Bundesbankchef Geldpolitik kein Allheilmittel für Europas Krankheit

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  08.05.2012, 08:34  |  527 Aufrufe  |   | 

    LONDON (dpa-AFX) - Jens Weidmann hat erneut vor einer Überlastung der Notenbanken beim Management der europäischen Schuldenkrise gewarnt. 'Geldpolitik ist kein Allheilmittel für Europas Krankheit', schreibt der Bundesbankchef in einem Gastkommentar für die britische 'Financial Times' (FT/Dienstagausgabe). Eingriffe der Währungshüter dürften in der Schuldenkrise nicht als letztes Mittel begriffen werden. 'Die Feuerkraft ist nicht unbegrenzt.'

    Erneut verwies der Top-Bundesbanker auf die Risiken der ultralockeren Geldpolitik - durch die Liquiditätsschwemme könne der Boden für neue Krisen bereitet werden. Zudem monierte Weidmann, dass Banken mit Zentralbankgeld am Tropf gehalten würden, die ihre Finanzierung aus eigener Kraft nicht sicherstellen könnten. Auf diese Weise würden private Risiken zu Steuerzahlern verschoben. 'Ob Banken mit Steuergeld gerettet werden, sollte ausschließlich von nationalen Parlamenten entschieden werden.'/hbr/zb



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