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Aral-Chef hält gewaltige Preissprünge bei Benzin für unrealistisch

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
 |  07.05.2012, 08:41  |  487 Aufrufe  |   | 

BERLIN (dpa-AFX) - Nach Rekordpreisen beim Benzin hält der Chef von Deutschlands größtem Benzinverkäufer Aral, Stefan Brok, weitere gewaltige Preissprünge für unrealistisch. Ein Preis von zwei Euro je Liter sei sehr unwahrscheinlich, sagte Brok der 'Welt' (Montagausgabe). Derzeit koste Benzin etwa 1,67 Euro bei einem Preis von 1.060 Dollar je Tonne in Rotterdam. 'Eine Verteuerung auf zwei Euro je Liter würde sich ergeben, wenn bei konstantem Wechselkurs von Euro zum Dollar der Preis um mehr als 50 Prozent auf über 1.600 Dollar steigt. Das halte ich mit Blick auf die aktuelle Weltkonjunktur für sehr unrealistisch.'

Die von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) im Kampf gegen hohe Spritpreise und die undurchsichtige Preisbildung geplante Markttransparenzstelle hält Brok für nutzlos: 'Das wird an den Preisen nichts ändern, die bilden sich durch Angebot und Nachfrage.' Boykottieren werde Aral das Gesetz aber nicht. Es müssten allerdings Änderungen her.

Aral gehört zum britischen Mineralölkonzern BP und hat in Deutschland 2.400 Tankstellen. Die hohen Benzinpreise hätten dazu geführt, dass die Kunden nicht mehr voll tanken und weniger Auto fahren. Einige seien auch auf Motoren mit Flüssiggasantrieb oder Erdgas umgestiegen, sagte Brok. 'Unser Benzinabsatz ist im April im einstelligen Prozentbereich rückläufig gewesen.' Der Aral-Chef geht davon aus, dass der Trend sinkender Benzinverkäufe anhalten wird und auch durch das Plus beim Dieselverkauf nicht ausgeglichen werden kann. Bis 2025 dürfte der Benzinabsatz um ein Drittel schrumpfen. Das liege vor allem an sparsameren Motoren. Gleichzeitig werde aber das Tankstellennetz von derzeit 14.700 Stationen in Deutschland nicht sonderlich kleiner werden. 'All das sorgt für einen Verdrängungswettbewerb.'/she/enl/kja


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