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Börse Stuttgart-News Trend am Nachmittag

Gastautor: Börse Stuttgart
 |  23.04.2012, 17:10  |  334 Aufrufe  |   | 

STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - euwax trends am nachmittag

Montag, 23. April 2012

DAX mit größtem Tagesverlust in 2012

Angst um Fiskalpakt - Rendite der Bundesanleihen sinkt auf Rekordtief

Am Nachmittag hat sich die schwache Tendenz bei europäischen Aktien noch einmal verstärkt. Kurz nach Eröffnung der Wall Street fiel der Deutsche Aktienindex auf ein Tagestief bei 6503 Punkte, ein Minus von 3,7 Prozent. Bleibt es dabei, so wäre dies der größte Tagesverlust beim DAX in 2012. Das Plus seit Jahresanfang ist damit auf 10,2 Prozent geschmolzen. Auch an Wall Street gibt es Druck auf die Aktienkurse, die Verluste sind aber weit unterproportional. Der Dow Jones verliert im frühen Handel 1,2 Prozent.

Grund für die Verkäufe ist vor allem das Ergebnis der französischen Präsidentschaftswahlen vom Sonntag. Der Sieg des Sozialisten Francois Hollande im ersten Wahlgang und das überraschend starke Abschneiden der Rechten um Eurogegnerin Marine Le Pen sind die beherrschenden Themen. Der französische Leitindex CAC 40 verliert 2,7 Prozent.

Aus deutscher Sicht stellt sich nun die Frage: Falls es auch in der kommenden Stichwahl zu einem Sieg von Hollande kommen sollte - wie verlässlich ist Frankreich dann noch als Partner bei dem von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy ausgehandelten Fiskalpakt? Der mögliche künftige Präsident Hollande hat sich bereits entschieden gegen weitere Sparmaßnahmen in seinem Land ausgesprochen und möchte den Fiskalpakt nachverhandeln.

Am Rentenmarkt ist unterdessen die Rendite für deutsche Bundesanleihen auf ein Rekordtief gefallen. Zehnjährige Bundesanleihen bringen nur noch eine Verzinsung von 1,55 Prozent. Der Bund-Future steigt erstmals über 141 Prozent und liegt am Nachmittag bei 141,30 Prozent. Da gleichzeitig die Zinsen in Frankreich leicht steigen, klettert der Zinsabstand, der sogenannte Spread, zu Frankreich auf ein Hoch. Die 10-Jahres-Zinsen für französische Staatsanleihen liegen bei gut drei Prozent und damit in etwa doppelt so hoch wie die deutschen.

Aber auch in Holland ist am Wochenende eine Regierung daran zerbrochen, dass eine Partei das Sparprogramm für das Land nicht mehr mittragen möchte. Nun drohen dort Neuwahlen, mit der möglichen Folge, dass die Haushaltsdisziplin in den Hintergrund gerät. Auch niederländische Zinsen steigen heute kräftig.

Hier in Deutschland beginnt ab Mittwoch so richtig die Bilanzsaison für das erste Quartal. Insgesamt sieben DAX-Werte bieten einen Blick in ihre Bücher, darunter Siemens, die Deutsche Bank und Daimler.

Auch am Nachmittag stemmen sich die Anleger an der Euwax weiter gegen den negativen Markttrend. Das Euwax Sentiment notiert deutlich im positiven Bereich. Das deutet darauf hin, dass Trader angesichts der deutlichen Verluste im DAX Gewinne mit Puts mitnehmen und Calls kaufen.

Bei den Derivaten auf Einzelaktien gibt es rege Käufe in einem Siemens-Call, der von einem Börsenbrief empfohlen wurde. Möglicherweise engagieren sich einige Anleger auch im Vorfeld der Siemens-Quartalszahlen. Dagegen wird ein Knock-Out-Call auf die TUI-Aktie vorwiegend verkauft.

Börse Stuttgart TV

Was für ein verpatzter Wochenstart für den Dax! Der deutsche Leitindex verliert am Montag zeitweise fast vier Prozent und stürzt auf rund 6.500 Punkte ab. Was sind die Gründe? Jetzt kaufen oder verkaufen? Fragen von Börse Stuttgart TV in einem Blitzinterview mit Wolfgang Juds von der Credo Vermögensmanagement.

Interview hier abrufbar:

https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersestuttgarttv/boersestuttgarttv ...

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Quelle: Boerse Stuttgart AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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