Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

ROUNDUP/Aktien New York Schluss US-Börsen trotzen schwachem US-Wachstum

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
 |  27.04.2012, 22:31  |  2564 Aufrufe  |   | 

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Freitag von enttäuschenden Konjunkturdaten nicht aus der Spur bringen lassen und geringe Gewinne verzeichnet. Die Berichtssaison vertrieb mit gut aufgenommenen Unternehmenszahlen die meisten Sorgen um das unerwartet schwache US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal. Der Dow Jones Industrial schloss die Woche am Freitag mit einem Tagesplus von 0,18 Prozent auf 13.228,31 Punkte ab, auf Wochensicht gewann der Leitindex damit 1,53 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag mit 0,24 Prozent im Plus bei 1.403,36 Punkten und schloss damit zum ersten Mal seit Anfang April wieder über der Marke von 1.400 Punkten. An der technologielastigen Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,61 Prozent auf 3.069,20 Punkte und baute damit das Plus seit Jahresbeginn auf 17,81 Prozent aus. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es am Freitag um 0,59 Prozent auf 2.741,34 Punkte nach oben.

Die US-Wirtschaft war im ersten Quartal zwar nicht so kräftig gewachsen wie von Volkswirten erwartet worden war. Das Bruttoinlandsprodukt war nach Angaben des US-Handelsministeriums von Januar bis März auf das Jahr hochgerechnet um 2,2 Prozent gestiegen, Volkswirte hatten zuvor jedoch mit einem Zuwachs um 2,5 Prozent gerechnet. Das von der Uni Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen hatte sich indes überraschend aufgehellt.

Der weltgrößte Internethändler Amazon reihte sich zudem am Vorabend in die Riege der Unternehmen ein, die mit ihren Zahlen die Erwartungen der Analysten übertrafen. Ein Fondsmanager in Boston sagte, die US-Wirtschaft sei zwar noch nicht richtig in Fahrt gekommen, doch die Gefahr einer Rezession gehe zurück. Er sei von den positiven Überraschungen der Berichtssaison ermutigt. 'Wir sind nicht glücklich mit den Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt, aber sie zeigen, dass die privaten Konsumausgaben auf einem guten Weg sind.' Ein anderer Börsianer kommentierte, dass die Fokussierung der Anleger auf die Berichte der Unternehmen derzeit die Märkte stütze.

AMAZON MIT GUTEM JAHRESAUFTAKT - PROCTER & GAMBLE ENTTÄUSCHEN

Die Amazon-Titel sprangen dank eines starken Jahresauftakts zuletzt um 15,75 Prozent auf 226,85 US-Dollar hoch. Der weltgrößte Onlinehändler wächst weiter stark. Mit niedrigen Preisen, kostenlosem Versand und neuen Produkten lockte das Unternehmen die Kunden an und sicherte sich damit Marktanteile. Das rasante Wachstum hat allerdings eine Kehrseite: Der Gewinn leidet seit geraumer Zeit und die Margen sinken.

Dagegen mussten die Papiere von Procter & Gamble deutliche Verluste von 3,63 Prozent hinnehmen, nachdem der weltgrößte Konsumgüterkonzern in seinem dritten Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang verbucht hatte. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und wegen hoher Rohstoffpreise war der Nettogewinn zwischen Januar und März um 16 Prozent gesunken. Auch Restrukturierungskosten hatten auf dem Gewinn gelastet. Den Umsatz hatte das Unternehmen indes um zwei Prozent gesteigert, was in erster Linie Preiserhöhungen zu verdanken gewesen war.

GEWINN VON CHEVRON BLEIBT UNTER ERWARTUNGEN - FORD MIT PROBLEMEN IN EUROPA

Chevron-Papiere konnten die anfänglichen Verlusten zum Schluss nahezu komplett eindämmen, unter dem Strich stand ein geringes Minus von 0,02 Prozent. Händlern zufolge war der Gewinn des Ölkonzerns wegen des schwachen Fördergeschäfts hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dabei hatte das Unternehmen den Gewinn im ersten Quartal um vier Prozent gesteigert auf unter dem Strich 6,5 Milliarden Dollar. Mit dem Gewinn soll auch die Quartalsdividende um elf Prozent steigen.

Aktien des Autobauers Ford verloren 2,27 Prozent. Vorbörslich hatten Börsianer noch den um Einmaleffekte bereinigten Konzerngewinn gelobt, doch im Haupthandel ging es für die Titel des Autopioniers nach unten. In Europa leidet der Konzern unter schwachen Verkäufen und verliert weiter Geld.

MERCK & CO TROTZ GEWINNANSTIEG KAUM BEWEGT - STARBUCKS SACKEN AB

Bei Merck & Co konnten sich die Aktionäre bei nahezu unverändertem Kurs kaum über das Gewinnwachstum des Unternehmens freuen. Am Schluss ging der Kurs um 0,03 Prozent zurück, nachdem der Pharmakonzern zum Jahresauftakt seine Forschungs- und Entwicklungsausgaben eingedampft und damit einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht hatte. Der Umsatz war nur leicht gestiegen.

Die Aktien der Kaffeehauskette Starbucks sackten um 5,32 Prozent ab. Das Unternehmen legt zwar weiter kräftig zu und will im laufenden Jahr sogar mehr neue Filialen eröffnen als bisher geplant. Allerdings hat das Unternehmen in Europa, im Nahen Osten, in Russland und in Afrika seit einiger Zeit Probleme. Zudem hatten auch hohe Investitionen negativ zu Buche geschlagen.

Besser lief es für die Aktionäre des Reiseveranstalters Expedia : Die Papiere schossen nach Unternehmenszahlen mit plus 23,54 Prozent um nahezu ein Viertel in die Höhe. Die Zahlen aus dem ersten Quartal hatten die Erwarrtungen von Analysten deutlich übertroffen. Insbesondere der Vertrieb von Hotelbuchungen über das Internet hatte dem Konzern kräftiges Wachstum verschafft. Die Titel des Unternehmens hatten bereits im bisherigen Jahresverlauf um rund zwölf Prozent zulegen können./men/he


Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Enthaltene Werte

WertpapierKursZeitPerf. in %
4.126,967
23.04.
-0,83
3.557,036
23.04.
-0,89

Nachrichtenagentur

Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)

RSS-Feed dpa-AFX

Weitere Nachrichten des Autors

TitelLeser
362
358
336
296
293
TitelLeser
1154
1151
849
776
746
TitelLeser
8016
3687
3354
1756
1695
TitelLeser
15297
13724
12628
12605
10167