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Börse Frankfurt am Morgen Deutliche Abschläge, Europa-Sorgen dominieren

Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
 |  07.05.2012, 09:57  |  854 Aufrufe  |   | 

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Indizes starten mit deutlichen Abschlägen in den ersten Tag der Handelswoche. Dabei lasten nach den Wahlergebnissen in Frankreich und Griechenland neue Europa-Sorgen auf der Stimmung der Anleger. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verliert aktuell 1,92 Prozent auf 6.435,82 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um 1,67 Prozent auf 10.412,55 Stellen nachgibt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) geht es derweil um 1,48 Prozent auf 5.018,36 Zähler nach unten. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) gibt um 1,95 Prozent nach auf 766,26 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,10 Prozent auf 142,20 Punkte, während der Euro um 0,37 Prozent auf 1,3009 US-Dollar gewinnt.

Die US-Indizes sind am Freitag mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Belastet wurden die Kurse von den aktuellen Daten vom Arbeitsmarkt, welche die Erwartungen der Marktteilnehmer klar verfehlten. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 1,27 Prozent auf 13.038,27 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 2,25 Prozent auf 2.956,34 Zähler nachgab. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) fiel unterdessen um 1,61 Prozent auf 1.369,10 Punkte zurück. Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach zuletzt zwei Feiertagen schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 2,78 Prozent bei 9.119,14 Punkten.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wurden im Jahr 2011 im Handel mit anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) 57 Prozent der Exporte (mengenmäßig) im Straßenverkehr transportiert. Es folgten als weitere wichtige Transportwege die Binnenschifffahrt sowie fest installierte Transporteinrichtungen wie Pipelines oder Stromleitungen. Jeweils 6 Prozent der Exporte entfielen auf den Seeverkehr und den Schienenverkehr.

Im DAX bewegen sich kurz nach Handelsbeginn alle Werte im Minus. Dabei können sich Anteile von Beiersdorf mit einem Abschlag von 0,5 Prozent auf dem ersten Platz behaupten. Es folgen Papiere von Henkel und der Deutschen Telekom mit Verlusten von jeweils 0,6 Prozent. Aktien von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) bewegen sich aktuell mit 1,6 Prozent im Minus. Der Technologiekonzern will die Wettbewerbsfähigkeit der Windenergie-Sparte durch eine Plattformstrategie verbessern. Auf dem letzten Platz verlieren Anteile von Linde 3,3 Prozent an Wert.

Im MDAX liegen aktuell Hannover Rück als einziger Wert knapp im Plus. Aktien von HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) geben um 1,6 Prozent nach. Die zum Baukonzern gehörende Tochter Leighton (ISIN AU000000LEI5/ WKN 856187) hat erneut Probleme mit einem ihrer Großprojekte. Einer Pressemitteilung zufolge wird das milliardenschwere Bauprojekt zur Errichtung der Flughafenanbindung in Brisbane voraussichtlich erst am 20. August 2012 fertig gestellt. Durch die neuerliche Verzögerung erwartet Leighton jedoch keine negativen Auswirkungen auf das Konzernergebnis. In der langen Reihe der Verlierer stechen insbesondere Papiere von Dürr und DEUTZ mit Abschlägen von 3,7 Prozent respektive 3,8 Prozent hervor.

Im TecDAX geben Aktien von QSC (ISIN DE0005137004/ WKN 513700) um 9,7 Prozent nach. Das Unternehmen gab heute bekannt, dass es planmäßig in das Geschäftsjahr 2012 gestartet ist und Fortschritte im Transformationsprozess zu einem ITK-Anbieter erzielt hat. Der Konzerngewinn ging im ersten Quartal allerdings deutlich von 6,5 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro zurück. Die Prognose für das Gesamtjahr 2012 wurde bekräftigt. Anteile von SINGULUS TECHNOLOGIES (ISIN DE0007238909/ WKN 723890) fallen um 3,9 Prozent zurück. Der Technologiekonzern gab heute bekannt, dass er in den ersten vier Monaten des Jahres 2012 neue Auftragseingänge für Blu-ray Disc Produktionsanlagen aus Deutschland verzeichnet.

Im SDAX geben Anteile von Air Berlin (ISIN GB00B128C026/ WKN AB1000) um 1,4 Prozent nach. Die Fluggesellschaft musste im April 2012 einen Rückgang von 4,3 Prozent bei den Passagierzahlen ausweisen. Gleichzeitig reduzierte das Unternehmen die Kapazität gezielt um 6,7 Prozent. Die Auslastung der Flotte konnte um 2 Prozentpunkte auf 78,0 Prozent gesteigert werden. Tipp24 (ISIN DE0007847147/ WKN 784714) ist erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2012 gestartet. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 15,5 Prozent. Nach Aussage des Konzerns bestehen für den deutschen Markt allerdings nach wie vor erhebliche regulatorische Unsicherheiten. Die Unternehmensaktie bewegt sich aktuell mit 1,6 Prozent im Minus.

DAX: 6.435,82 (-1,92 Prozent) MDAX: 10.412,55 (-1,67 Prozent) SDAX: 5.018,36 (-1,48 Prozent) TecDAX: 766,26 (-1,95 Prozent) (07.05.2012/ac/n/m)


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