Aral-Chef hält gewaltige Preissprünge bei Benzin für unrealistisch
BERLIN (dpa-AFX) - Nach Rekordpreisen beim Benzin hält der Chef von Deutschlands größtem Benzinverkäufer Aral, Stefan Brok, weitere gewaltige Preissprünge für unrealistisch. Ein Preis von zwei Euro je Liter sei sehr unwahrscheinlich, sagte Brok der 'Welt' (Montagausgabe). Derzeit koste Benzin etwa 1,67 Euro bei einem Preis von 1.060 Dollar je Tonne in Rotterdam. 'Eine Verteuerung auf zwei Euro je Liter würde sich ergeben, wenn bei konstantem Wechselkurs von Euro zum Dollar der Preis um mehr als 50 Prozent auf über 1.600 Dollar steigt. Das halte ich mit Blick auf die aktuelle Weltkonjunktur für sehr unrealistisch.'
Die von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) im Kampf gegen hohe Spritpreise und die undurchsichtige Preisbildung geplante Markttransparenzstelle hält Brok für nutzlos: 'Das wird an den Preisen nichts ändern, die bilden sich durch Angebot und Nachfrage.' Boykottieren werde Aral das Gesetz aber nicht. Es müssten allerdings Änderungen her.
Aral gehört zum britischen Mineralölkonzern BP

0
