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    ROUNDUP HSBC wegen Schuldenbewertung mit Gewinnrückgang - Operativ verbessert

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  08.05.2012, 12:00  |  515 Aufrufe  |   | 

    LONDON (dpa-AFX) - Die größte britische Bank HSBC ist mit einem Gewinnrückgang ins Jahr gestartet. Der Überschuss sank um fast 40 Prozent auf 2,6 Milliarden US-Dollar, wie das Institut am Dienstag in London mitteilte. Schuld ist vor allem ein Bilanzierungseffekt durch die Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten. Dieser hatte im vergangenen Jahr noch wie bei vielen anderen Großbanken das Ergebnis geschönt und wirkt sich nun negativ aus. Hinzu kam nun eine höhere Schuldenlast.

    Operativ lief das Geschäft aber besser. Der um Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn stieg um ein Viertel auf 6,8 Milliarden US-Dollar und übertraf die Erwartungen von Analysten. Dabei profitierte die Bank von einer Erholung des Ende 2011 schwachen Investmentbankings sowie starken Zuwächsen in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas.

    Vorstandschef Stuart Gulliver sprach von einem guten Start ins Jahr. Die Märkte blieben aber angesichts der großen politischen und regulatorischen Unsicherheiten in den Industrieländern schwankungsanfällig. Dagegen sei der Ausblick in den Wachstumsländern ermutigend. Im April hatte sich die Lage an den Finanzmärkten nach der Erholung zu Jahresbeginn wieder eingetrübt. HSBC habe sich in diesem Umfeld zufriedenstellend geschlagen, sagte Gulliver.

    Der im vergangenen Jahr eingeleitete tiefgreifenden Konzernumbau kommt voran. Die Zahl der Mitarbeiter sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14.000. Damit sei die jährliche Kostenbasis bereits um 2 Milliarden Dollar gesenkt worden, hieß es. Insgesamt will der seit Anfang 2011 amtierende Manager weltweit rund 30.000 der rund 300.000 Arbeitsplätze streichen und so die Kosten um 3,5 Milliarden Dollar senken. Aus einigen Geschäften und Ländern zieht sich das Institut ganz zurück. Damit bereitet es sich auf die strengeren Kapitalvorschriften für Banken vor.

    Eine zusätzliche Belastung musste HSBC für die Fehlberatung von Kunden in Großbritannien verbuchen. Die Banklegte dafür weitere 468 Millionen Dollar beiseite, nachdem sie bereits vor einem Jahr 440 Millionen Dollar für Schadensersatzansprüche zurückgestellt hatte. 'Wir stellen einen deutlichen Anstieg der Schadensersatzforderungen fest', hieß es im Quartalsbericht. Auch die Konkurrenten Lloyds , Royal Bank of Scotland und Barclays hatten ihre Rückstellungen zuletzt erhöht. Die Institute hatten einer offiziellen Untersuchung zufolge britischen Kunden Restschuldversicherungen angedreht, obwohl diese nie Ansprüche auf Zahlungen gehabt hätten.

    Besser liefen die Geschäfte in den USA dank der dortigen Wirtschaftserholung. Ob HSBC dort allerdings über den Berg der Schuldenkrise ist, ist noch offen. Insgesamt hat der Konzern 65 Milliarden US-Dollar für faule Kredite zurückgelegt. Das Institut war durch die Übernahme der US-Bank Household aus dem Jahr 2003 in den Schlamassel der Subprime-Krise geraten. Im Herbst hatten einige US-Bundesstaten Moratorien für die Kündigung von Hypotheken eingeführt, was die Kreditvorsorge von HSBC zwischenzeitlich in die Höhe trieb./enl/jha/kja



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