Börse Frankfurt am Mittag Knapp im Plus, BASF geben ab

    Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
     |  27.04.2012, 13:14  |  1049 Aufrufe  |   | 

    Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notieren im Freitaghandel zur Mittagszeit knapp in der Gewinnzone. Bremsend wirkt dabei der Umstand, dass die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) die Bonität des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds Spanien deutlich herabgestuft hat. Auf der anderen Seite stehen auch heute diverse Quartalsbilanzen im Blickfeld der Anleger. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewinnt aktuell 0,10 Prozent auf 6.746,89 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 0,69 Prozent auf 10.835,94 Stellen steigt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 0,21 Prozent auf 5.106,29 Zähler nach oben. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verbessert sich um 0,18 Prozent auf 788,07 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,01 Prozent auf 140,94 Punkte, während sich der Euro um 0,30 Prozent auf 1,3228 US-Dollar verteuert.

    Die deutschen Außenhandelspreise haben sich im März 2012 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erneut erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 3,1 Prozent, nach einem Plus von 3,5 Prozent im Vormonat und 11,3 Prozent im März 2011. Auf Monatssicht stiegen die Einfuhrpreise um 0,7 Prozent. Davor waren die Preise im Februar 2012 um 1,0 Prozent und im März 2011 um 1,1 Prozent angezogen. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Erdöl- und Mineralölerzeugnisse erhöhte sich der Einfuhrpreis-Index im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent und blieb binnen Monatsfrist unverändert. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent zu, während sie im Februar 2012 um 2,0 Prozent und im März 2011 um 4,9 Prozent geklettert waren. Im Vormonatsvergleich wuchsen die Ausfuhrpreise um 0,2 Prozent an. Im Februar 2012 waren die Exportpreise um 0,3 Prozent und im März 2011 um 0,3 Prozent gestiegen. Unterdessen zeigt sich die Verbraucherstimmung in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im April gespalten. Während die gesamtwirtschaftlichen Aussichten optimistischer gesehen werden, verlieren die Einkommenserwartungen auf hohem Niveau leicht. Die Anschaffungsneigung muss deutlichere Verluste hinnehmen. Der Gesamtindikator prognostiziert für Mai 2012 einen Wert von 5,6 Punkten, nach revidiert 5,8 Zählern im April.

    Die Wall Street dürfte heute mit Abschlägen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,26 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,15 Prozent nach, während der S&P-Future 0,21 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Arbeitskosten, das BIP und die Verbraucherstimmung gemeldet.

    BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) verschlechtern sich um 1,6 Prozent. Der Chemiekonzern musste im ersten Quartal 2012 einen Ergebnisrückgang hinnehmen, obwohl der Umsatz gestiegen ist. Dabei hatten die Margen unter erhöhten Rohstoffkosten zu leiden. Indes leisteten die Segmente Agricultural Solutions und Oil & Gas einen starken Ergebnisbeitrag. Der Ausblick für das Jahr 2012 wurde bestätigt. Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) fahren daneben mit einem Abschlag von 2,5 Prozent hinterher. Der Automobilhersteller konnte im ersten Quartal 2012 einen Anstieg bei Umsatz und Gewinn erzielen. Die Ergebnisentwicklung ist durch die weiteren Absatzsteigerungen bei Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks geprägt. Für 2012 erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz den Absatz des Jahres 2011 von 2,1 Millionen Fahrzeugen übertreffen wird. Ferner geht Daimler davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2012 weiter zunehmen wird. Zudem strebt man im Jahr 2012 ein Konzern-EBIT aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres an.

    Munich Re (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) brechen als Schlusslicht im DAX um 5,9 Prozent ein. Der Versicherungskonzern zahlt für das Geschäftsjahr 2011 eine unveränderte Dividende in Höhe von 6,25 Euro pro Aktie. Dem entsprechenden Vorschlag stimmten die Aktionäre in der gestrigen Hauptversammlung zu. Ferner fliegen Deutsche Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) um 1,6 Prozent vor. Die Fluggesellschaft plant einem Medienbericht zufolge offenbar die Gründung einer eigenen Billigfluglinie. Wie es heißt, wolle die führende deutsche Fluggesellschaft viele der innerdeutschen Strecken nicht mehr durch die Kranichlinie selbst, sondern durch die neue Billig-Airline abdecken. Dazu sollen laut dem Bericht die beiden Marken Germanwings und Eurowings zu einer neuen Billig-Fluglinie mit dem Namen "Direct 4 you" zusammengeführt werden. Auf Platz eins der Gewinnerliste im DAX rücken Deutsche Börse AG um 2,9 Prozent vor.

    Zahlen gab es heute auch aus dem MDAX. Rheinmetall (ISIN DE0007030009/ WKN 703000) musste im ersten Quartal angesichts der schwächeren Entwicklung im Rüstungssegment einen Gewinnrückgang ausweisen. Im Anschluss wurde die Jahresprognose allerdings bestätigt. Der Titel verschlechtert sich am Indexende um 3,1 Prozent. Daneben rollen Continental (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) um 2,5 Prozent vor. Der Automobilzulieferer konnte mit einem Anstieg bei Umsatz und EBIT in das Jahr 2012 starten. Schließlich sieht Wacker Chemie (ISIN DE000WCH8881/ WKN WCH888) in den ersten Monaten des laufenden Fiskaljahres eine deutliche Erholung bei der Nachfrage nach Polysilizium. Das Papier schießt daraufhin als bester Wert im MDAX um 8,7 Prozent nach oben.

    Die Software AG (ISIN DE0003304002/ WKN 330400) hat ebenfalls heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt. Dabei musste man einen Rückgang bei Umsatz und Nettoergebnis hinnehmen. Für das laufende Fiskaljahr wurden die im Januar veröffentlichten Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Das Papier verteuert sich auch zur Mittagszeit als Spitzenreiter im TecDAX um 5,2 Prozent.

    DAX: 6.746,89 (+0,10 Prozent) MDAX: 10.835,94 (+0,69 Prozent) SDAX: 5.106,29 (+0,21 Prozent) TecDAX: 788,07 (+0,18 Prozent) (27.04.2012/ac/n/m)


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