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Mittelfristig unterbewertet So macht man Rendite

Gastautor: Norbert Lohrke
 |  27.04.2012, 09:40  |  1533 Aufrufe  |   | 

Rendite macht man allzu häufig, indem man sich gegen den Trend stellt und auf fundamental gute, scheinbar uninteressante Werte setzt. Da sieht man mitunter erst einmal schlecht aus. Dieser Mut aber, sich ins Abseits zu stellen, wird an der Börse mittelfristig, honoriert.

Immer wieder bekommen wir von Globalyze kritische Zuschriften. Dabei ist der Tenor eigentlich immer ähnlich. Zunächst hebt man unsere Unabhängigkeit, die man uns auch abnimmt, hervor. Insbesondere schätzen unsere Leser und Kunden unsere klare und eindeutige Positionierung, die sich nach deren Ansicht wohltuend von dem tagtäglich gebotenen Einheitsbrei abhebt. Der Mut zur eigenen Meinung, auch und gerade, wenn es wenig opportun ist und mit Tabubrüchen einhergeht, wird uns sehr zugutegehalten und honoriert.

 

Auch hält man unsere Strategie grundsätzlich für seriös. Sie habe nur einen Makel, schrieb mir neulich einer. Und zwar, dass wir die Zukunft auch nicht vorhersehen könnten. Was wir tatsächlich nicht können, aber im Gegensatz zu anderen auch gar nicht behaupten. Und schließlich verweist man mitunter auf Verluste, die wir z.B. im letzten Jahr erwirtschaftet haben, die sie/Sie nur deshalb sehen, weil wir von Globalyze – im Gegensatz zu vielen Marktteilnehmern, die sich offenbar verstecken müssen - absolute Transparenz pflegen und diese auch offen zeigen. Wer außer uns zeigt den überhaupt jährliche Renditen? Und zwar nicht nur nach oben, sondern auch nach unten. Was vollkommen normal ist. Oder jagen Sie etwa in Ihrem Privatleben von einem Höhepunkt zum Nächsten? Nein. Wie überall gibt es und muss es auch Höhen und Tiefen geben. Das lehrt uns das Leben. Alles andere ist gefakt.

 

Wobei man fast auf den Gedanken kommen könnte, dass die im Vorteil seien, die so weitermachen wie bisher, was die Finanzkrise und New Economy aber erst ermöglichte. Auf jeden Fall fahren die uns Anschreibenden dann fort und verweisen auf ihre eigene Strategie, die mehr oder weniger erfolgreich und häufig genug wenig überzeugend ist. Mittelfristig jedenfalls habe ich bisher recht wenige kennengelernt, die selbst eine nachhaltige überdurchschnittliche Rendite erwirtschaften.  Um z.B. Dividenden zu bekommen, geben sich viele unsinnigerweise mit Kursverlusten desselben Unternehmens wie bei der Deutsche Telekom oder GlaxoSmithKline oder mit den Kapitalerhalt nicht deckenden Seitwärtsverläufen wie bei Procter & Gamble zufrieden.

 

Umso mehr verwundert es mich immer wieder, dass dann alle Finanzakteure unterschiedslos in Bausch und Bogen verurteilt werden. Das geht bis dahin, dass mir ein Kunde schrieb, dass er nur noch Berater Glauben schenken würde, wenn dieser durch seine Aktienanlage reich geworden ist. Was natürlich Unsinn ist, da er dann wohl keine Kunden mehr bräuchte. Und jedes neue Geschäft damit automatisch dem Untergang geweiht werden würde. Wenn jeder sagen würde, dass er erst in eine neu geöffnete Bäckerei gehen würde, wenn sie voll ist, dann wäre die wohl bald am Ende.

 

Und so schrieb ich ihm, dass das genau unser Problem in Deutschland ist. Viele warten ab, versuchen selbst etwas zu machen oder bringt sein Geld wie bisher zu den Banken. Vernichtet also Kapital statt es z.B. neuen und unverbrauchten Marktteilnehmern wie uns zu anzuvertrauen, die noch dazu systematisch Manipulation und Eigeninteressen in der Aktienanlage ausschließen. Das soll einer kapieren.

 

Statt dass sie sich freuen, dass endlich ein Marktakteur da ist, der ehrlich, offen und transparent ist, versucht man ihm diese Transparenz, die er bei anderen nicht findet, gegen ihn zu verwenden. So verweisen manche immer wieder darauf, dass die Kurse einzelner Werte über ein halbes Jahr oder länger zurückgehen. Diese Menschen vergessen aber, dass wir von Globalyze nicht kurzfristig, sondern mittelfristig, also auf einen Anlagehorizont von 4 bis 5 Jahre anlegen.

 

Die Kunst ist es nämlich nicht kurzfristig, sondern mittel- bis langfristig im Plus zu liegen. Und das geht nur mit einem systematisch fundamentalen und rationalen Ansatz.

 

Konkret aber will ich Ihnen an der Rhön-Klinikum AG, die gestern von der Fresenius ein Übernahmeangebot bekam, einmal exemplarisch zeigen, wie unser Ansatz funktioniert. Wir haben im Juni 2010 mit dem Launch unseres neuen Produktangebots in den Top10 und Top10 Plus die Rhön Klinikum, die damals bei 18 Euro stand, als Empfehlung mit einem Kursziel von 24,31 Euro und einem Kurspotenzial von +35% in den Top10 Empfehlungen gehabt. Die dann folgende Kursentwicklung war alles andere als begeisternd (Sehen Sie sich bitte den Chart an).

 

Für den oberflächlichen Betrachter lagen wir total daneben. Jeder Trendfolger hätte uns in der Luft zerrissen. Und dass man Kunden angesichts eines solchen Abwärtstrends schwer motivieren bzw. bei der Stange halten kann, versteht sich – denke ich - von selbst. Die an „Durchalteparolen“ erinnernden Worte klingen dann wahrscheinlich für den Anleger dann immer ein wenig wie das Pfeifen des „Prinzip-Hoffnung-Liedchens“ im Walde.

 

Nun wissen Sie, dass unsere Kursziele durch unser TopValue Tool voll-automatisiert berechnet werden. Wir von Globalyze und ich persönlich haben darauf also gar keinen Einfluss. Vielleicht hätten wir dann darauf reagiert, wie es – Hand auf’s Herz – angesichts eines solch rückläufigen Charts wie bei der Rhön Klinikum AG wohl fast jeder gemacht hätte. Nämlich zu verkaufen, und zwar mit Verlust. Was jetzt im Nachhinein gesehen, angesichts des Kaufangebotes von 22,50 Euro durch Fresenius ein riesiger Fehler gewesen wäre.

 

Nun komme ich unseren Kritikern ja bis zu einem gewissen Stück entgegen, wenn sie sagen, dass das doch eine Ausnahmesituation und nicht vergleichbar sei. Andererseits kontere ich denen damit, dass offenbar außer Globalyze auch noch die Vorstände und Aufsichtsräte von Fresenius der Meinung waren und sind, dass die Aktie von Rhön-Klinikum Mehr-Wert sei. Und da die derzeit immerhin recht viel Kapital in die Hand, um das Unternehmen Rhön Klinikum AG zu kaufen, haben sie sich das sicherlich auch gründlich überlegt. Fakt ist damit: Wir von Globalyze lagen mit unserem fundamentalen Ansatz die ganze Zeit über vollkommen richtig. Das schien aber so nicht zu sein, wenn man sich den Chart ansah. Die Börse lag also falsch. Aber warum?

 

Weil wir nicht nur wissen, sondern es gewissermaßen auch verinnerlicht haben, dass Kurse Teufelswerk sind und man dem Markt bzw. den aneinandergereihten, irrational zustande kommenden Tageskursen, genannt Chart, nicht trauen, kann. Da ist zu viel Manipulation und Gier bzw. Angst im Spiel. Der Börsenkurs ist nämlich das Eine, der tatsächliche Unternehmenswert das Andere. Wir von Globalyze sind überzeugt und sehen uns wieder einmal bestätigt, dass der Kurs früher oder später zum fundamental ermittelten inneren Wert hintendiert. Übrigens wie es die Theorie auch lehrt! Es ist also keine Hexerei.

 

Dabei beobachten wir häufig das Phänomen, dass die von uns empfohlenen Aktien erst einmal fallen. Sind wir aber samt Top Value Tool deshalb unwissende Schwachmaten?

 

Sind wir natürlich nicht. Wenn Sie einmal den gesunden Menschenverstand einschalten. Warum? Ich antworte mit einer Gegenfrage: wann liebe Anleger bezeichnet man eine Aktie als unterbewertet? Richtig. Wenn keiner glaubt, dass die Aktie Mehr-Wert ist. Ist diese Aktie dann sonderlich nachgefragt bzw. steigt dann der Kurs? Nein, er steigt nicht, sondern fällt. Weil jeder sie für eine Lusche hält. Ist das nicht schizophren? Ja, ist es. Es ist aber dennoch vollkommen logisch. Und funktioniert das? Ja es funktioniert, sonst gäbe es Globalyze und auch Warren Buffett nicht.

 

Jetzt verstehen Sie vielleicht, warum Warren Buffett folgendes, scheinbar widersprüchliche Zitat von sich gab:

 

Wenn ich eine Aktie kaufe und sie steigt unmittelbar danach, frage ich mich jedes Mal, was ich denn falsch gemacht habe.“

 

So wie eine Krise sich dadurch definiert, dass man sie nicht erkennt (sonst würde man was dagegen tun; Stichwort Lehmann Pleite),definieren sich unterbewertete Aktien dadurch, dass man sie nicht nachfragt. Das ist wie mit der Schaufel im Sandkasten, die da liegt und erst dann interessant wird, wenn sie das erste Kind in die Hand nimmt. Die Eltern unter den Anlegern werden wissen, was ich meine.

 

Damit wäre zum einen bewiesen, dass viele Marktteilnehmer über das Kindesalter nicht hinausgekommen sind und zweitens Globalyze mit seinem fundamentalen und voll-automatisierten Ansatz mittelfristig richtig liegt.

 

So und nicht anders macht man mittelfristig überdurchschnittliche Rendite! Etwas Mut, viel Geduld und Beharrlichkeit sowie jede Menge Vertrauen braucht man dafür allerdings schon. Dass das in unseren Zeiten, wo das Vertrauen vieler Anleger von Banken- und Versicherungsberatern aufs Brutalste missbraucht wurde und deshalb abhanden kam, viel verlangt ist, ist uns schon klar. Sonst wäre es aber auch zu einfach. Ohne Vertrauen geht im Leben am Ende nun mal nichts. Da können Sie noch so viel Kapital haben.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und stets hohe Renditen.

 

Ihr Norbert Lohrke

 

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Gastautor

Globalyze steht für eine voll automatisierte und damit manipulationsfreie, fundamentale Aktienauswahl. Daraus resultieren renditeträchtige Produkte wie Top10 Plus, Top Flop und Value Börsenbrief. Investmentprofi Lohrke ist einer der meistgelesenen Wirtschaftsautoren. Sein Slogan? Rendite ist kein Zufall.

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