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    Grand Hotel Heiligendamm Neue Vorwürfe gegen Hotelier Jagdfeld wegen Heiligendamm-Pleite

     |  29.04.2012, 16:59  |  2233  |  0
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    Der Unternehmer Anno August Jagdfeld gerät nach der Insolvenz des Grand Hotels Heiligendamm stärker in die Kritik. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, legen Dokumente der Fondsgesellschaft nahe, dass Fondsinitiator Jagdfeld weniger die Interessen seiner Anleger im Blick hatte als eigene wirtschaftliche Ziele. Der Geschäftsführer der Fundus-Gruppe hätte die Insolvenz und somit den Totalverlust des Anlegerkapitals bereits frühzeitig in Betracht gezogen.
     
    So fehlten bereits vor drei Jahren rund 32 Millionen Euro um das Luxushotel in die Rentabilität zu führen. Sollten die Anleger des Geschlossenen Fonds „Fundus-Fonds 34“ dieses Kapital nicht aufbringen, heißt es im Geschäftsbericht 2009, „bleiben nur ein eventueller Verkauf oder eine Insolvenz. In diesem Fall wäre ein Totalverlust zu erwarten.“ Vor zwei Monaten beantragte Jagdfeld die Insolvenz für den Hotelfonds.
     
    Auf der letzten Gesellschafterversammlung im Dezember 2011 hatte ein Anlegervertreter Jagdfeld vorgeworfen, das Scheitern des Fonds zu betreiben: „Die ganze Situation legt für mich die Vermutung nahe, dass Sie Heiligendamm längst abgeschrieben haben,“ zitiert der „Spiegel“. Ein Sprecher von Jagdfelds Unternehmensgruppe weist die Vorwürfe zurück; die Familie Jagdfeld sei selbst als Investor von der Insolvenz betroffen. Per saldo sei „die Gesamtleistung, die die Jagdfeld-Gruppe für die Fonds KG erbracht hat, für jene ein Minusgeschäft gewesen“.
     
    Hintergrund:
    Der Geschlossene Fonds „Fundus-Fonds 34“ der Fundusgruppe unter dem Geschäftsführer Anno August Jagdfeld finanzierte mit 135 Millionen Euro maßgeblich das Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee. Rund 2000 Anleger investierten in den 1999 aufgelegten Immobilienfonds. Das Grand Hotel Heiligendamm wurde 2003 vom Betreiber Kempinski eröffnet und fuhr kontinuierlich Verluste ein. Allein im Jahr 2007, dem Jahr des G8-Gipfels, konnte ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Nach Auseinandersetzungen mit dem Eigentümer kündigte Kempinski im Februar 2009 den Betreibervertrag. Am 27. Februar 2012  meldeten die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co KG (Fundus Fonds 34) und die Grand Hotel Heiligendamm GmbH Insolvenz am Amtsgericht Aachen an. 
     
     
     
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    Grand Hotel Heiligendamm Neue Vorwürfe gegen Hotelier Jagdfeld wegen Heiligendamm-Pleite

     

    Der Unternehmer Anno August Jagdfeld gerät nach der Insolvenz des Grand Hotels Heiligendamm stärker in die Kritik. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, legen Dokumente der Fondsgesellschaft nahe, dass Fondsinitiator Jagdfeld weniger die Interessen seiner Anleger im Blick hatte als eigene wirtschaftliche Ziele. Der Geschäftsführer der Fundus-Gruppe hätte die Insolvenz und somit den Totalverlust des Anlegerkapitals bereits frühzeitig in Betracht gezogen.
     
    So fehlten bereits vor drei Jahren rund 32 Millionen Euro um das Luxushotel in die Rentabilität zu führen. Sollten die Anleger des Geschlossenen Fonds „Fundus-Fonds 34“ dieses Kapital nicht aufbringen, heißt es im Geschäftsbericht 2009, „bleiben nur ein eventueller Verkauf oder eine Insolvenz. In diesem Fall wäre ein Totalverlust zu erwarten.“ Vor zwei Monaten beantragte Jagdfeld die Insolvenz für den Hotelfonds.
     
    Auf der letzten Gesellschafterversammlung im Dezember 2011 hatte ein Anlegervertreter Jagdfeld vorgeworfen, das Scheitern des Fonds zu betreiben: „Die ganze Situation legt für mich die Vermutung nahe, dass Sie Heiligendamm längst abgeschrieben haben,“ zitiert der „Spiegel“. Ein Sprecher von Jagdfelds Unternehmensgruppe weist die Vorwürfe zurück; die Familie Jagdfeld sei selbst als Investor von der Insolvenz betroffen. Per saldo sei „die Gesamtleistung, die die Jagdfeld-Gruppe für die Fonds KG erbracht hat, für jene ein Minusgeschäft gewesen“.
     
    Hintergrund:
    Der Geschlossene Fonds „Fundus-Fonds 34“ der Fundusgruppe unter dem Geschäftsführer Anno August Jagdfeld finanzierte mit 135 Millionen Euro maßgeblich das Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee. Rund 2000 Anleger investierten in den 1999 aufgelegten Immobilienfonds. Das Grand Hotel Heiligendamm wurde 2003 vom Betreiber Kempinski eröffnet und fuhr kontinuierlich Verluste ein. Allein im Jahr 2007, dem Jahr des G8-Gipfels, konnte ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. Nach Auseinandersetzungen mit dem Eigentümer kündigte Kempinski im Februar 2009 den Betreibervertrag. Am 27. Februar 2012  meldeten die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co KG (Fundus Fonds 34) und die Grand Hotel Heiligendamm GmbH Insolvenz am Amtsgericht Aachen an. 
     
     
     
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