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    ROUNDUP Siemens löst glücklosen Chef der Stromübertragungs-Sparte ab

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  24.04.2012, 17:12  |  413 Aufrufe  |   | 

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Stühlerücken bei Siemens : Der Elektrokonzern hat am Dienstag personelle Konsequenzen aus den teuren Problemen bei der Anbindung der Nordsee-Windparks ans Stromnetz gezogen. Der zuständige Manager Udo Niehage wird abgelöst. Am Mittwoch will Vorstandschef Peter Löscher die - voraussichtlich schwache - Quartalsbilanz des Elektrokonzerns vorlegen. Analysten erwarten eine Senkung der Gewinnprognose.

    Die Windparks und die Telefonnetz-Tochter Nokia Siemens Networks (NSN) sind im Moment die beiden teuersten Baustellen des Konzerns. Siemens hinkt bei der Anbindung der Windparks vor Helgoland und Borkum ans deutsche Stromnetz dem Zeitplan weit hinterher und hat deshalb schon im ersten Quartal gut 200 Millionen Euro abschreiben müssen. Am Mittwoch dürfte Löscher nach Erwartung der Analysten über einen weiteren hohen Verlust in dieser Sparte berichten. Personelle Konsequenzen zog er bereits.

    Neuer Leiter der Stromübertragungs-Sparte mit über 6 Milliarden Euro Jahresumsatz wird ab 1. Mai Karlheinz Springer. In der Kraftwerkssparte habe er 'sich als Manager bewährt', sagte Siemens-Energievorstand Michael Süß und fügte hinzu: 'Seine Erfahrungen in der Projektleitung und Projektabwicklung werden ihm bei seiner neuen Aufgabe hilfreich sein.' Niehage soll künftig das Berliner Verbindungsbüro von Siemens leiten und das Thema Energiewende im Dialog mit Politik und Verbänden betreuen.

    Löschers zweites Sorgenkind ist NSN. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia schreibt weiter tiefrote Zahlen, krempelt sein Geschäft um und streicht weltweit 17 000 Stellen. Nachdem die finnischen Partner soeben 772 Millionen Euro auf NSN abschreiben mussten, werden am Mittwoch auch bei Siemens schlechte Nachrichten von dieser Seite erwartet.

    Da auch das übrige Geschäft teilweise holprig läuft, rechnen die Experten mit einer Senkung der Gewinnprognose. Statt sechs Milliarden Euro wie im vergangenen Jahr werde der Elektrokonzern jetzt wohl nur noch 5 bis 5,5 Milliarden Euro Gewinn aus fortgeführtem Geschäft anpeilen, erwarten die Experten.

    Acht von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Analysten schätzen, dass der Quartalsumsatz dank des hohen Auftragspolsters zwar noch um gut drei Prozent auf 18,5 Milliarden Euro gewachsen sein dürfte. Aber der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft dürfte um zwei Drittel eingebrochen sein auf nur noch 1,1 Milliarden Euro. Zudem soll der Auftragseingang bis März um vier Prozent auf 20 Milliarden Euro gesunken sein.

    Am Mittwoch könnte es auch Neuigkeiten über den Börsengang von Osram geben. Siemens hat den Termin schon einmal verschoben und möchte die Lichttochter gern im zweiten Halbjahr verkaufen./rol/DP/wiz


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