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    Rohstoffe Zentralbanken stützen Goldpreis

    Gastautor: Martin Siegel
     |  03.05.2012, 14:10  |  2416 Aufrufe  |   | 

     

    Obwohl die europäische Schuldenkrise mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens auf BBB+ wieder hoch gekocht ist und sich die US-amerikanische FED jüngst erneut gegen eine Anhebung der Leitzinsen entschieden hat, bleibt die Nachfrage nach Gold schwach. „Das Thema Schuldenkrise und Niedrigzinsen ist längst kein Argument mehr“, erklärt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. „Diejenigen, die sich gegen eine Eurokrise absichern wollten, haben das mit entsprechenden Goldinvestments bereits getan. Erst wenn neue Ereignisse eintreten, mit denen bisher keiner rechnet, kommen auch neue Anleger in den Markt“, so Siegel. 
     
    Der Goldpreis schloss im Monat April praktisch unverändert. „Dass der Preis nicht gefallen ist, liegt vor allem an der stabilen Goldnachfrage der Zentralbanken.“ Zusammen mit China gleiche diese die teils rückläufige Nachfrage der indischen Schmuckindustrie aus. Dass Gold aktuell wenig Beachtung findet, verunsichert Siegel keinesfalls. „Das sind ganz normale Schwankungen und linear steigende Märkte gibt es bei keiner Assetklasse.“ Der Experte weiß, dass Anleger die Entwertung ihres Geldes zunehmend erkennen werden. Allein der Blick auf den Immobilienmarkt führe dies schon heute vor Augen: „Während Immobilienpreise in den vergangenen zehn Jahren nahezu unverändert blieben, steigen die Kauf- und Mietpreise seit zwei, drei Jahren in guten Lagen um zweistellige Raten an.“ Die anhaltende Niedrigzinspolitik in den USA bis mindestens Ende 2014 und die Politik der EZB setze klare Signale in Richtung Inflation, was sich längerfristig positiv auf Edelmetalle, Aktien und Immobilien auswirken werde.
     
    Während sich Silber und Platin im April mit rund minus vier Prozent deutlich schlechter entwickelten ging es bei Palladium hingegen mit mehr als vier Prozent nach oben. Als Gründe hierfür könnten die geringeren Palladiumausfuhren aus Russland, niedrigere Produktionsniveaus in südafrikanischen Minen sowie eine starke Nachfrage aus der Automobilbranche und der Schmuckindustrie gesehen werden.
     
    Im April haben die Aktien der Minengesellschaften die schlechte Märzentwicklung größtenteils fortgesetzt und sind sogar noch weiter gefallen. In der letzten Aprilwoche hat sich der Markt dann allerdings gedreht. „Auch wenn wir noch nicht wieder im positiven Bereich sind, konnten Minenaktien einen Teil ihrer Verluste wettmachen“, sagt Siegel. „Einige Werte haben in nur zwei bis drei Tagen fast 20 Prozent zugelegt – das zeigt, was für große Potenziale in Minenaktien stecken.“ Als Beispiele nennt der Edelmetallexperte Titel wie Lake Shore Gold, Aurcana oder Avion Gold. „Ob diese Entwicklung allerdings eine allgemeine Trendwende eingeläutet hat, bleibt abzuwarten.“
     
    Basismetalle verhielten sich uneinheitlich. Während sich Nickel und Zinn auf relativ hohem Niveau eher konstant entwickelten, ging es bei Zink (plus 3 Prozent) und Blei (plus 5,5 Prozent) deutlich aufwärts. Auch die Lage am Ölmarkt scheine sich beruhigt zu haben – weitere Preissteigerungen blieben aus. „Das ist vor allem auf eine Erhöhung der Förderquote von Seiten der OPEC sowie die erneut aufkeimenden Sorgen hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung in Europa zurückzuführen“, sagt Siegel.
     

    Wertpapier: SilberGoldPlatinPalladium


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    Gastautor

    Martin Siegel ist Gründer der Goldhandelsfirma Westgold und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH. Der Rohstoffexperte ist Autor verschiedener Bücher zu den Themen Goldmarkt und Goldminenaktien.

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