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    Börse Stuttgart-News bonds weekly

    Gastautor: Börse Stuttgart
     |  27.04.2012, 14:42  |  680 Aufrufe  |   | 

    STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - bonds weekly kw 17-2012

    Holland, Frankreich, Griechenland: Die Politik bestimmt das Ge-schehen am Rentenmarkt

    Regierungskrise in Holland, ein möglicher Regierungswechsel in Frankreich und ers-tes Wahlkampfgeplänkel im Vorfeld der anstehenden Wahlen in Griechenland: Die Po-litik dominierte in der abgelaufenen Handelswoche das Geschehen am Finanzmarkt.

    Der Freundeskreis Angela Merkels auf EU-Ebene droht kleiner zu werden. Mit Nicolas Sarkozy könnte nun ihr engster Vertraute ausfallen. Zwar ist für den amtierenden französischen Präsidenten noch nichts verloren, doch sein sozialistischer Herausfor-derer Hollande konnte bei den Wahlen am vergangenen Sonntag schon mal einen ers-ten Punktsieg landen. Dass Angela Merkel es lieber sehen würde, Nicolas Sarkozy Präsident bleibt, hat sie durch ihre Wahlkampfunterstützung für ihn bereits unge-wöhnlich klar zum Ausdruck gebracht. Ein deutsch-französisches Tête-à-tête, dass beim neuen Favoriten Hollande naturgemäß auf wenig Gegenliebe trifft: „Sie (Angela Merkel) hat Europa mit Nicolas Sarkozy geführt - man sieht nun das Ergebnis\', so Hol-lande gegenüber TF 1. Hollande stellt klar: \'Wenn ich gewählt werde, wird es eine Än-derung bei Europas Ausrichtung geben.\' Sicher ist, dass es für Angela Merkel deutlich schwieriger werden würde ihre Sparpolitik auf europäischer Ebene umzusetzen. Umso mehr, als das der deutschen Regierungschefin gleich noch ein weiterer Verbündeter droht abhanden zu kommen.

    „Unsere Wirtschaft tritt auf der Stelle, der Arbeitsmarkt ist unter Druck, und die Staatsschulden steigen schneller, als wir es uns leisten können“. Beim Blick auf die nackten Zahlen wird deutlich, dass der nur mehr geschäftsführende amtierende hol-ländische Premier keineswegs übertreibt bei der Darstellung des Status Quo in Hol-land: Die Wirtschaft befindet sich in einer Rezession, die Pro-Kopf-Verschuldung be-wegt sich in Richtung neuer Rekordstände und die Staatsverschuldung liegt mit weit über 70 Prozent gemessen am BIP auf einem ungesunden Niveau. Zudem sieht sich die Niederlande mit einer ganzen Reihe struktureller Probleme konfrontiert: Viele Un-ternehmen sind aufgrund extrem hoher Lohnkosten nur noch bedingt wettbewerbsfä-hig. Zudem wird die holländische Exportwirtschaft überproportional von der Schulden-krise belastet, da fast 70 Prozent des Außenhandels innerhalb des europäischen Bin-nenmarktes stattfindet. Und jetzt die Regierungskrise… Zu Wochenbeginn kam es zum Bruch der Minderheitsregierung, da die Rechtspopulisten um Geert Wilders ihre Zu-stimmung zu einem 14 Milliarden schweren Sparpaket verweigerten. Trotz Turbulen-zen halten Anleger der Niederlande die Treue: Zwar konnte Holland bei einer Anleihe-auktion zu Wochenbeginn nur 2,0 Milliarden anstelle der ursprünglich geplanten 2,5 Milliarden Euro platzieren, doch die Rendite lagen diesmal deutlich niedriger als zu-letzt.

    In Griechenland wird zwar erst am 6. Mai gewählt, doch der Wahlkampf ist bereits in vollem Gange, was dem Chef der Notenbank in Athen die Sorgenfalten auf die Stirn treibt: „Wir haben keinerlei Anlass und zurückzulehnen“, so Notenbankchef Provopou-los. Wenn es nach der Wahl Zweifel am Reformwillen der Regierung und der Gesell-schaft geben sollten, könnten sich die derzeit günstigen Voraussetzungen ins Gegenteil verkehren. Mahnende Worte zur rechten Zeit? Laut ersten Hochrechnungen in Grie-chenland entfallen derzeit mehr als 50 Prozent der Stimmen auf Parteien, die den ein-geschlagenen Sparkurs ablehnen oder sogar einen Austritt aus der Eurozone einfor-dern.

    Aufgrund der anhaltenden Turbulenzen in der Euro-Zone war es für den Bund-Future ein Leichtes sein Niveau über 140,00 Prozent zu halten. Allerdings wurde in dieser Wo-che deutlich, dass die extrem niedrigen Zinsen für Deutschland mittelfristig zum Prob-lem werden könnten. Die Auktion einer Bundesanleihe mit 32 Jahren Laufzeit stieß auf geringe Resonanz. Anstelle der angestrebten drei Milliarden, konnte das Finanzminis-terium nur 2,75 Milliarden Euro einsammeln.

    Bondm-News

    Der Dürr-Konzern (WKN: A1EWGX) konnte laut den vorläufigen Zahlen fürs erste Quartal 2012 den Umsatz um 57 Prozent auf 562,40 Mio. Euro steigern. Die positive Geschäftsentwicklung in China und den anderen Emerging Markets setzte sich auch in den ersten drei Monaten fort.

    Die Tochtergesellschaft AEG Power Soluti-on des Bondm-Emittenten 3W Power S.A. (WKN A1A29T) erhält einen 6 MW Auftrag für den Wasserstoff-Elektrolyseprozess in einem deutschen Hybrid-Kraftwerk. Dies war binnen der letzten 12 Monate der vier-te Auftrag über das innovative Stromver-sorgungssystem für die Elektrolyse.

    Mittelstandsanleihen - Eine echte Anlage-alternative?! - Ihre Meinung ist uns wich-tig!

    In den letzten Jahren gewann die Unter-nehmensanleihe als Finanzierungsinstru-ment für mittelständische Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Auch auf Anle-gerseite wächst das Interesse. Immer mehr Anleger investieren in Anleihen mit-telständischer Unternehmen.

    Eine Studie der Börse Stuttgart, der Fach-hochschule Münster und Deloitte soll nun helfen, die Sicht der Anleger auf dieses noch junge Anleihesegment zu verdeutli-chen.

    Über Ihre Teilnahme an dieser Umfrage würden wir uns sehr freuen. Herzlichen Dank.

    Zur Umfrage gelangen Sie hier: http://www.befragung-mittelstandsanleihen.de

    Börse Stuttgart TV:

    Ob Aktien, Rohstoffe, Zertifikate, Fonds oder Anleihen: die Finanzmesse Invest 2012 in Stuttgart hat auch in diesem Jahr wieder für jeden Privatanleger etwas zu bieten. Börse Stuttgart TV hat Wolfgang Köbler von der KSW Vermögensverwaltung zum Interview getroffen.

    Anlegertrends:

    Zwei Anleihen von Unternehmen die in dieser Woche für Schlagzeilen machten, sorg-ten in dieser Woche auch im Stuttgarter Rentenhandel für rege Umsätze.

    Die Bietigheimer Dürr AG hat im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten bei weitem übertroffen. Insbesondere dank brummender Geschäfte in Nordamerika und China konnte der Umsatz um 57 Prozent gesteigert und der operative Gewinn gar ver-dreifacht werden. Entsprechend positiv kam diese Nachricht im Stuttgarter Renten-handel an. Die Schuldverschreibung der Dürr AG notiert mittlerweile bei über 110 Pro-zent (WKN: A1EWGX).

    Außerdem stand im Fokus eine Anleihe der Fresenius Finance. Die Schuldverschrei-bung wird fällig zum 15. April 2019 und verfügt über einen festen Kupon von 4,25 Pro-zent (WKN: A1G2YM).

    Aktuelle Neueinführungen an der Börse Stuttgart

    Die RCI Banque, eine Tochter des französischen Automobilkonzerns Renault emittiert eine 5-jährige Anleihe mit einem festen Kupon von 4,25 Prozent (WKN: A1G33C). Die Schuldverschreibung kann zu 1.000 Euro nomi-nal erworben werden.

    Außerdem emittiert das Land Nordrhein-Westfalen eine Anleihe notiert in Norwegischen Kronen (NOK), zu einem festen Kupon von 3,25 Prozent (WKN: NRW0EK). Die Mindeststückelung beträgt 10.000 NOK nominal. Fällig wird das Papier zum 20. April 2017.

    Quelle: Boerse Stuttgart AG

    (Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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