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    Nordex-Konkurrent Vestas schockt mit weiteren Hiobsbotschaften - Aktie stürzt ab

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  02.05.2012, 09:28  |  811 Aufrufe  |   | 

    KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Beim dänische Hersteller von Windanlagen Vestas reißt die Serie der Hiobsbotschaften nicht ab. Zum Jahresauftakt stand erneut ein dickes Minus in den Büchern der Dänen. Der Verlust fiel dabei deutlich höher aus als von Experten erwartet. Auch der Umsatz des Nordex-Konkurrenten blieb hinter den Erwartungen zurück. Zudem müssen 376 Windräder des Typs V90-3.0 MW überprüft und möglicherweise noch einmal gewartet werden. Dies werde das Ergebnis mit bis zu 40 Millionen Euro belasten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Kopenhagen mit. Vestas prüft, ob ein Teil davon auf die Lieferanten abgewälzt werden kann. Zudem stehe das Geschäft in den USA auf dem Prüfstand und die Entwicklung eines neuen Produkts soll langsamer vonstatten gehen als bislang geplant.

    In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) 245 Millionen Euro und damit vier mal so viel wie im Gesamtjahr 2011. Dank Gewinnen aus Finanzgeschäften und Steuererträgen stand unter dem Strich ein Minus von 162 Millionen Euro und damit praktisch genauso viel wie in den zwölf Monaten des Vorjahres. Der Umsatz legte dagegen leicht auf 1,1 Milliarden Euro zu. Doch auch das war eine herbe Enttäuschung. Experten hatten mit einem Zuwachs auf 1,4 Milliarden Euro gerechnet. Die Aktie des Unternehmens sackte in den ersten Handelsminuten um knapp zwölf Prozent ab.

    Wegen der anhaltenden Probleme kündigte Vestas zudem an, die Entwicklung der neuen Offshore-Plattform V164-7.0 MW nicht mehr so schnell vorantreiben zu wollen. Der erste Prototyp der Anlage soll jetzt erst im Jahr 2014 in Betrieb genommen werden. Einzig positive Nachricht am Mittwochmorgen war die bestätigte Prognose des Unternehmens. Demnach soll der Umsatz im laufenden Jahr auf 6,5 bis 8,0 (2011: 5,84) Milliarden Euro steigen. Die EBIT-Marge solle zwischen 0 und 4 Prozent liegen. Bei der Rückkehr in die operativ schwarzen Zahlen in diesem Jahr soll ein umfangreiches Sparprogramm helfen./zb/nmu


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