Canon verloren 1 Prozent an Wert, während es für Panasonic um 0,6 Prozent nach unten ging. Für Nikon stand ferner ein Wertverlust von 2 Prozent zu Buche. Keine eindeutige Tendenz war unterdessen bei Automobiltiteln auszumachen.

     

    Nach negativen Vorgaben von der Wall Street dominierte am Freitag auch an den wichtigsten asiatischen Börsen mehrheitlich die Farbe rot. Nach eher schwach ausgefallenen US-Konjunkturdaten und damit wieder verstärkten Sorgen bezüglich der weiteren globalen Konjunkturentwicklung tendierten die japanischen Aktienmärkte am letzten Handelstag der Woche etwas schwächer. Der Leitindex Nikkei notierte im gesamten Handelsverlauf leicht unter seinem Vortagesschlusskurs und verlor am Ende 0,28 Prozent auf 9.561,36 Punkte. Die Stimmung im japanischen Dienstleistungssektor hat sich im Februar nach Angaben des Wirtschaftsministeriums stabilisiert. So verharrte der Dienstleistungsindex der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft auf dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten hingegen im Vorfeld eine Zunahme um 0,7 Prozent prognostiziert. Unternehmensseitig stand unterdessen insbesondere der Zahlenausweis von JFE Holdings (-3,3 Prozent) im Blickfeld der Investoren. Der zweitgrößte Stahlerzeuger in Japan musste erstmals einen Jahresverlust ausweisen. Dabei hatte der Konzern unter dem starken Yen sowie einem harten Wettbewerb mit den asiatischen Konkurrenten zu leiden. Die Umsatzerlöse waren ebenfalls rückläufig. Im Schlussquartal konnte man aber einen Gewinn erzielen, nachdem man für die zwei vorangegangenen Quartale noch jeweils einen Verlust verbucht hatte. Für das laufende Geschäftsjahr zum 31. März 2013 wurden keine Prognosen abgegeben. In Südkorea meldete sich der Stahlkonzern POSCO (-0,4 Prozent) mit Zahlen zu Wort. Im ersten Quartal musste man einen Gewinnrückgang um 42 Prozent ausweisen. Zurückzuführen war dies auf höhere Rohstoffkosten und eine schwächere Nachfrage. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Im Reich der Mitte fanden China Mobile große Aufmerksamkeit. Der nach Kundenzahlen weltgrößte Mobilfunkanbieter hat seinen Gewinn im ersten Quartal leicht erhöht, was mit einem starken Mitgliederzuwachs zusammenhing. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt, was auf erhöhte Marketing-Ausgaben zurückzuführen war.

     

    Börse&Märkte: Termine

    In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von ConocoPhillips, First Bancorp, Hansa Group, Hasbro, Texas Instruments, US Airways Group, 3M, Air Products and Chemicals, AK Steel Holding, Amgen, Apple, ARM Holdings, ASM International NV, AT&T, Baker Hughes, Celanese, Lexmark International, McGraw-Hill Companies, Norfolk Southern, Novartis, PACCAR, Pentair, Reynolds American, ABB Ltd, Boeing, comdirect bank, Credit Suisse Group, Delta Air Lines, Eli Lilly and Co, GlaxoSmithkline, Harley-Davidson, Hess, McClatchy, MTU Aero Engines Holding AG, NASDAQ OMX Group, Puma SE, Qiagen NV, Rockwell Automation, SAP, Siemens, Tomtom NV, Tupperware Brands, Vale SA, Aetna, Alcatel Lucent, Amazon.Com, American Greetings, Applied Micro Circuits, AstraZeneca, Bayer, Bristol-Myers Squibb, Celgene, Coca-Cola Enterprises, Colgate-Palmolive, DAB Bank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Dow Chemical Co, Eastman Chemical, Exxon Mobil, Fiat SpA, Fielmann, GRENKELEASING, Group 1 Automotive, Hugo Boss, JetBlue Airways, Kellogg, L-3 Communications Holdings, Lockheed Martin, Moodys, PepsiCo, Praktiker, Raytheon, Rhön Klinikum, Royal Dutch Shell, Safeway, Shire, Starbucks, Takkt, Tellabs, Unilever, Volkswagen, Vossloh, Waste Management, Wincor Nixdorf, BASF, Chevron, Daimler, Deutsche Euroshop, Eni, Merck & Co, Newell Rubbermaid, Nobia, Procter & Gamble, Rheinmetall, Sanofi und Total an.

     

    Börse&Märkte: Konjunktur

    Bei den Konjunkturdaten dürften am kommenden Montag in Japan die Frühindikator Aufmerksamkeit finden. Es folgen am Dienstag die Arbeitskosten in Deutschland, die Auftragseingänge in der EU sowie der Case Shiller Hauspreisindex, das Verbrauchervertrauen, der FHFA Hauspreisindex und die Verkäufe neuer Häuser in den USA. Am Mittwoch stehen die Hypothekenanträge, Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, der Ölmarktbericht und das Fed-Sitzungsergebnis in den USA im Blickpunkt. Am Donnerstag werden in Deutschland die Verbraucherpreise sowie in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Chicago Fed National Activity Index und die anstehenden Hausverkäufe vorgestellt. Zum Wochenschluss werden noch die deutschen Außenhandelspreise sowie die amerikanischen Arbeitskosten, das BIP und die Verbraucherstimmung veröffentlicht.

     

    Börse&Märkte: Indizes

    Indexstände (20.04.2012, 18:00 Uhr) DAX: 6.750,90 TecDAX: 774,92 Dow Jones STOXX 50: 2.423,41 Nikkei 225: 9.561,36 Dow Jones: 13.068,51 Nasdaq Composite: 3.029,73 (20.04.2012/ac/n/m)



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