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    Schiffsfonds Banken drängen schneller nach Verwertung

    Gastautor: Markus Gotzi
     |  24.04.2012, 15:47  |  2167 Aufrufe  |   | 

     

    Eine Randnotiz in der Pressemeldung der Fondsbörse Deutschland lässt Übles ahnen: Die HSH Nordbank und wohl auch andere Kreditinstitute wollen ihre Schiffshypotheken schneller abbauen als zunächst gedacht, schreibt Fondsbörse-Vorstand Alex Gadeberg in einer Mitteilung zum Umsatz im ersten Quartal 2012.
     
    Er vermutet, dass die Banken schneller auf eine Verwertung drängen als bislang angenommen. Eine schlechte Nachricht für die beteiligten Zeichner. Kaum anzunehmen, dass sie ihren Einsatz wiedersehen, nachdem sich die Banken bedient haben. Die Preise für Containerschiffe, Tanker und Massengutfrachter sind weiterhin im Keller. Das spiegelt auch der Index für gebrauchte Fondsanteile wider.
     
    Anleger haben das Vertrauen in die Schiffsmärkte verloren. Wer will es ihnen verdenken? Die Rahmenbedingungen stimmen noch immer nicht. So hat der New Contex Frachtraten-Index seit Anfang des Jahres um vier Prozent nachgegeben. Und obwohl der weltweite Containerverkehr wachsen wird, so dürfte das Plus nicht ausreichen, um die steigenden Kapazitäten auszugleichen, denn noch immer laufen Neubestellungen aus besseren Zeiten vom Stapel.
     
    Auch bei Immobilienfonds droht Ärger. Kurz vor Redaktionsschluss hat uns die Deutsche Fonds Holding (DFH) darüber informiert, dass die Banken im Fonds Nummer 64 Stress machen, obwohl der Mietvertrag im Frankfurter Bürogebäude noch knapp vier Jahre läuft. Anleger sollen zu Lasten von Sondertilgungen auf Ausschüttungen verzichten und sogar bereits überwiesene Einnahmen zurückzahlen. Der Initiator strebt in Absprache mit den Fondszeichnern eine geordnete Liquidation an - nicht gerade die besten Voraussetzungen, um auf Augenhöhe mit Mietern und potenziellen Käufern zu verhandeln. In der kommenden Ausgabe wird der Fondsbrief ausführlicher darüber berichten.
     
    Ihr Markus Gotzi,
    Chefredakteur "Der Fondsbrief"


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    Disclaimer

    Gastautor

    Markus Gotzi ist Chefredakteur des Fachmediums "Der Fondsbrief", dem bundesweit auflagenstärksten Newsletter mit Schwerpunkt geschlossene Beteiligungsmodelle, der alle 14 Tage über Neuigkeiten aus der Branche berichtet sowie Rechts- und Steuerfragen analysiert.

    Außerdem verfasst der Diplom-Journalist regelmäßig Artikel zu allen Themen rund um die Immobilie und geschlossene Fonds zum Beispiel in der Financial Times Deutschland, der Welt am Sonntag und im Wirtschaftsmagazin Capital, für das er einige Jahre lang als Redakteur tätig war. Darüber hinaus produziert Gotzi Fernsehbeiträge für den Nachrichtensender n-tv, in denen er vor laufender Kamera als Experte für Beteiligungsmodelle aktuelle Angebote analysiert.

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