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€uro fondsxpress SEB prescht vor

Gastautor: Jörn Kränicke
 |  27.04.2012, 15:25  |  2784 Aufrufe  |   | 

Lange wurde darüber gemunkelt, ob auch die SEB, wie so manch andere Anbieter, den ImmoInvest einfach sang- und klanglos beerdigt oder mutig ist. Barbara Knoflach ist mutig, sie hat sich entschieden ein Wagnis einzugehen. Nicht sie  und die Fondsgesellschaft entscheiden, ob der Fonds überlebt oder nicht, sondern die Anleger sollen dies tun.

Ist dies nun gelebte Demokratie, da der Fonds ja den Anteilsinhabern gehört und nicht der SEB A.M., oder will Knoflach im Falle eines Scheiterns einfach den Schwarzen Peter den Anlegern in die Schuhe schieben? Wie auch immer das Ganze ausgeht, zumindest ist dieser Modus besser, als die Anleger vor vollendete Tatsachen zu stellen. Allerdings wird den Anlegern die Pistole auf die Brust gesetzt. Binnen maximal zehn Tagen müssen sie entscheiden, ob sie dabeibleiben wollen oder nicht. Denn sollte das Experiment gut-gehen, ist der Fonds danach nur noch einmal jährlich liquide, wenn man verkaufen möchte. Dies dürfte einer der kritischsten Punkte bei der Entscheidungsfindung sein.

Auch wenn dies im Grunde bei Immobilienfonds vernünftig ist, psychologisch dürften viele damit ein Problem haben. Denn bislang konnten sie jeden Tag an ihr Geld kommen. Zunehmend Probleme an Geld zu kommen hat auch Spanien. S & P senkte die Bonität um zwei Stufen von „A“ auf „BBB+“. Bis 2008 hatte Spanien noch das begehrte „AAA-Rating“. Weitere Hiobsbotschaft: Die Arbeitslosigkeit stieg auf fast 25 Prozent. Es sieht also nicht danach aus, dass Spanien ohne weitere Unterstützung aus der Krise rauskommt. Daher könnten uns noch einige volatile Monate bevorstehen.

Ein sonniges Wochenende wünscht

Jörn Kränicke, Chefredakteur


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