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    Saxo Bank „Zentralbanken richten Schaden an“

    Gastautor: Patrick Daum
     |  24.04.2012, 11:22  |  450 Aufrufe  |   | 

    Experten erwarten Balanceakt für die Märkte. Marktteilnehmer müssen mit finanzpolitischen Fehlentscheidungen umgehen.

    In ihrem aktuellen Marktausblick für das zweite Quartal 2012 erwartet die Saxo Bank, dass die Zentralbanken – um auf ihren vermeintlichen Erfolg zu blicken – einen Gang zurück schalten werden, nachdem sie die Märkte in den vergangenen Quartalen mit Geld geflutet haben. Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank, sieht hingegen eine Fülle an finanzpolitischen Fehlentscheidungen, mit denen nun die Marktteilnehmer umgehen müssten. Zwar hätten die Zentralbanken mit ihrem Entschluss, die Krise an den Finanzmärkten in Schach zu halten, der US-Wirtschaft zu einer leichten Erholung verhelfen können. Doch sei dies keine Lösung auf Dauer: „Langfristig richtet ihr Vorgehen aber weiterhin Schaden an“, kommentiert Jakobsen. Er hält es für ein finanzpolitisches Experiment, „das nach der Lehman-Pleite eingeleitet wurde und auch im vierten Jahr seiner Existenz wenig vorzuweisen hat.“

    Die Experten der Saxo Bank erinnern daran, dass die Wirkung geldpolitischer Maßnahmen auf die Wirtschaft meist erst mit Verzögerung eintrete. Welche Folgen diese massiven Stimuli der Zentralbanken auf die Wirtschaft haben, werde sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Für das zweite und dritte Quartal erwartet Jakobsen zumindest für Europa und die USA eine positive konjunkturelle Dynamik. Die wirtschaftliche Entwicklung darüber hinaus betrachtet er jedoch mit Sorge. Denn es sei offensichtlich, dass die Zentralbanken früher oder später wieder auf die Notenpresse – ihrem einzigen geldpolitischen Instrument – zurückgreifen werden. Dies verschärfe die Krise weiter.

    In ihrem Ausblick erwarten die Analysten der Saxo Bank ein schwaches Wachstum in Europa. Die erneute konjunkturelle Belebung in den USA greife letztlich auch auf Europa über. Allerdings werde ein Europa der zwei Geschwindigkeiten immer wahrscheinlicher, wie die Ankündigung der spanischen Regierung, die Bedingungen des europäischen Fiskalpakts kaum erfüllen zu können, zeige. Mit Blick auf den Rohstoffmarkt sei zu erwarten, so die Experten, dass dieser holprige Wochen vor sich habe. Denn mit wachsenden geopolitischen Spannungen, nehme vor allem am Erdölmarkt die Unsicherheit zu. Daher werde der Ölpreis entweder auf dem aktuell hohen Niveau verharren oder explosionsartig weiter steigen.

    (PD)



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    Disclaimer

    Gastautor

    Patrick Daum ist Dipl.-Politologe mit Schwerpunkt für Europa, Wirtschaft und Recht. Als Junior-Redakteur bei €uro-Advisor-Services GmbH ist er zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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