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    Nächstes Target erreicht

    Gastautor: Jochen Steffens
     |  26.04.2012, 09:35  |  1392 Aufrufe  |   | 

    Zunächst noch Hinweise zum Steffens Daily von gestern: Ich habe sehr viele Mails zu dem gestrigen Steffens Daily mit dem Thema: „Benzinpreise auf Durchschnittsniveau“ erhalten. Vielen Dank dafür. Leider fehlt mir die Zeit auf die vielen Mails jeweils einzeln zu antworten, deswegen hier zusammenfassend:

    Hauptthema der meisten Mails war die Frage, ob es sich um einen Netto- oder Bruttolohn handelt. Es handelt sich keineswegs um den Nettolohn, es ging schließlich bei der Untersuchung nicht um die Frage, wie weit ich mit einer Arbeitsminute tatsächlich fahren kann, sondern lediglich um die Vergleichbarkeit mit der historischen Entwicklung. Und hier ist der Bruttolohn besser geeignet, da er einen weiteren beeinflussenden Faktor, nämlich die steuerliche Entwicklung, außen vor lässt. Berechnet wurde dieser Vergleich anhand eines durchschnittlichen Einkommens eines Arbeitnehmers im verarbeitenden Gewerbe. Quelle, wie beschrieben: Statistisches Bundesamt. Dazu folgender Link, der die Zahlen bis 2005 dokumentiert:

    http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/verk_arbeit_fue ...

    Die neueren Zahlen waren, wie angegeben, dem Artikel aus der „Zeit“ entnommen.

    Weiteren Anmerkungen in Ihren Mails lauteten:

    1. Dieser Vergleich würde nicht die tatsächlichen Lebensbedingungen widerspiegeln. Als Grund hierfür wurde angegeben, dass heute mehr gefahren wird oder aber auch, dass eine Familie mittlerweile mehr Autos besitzt, etc. (Anm. d. Red.:  Es ging in dem Vergleich jedoch nicht um die Lebensbedingungen oder das Fahrverhalten oder die Frage, wie viele Teile des Lohns der Unterhalt eines oder mehrerer PKW kostet, sondern ausschließlich um eine interessante Möglichkeit, einen quasi inflationsbereinigten Benzinpreises darzustellen.)

    2. Es wurde darauf hingewiesen, dass in diesem Vergleich nicht ersichtlich wird, welchen Anteil die Benzinkosten im Vergleich zu Miete, Lebensmittel, Gesundheitskosten etc. heute einnehmen. (Anm. d. Red.:  Sicherlich auch eine sehr interessante Frage, auch in dem Zusammenhang mit dem Inflationsaspekt – aber das war auch nicht Thema des Artikels.)

    3. Ein Leser hatte noch folgenden Hinweis - Zitat:  „In den 80ern haben die Autos ca. 10 Liter / 100km verbraucht, d.h. ein Liter brachte mich 10 km weit. Heute liegen wir bei eher 7 Litern (bei Benzin), d.h. der Liter bringt mich ca. 14 km weit. Deswegen würde ich die Minuten berechnen, die ich arbeiten muss, um z.B. 20 km (eine übliche Pendlerstrecke) weit zu kommen.“  (Anm. d. Red.: Darauf war ich in dem Text schon kurz, aber nur am Rande eingegangen.)

    Damit zum aktuellen Marktgeschehen:

    Nächstes Target erreicht

    Und da zeigte die von uns entwickelte Target-Trend-Methode mal wieder ihre Überlegenheit gegenüber der klassischen Charttechnik. Im Steffens Daily vom 21. März 2012 hatte ich zwei Targets eingezeichnet und dazu geschrieben:

    Das nächste Alpha-Target liegt nur leicht oberhalb des aktuellen Kurses bei 7.412 Punkten (grüner Kreis). Es bleibt so lange relevant, wie die blaue Trendlinie und/oder die blau gestrichelte Linie bei [damals] 7.000 Punkten intakt bleiben. Beim Bruch der blauen Linie und wenn die 7.000er Marke nach unten verletzt wird, findet sich im Bereich der 6.650er Marke noch ein anderes Target (hier rot).“

    Hier der Chart, wie er sich weiter entwickelt hat:

     

    Die blaue Linie wurde nach unten durchbrochen und der DAX lief genau in das rote Target. Man erkennt sogar, wie der Kurseinbruch zuvor genau auf dem Target-Niveau gestoppt wurde und die Kurse anschließend so lange seitwärts liefen, bis das Target erreicht war. 

    Zudem wird an diesem Chart aus Sicht der Target-Trend-Methode ersichtlich, warum die Kurse seit zwei Tagen wieder steigen. Der DAX ist schlichtweg an der unteren Rechteckkante bei 6.478 Punkten abgeprallt. Damit ist aus Sicht der Target-Trend-Methode die 6.478er Marke nun die entscheidende Unterstützung.

    Bricht diese nach unten, wäre die 6.000er Marke das nächste Kursziel (Mittellinie des dann relevanten Rechtecks). Sollte diese Marke hingegen halten, wäre zunächst wieder die Mittellinie bei 7.000 Punkten und danach die obere Linie des aktuellen Rechtecks bei 7425 Punkten das nächste Kursziel. Somit besteht sogar eine geringe Chance, dass doch noch das grüne Target angelaufen wird. Das wäre natürlich wieder einmal ein Zeichen der unglaublichen Perfektion dieser Methode. Aber noch ist es nicht soweit.

    Da zudem dafür eine höchst dynamische Aufwärtsbewegung erforderlich wäre, würde ich im Moment davon ausgehen, dass es lediglich zu einem Versuch kommen wird, der angesichts der strukturellen Probleme in der wieder aufflammenden Euro-Krise scheitert. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die 6.478-Punkte-Marke hält.

    Aber Sie kennen das, wenn Sie den Steffens Daily schon länger lesen: Die Target-Trend-Methode ist immer wieder für derart extreme Überraschungen gut - man darf also gespannt sein.

    Der aktuelle Abwärtstrendkanal in der Target-Trend-Methode

    Sie sollten bei weiter steigenden Kursen auf den kleinen Abwärtstrend achten, der sich im DAX seit März ausbildet.  Dieser ist allerdings schwer zu greifen. Es gibt eine Vielzahl von Variationen. Ich habe, um es übersichtlicher zu gestalten, die meisten Linien aus dem oberen Chart ausgeblendet:

     

    Bei dem hier dargestellten blauen Abwärtstrendkanal passen diese Linien mittlerweile am besten. Allerdings sind diese nicht mehr 100-prozentig parallel zu den alten Konsolidierungslinien (rote Abwärtslinien). Es kann sein, dass wir hier demnächst eine Anpassung durchführen müssen. Trotzdem ist die obere blaue Trendlinie die nächste wichtige Marke auf dem Weg zur oberen Begrenzung des Rechtecks. Wird sie überwunden, bricht also der DAX aus seinem kleinen Abwärtstrend aus, wäre dies ein bullishes Zeichen. Dann folgt die blaue Mittellinie bei 7.000 Punkten, schließlich das Hoch bei 7.194 Punkten.

    Sie sehen, Sie können mit dieser Methode ganz genau verfolgen, was geschehen muss, und sehr schnell erkennen, wann der DAX Schwäche zeigt. Sie verfügen somit über eine hohe Kontrolle der Situation. Und daraus ergibt sich auch die eigentliche Überlegenheit. Es sind nicht die Targets an sich, so beeindruckend es auch sein mag, mit welcher Präzision diese angelaufen werden, sondern der Weg des Kursverlaufs in und durch die entstehende Struktur der Linien.

    Der luftleere Raum der klassischen Charttechnik

    Das war auch der Grund für die Entwicklung dieser Methode. Die klassische Charttechnik lässt uns nämlich mit dem Kursziel von 6.153 Punkten (wie am Montag beschrieben) jetzt alleine dastehen. Es gibt keinen Hinweis, wann dieses Kursziel erreicht werden wird, auch keinen Hinweis, wann dieses Kursziel hinfällig wird. Man schwebt sozusagen im luftleeren Raum und kann nur abwarten und hoffen. Zudem weiß man nicht, wann man aussteigen muss, wenn es in die falsche Richtung läuft. Gerade im kurzfristigeren Trading ist das sehr unbefriedigend. Bei der Target-Trend-Methode können Sie hingegen von Linie zu Linie den Kursverlauf beobachten und erkennen sofort, wenn etwas nicht stimmt.

    Viele Grüße

    Ihr

    Jochen Steffens

    (Quelle: www.stockstreet.de)

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