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Politische Börsen mit langen Beinen? Wer die Wahl hat, hat die Qual!

 |  07.05.2012, 00:38  |  2295 Aufrufe  |   | 

Die Anleger sind durch die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland verunsichert. Man kann nur hoffen, dass politische Börsen kurze Beine haben.

„Wer die Wahl hat, hat die Qual!“ Wissen Sie schon, wen Sie in 2013 wählen? Die Wahlen in Athen und in Frankreich wurden schon als Schicksalswahlen für den Euro bezeichnet. Der Euro ist eine politische Kunstwährung. Sie muss nicht so bleiben. Es wird sich bis 2013 noch viel verändern, einiges sogar radikal.

 

Europa  könnte sich durch  neue Politiker in Führungspositionen ändern und möglicherweise spalten. Wir haben jetzt auch wieder von der Politik bestimmte Kurse. Der DAX brach am Freitag um fast 2% auf 6561 Indexpunkte ein, weil es zu einem schlechte Konjunkturdaten in den USA gab – in den USA wurden im April mit 115.000 weit weniger Stellen geschaffen als erwartet, zum anderen weil die Anleger aber auch Angst vor einem Wahlsieg von Hollande und einem ungünstigen Wahlausgang in Griechenland Aktien vorsichtshalber verkauft haben. Wen es nach Hollande ginge hätten wir ein neues Europa der Eurobonds und der noch größeren Verschuldung oder der Spaltung. Wo soll das aber enden?

 

Hinzu kam die Wahl in Schleswig-Holstein, die Aufschluss über das Stimmungsbild in Deutschland gibt und ob es 2013 auch in Deutschland zu einem Machtverlust von Merkel kommen kann. In jedem fall lieferten sich CDU und SPD in Schleswig-Holstein ein Kopf-an Kopf-Rennen. Jetzt werden die Koalitionsverhandlungen schwierig werden.  Die Piraten könnten auch in 2013 das Zünglein an der Waage sein oder es läuft wieder auf eine große Koalition hinaus. Wer auch immer an die Macht kommt, er wird es schwer haben, da die Politik von Verschuldungszwängen geprägt ist.

 

In der Tat war die Wahl in Frankreich auch so etwas wie eine Richtungswahl für den Euro und die Weltbörsen. Hollande hat wie erwartet die Wahl klar gewonnen. Er wird wohl mit Merkel auf Konfrontationskurs gehen. Er will eine Rente mit 60 einführen. Der Fiskalpakt ist in Gefahr und damit der Euro auch. Im Grundsatz hat aber Hollande zum Teil recht: ein Staat darf sich nicht kaputt sparen, es muss auch Wachstumsimpulse geben, aber er muss auch Haushaltsdisziplin wahren. Wird dies Hollande wohl schaffen? Es wird in jedem Fall zu Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich kommen.

 

In Griechenland stellten sich 32 Parteien zur Wahl. Die rechts- und linksextremen Gruppen bekamen Zukauf. Die beiden großen Volksparteien wurden abgestraft, müssen aber ohl eine Koalition bilden; es ist die Frage, ob dann auch alle Beschlüsse so durchgesetzt werden wie es die Troika fordert. Immerhin wurden zuvor griechische Anleihen von S&P um 4 Stufen herauf gestuft während spanische Anleihen um 2 Stufen herabgestuft wurden. Spanien wird also das neue Sorgenkind in Europa, neben Frankreich. So manch ein Experte befürchtet  jetzt wieder, dass der Euro den Belastungen nicht standhalten kann und trotz erweitertem Rettungssschirm auseinanderbricht, wenn Griechenland und Frankreich nicht bei der Stange bleiben.

 

EZB-Chef Draghi machte schon in Barcelona klar, dass die EZB mit dem „give away“ von 1 Billion € ihren Job gemacht hat und nun die Politik gefordert sei. Wenn das heißt, dass die EZB keinen weiteren Liquiditätshilfen gibt, wäre dies schlecht für die Weltbörsen. Auch ist noch nicht klar, ob es ein QE3 bei der FED im Sommer geben wird. Auch der Wahlkampf in den USA wirft seine Schatten schon voraus. Es wird also ein heißer Sommer werden, wobei danach auch die noch offen Iran-frage in irgendeiner Form geklärt werden muss.

 

Er ergeben sich jetzt auf verschiedenen Märkten sehr brisante Marktkonstellationen. Neben dem DAX gab auch der Dow Jones wegen der schlechten Arbeitsmarktdaten in den USA um 0,62% auf 13.211 Indexpunkte nach. Der RTS-Index brach sogar um über 3% auf unter 1500 Indexpunkte ein, da zusätzlich auch der Ölpreis kräftig um 3,89% auf unter 100 USD/Barrel nachgab. Sehr wichtig ist jetzt, ob die 1,30 EUR/USD-Marke hält, für alle Rohstoff- und Aktienmärkte. Der einzige „sichere Hafen“ ist im Moment weiterhin den Bund-Future, der erstmals auf das neue Rekord-Hoch von 142 stieg. Hier zeichnet sich ein „bubble“ ab. Gold konnte sich  leicht um 0,31% auf 1642 USD/Unze und Silber um 1,42% auf 30,43 USD/Unze erholen

 

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Disclaimer

Gastautor

Andreas Männicke ist Geschäftsführer der ESI East Stock Informationsdienste GmbH (www.eaststock.de), Herausgeber und Chefredakteur des EAST STOCK TRENDS, freier Mitarbeiter vom Emerging Markets Portal und Berater für Vermögensverwalter im Bereich Osteuropa. Er hat eine über 15 jährige Erfahrung mit den aufstrebenden Kapitalmärkten in Osteuropa und ist ein gefragter Interviewpartner in den Medien (u.a. bekannt aus NTV/Telebörse, N24, 3 SAT Börse, Bloomberg TV).

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