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    ROUNDUP Commerzbank zieht sich aus Griechenland-Engagement zurück

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  09.05.2012, 11:57  |  541 Aufrufe  |   | 

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die teilverstaatlichte Commerzbank hat sich nach dem Schuldenschnitt in Griechenland von fast allen Staatsanleihen des hoch verschuldeten Landes getrennt. Ende Dezember hatte die Bank noch Griechen-Papiere im Wert von rund 800 Millionen Euro in den Büchern. Durch den Schuldenschnitt sank der Wert dieser Anlagen bereits deutlich. Jetzt trennte sich die Bank auch nahezu vollständig von den Papieren, die sie im Zuge der Umschuldung erhalten hat, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht der Bank hervorgeht.

    Commerzbank-Chef Martin Blessing gilt in der deutschen Bankenszene als einer der schärfsten Kritiker des freiwilligen Schuldenschnitts. Er verglich die Freiwilligkeit der privaten Gläubiger an der Teilnahme bei der Umschuldung mit der eines Geständnisses bei der spanischen Inquisition. Der griechische Schuldenschnitt hatte die Bank besonders hart getroffen - er belastete das Commerzbank-Ergebnis insgesamt mit rund 2,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Nun kamen durch den Verkauf weitere Einbußen in Höhe von 70 Millionen Euro hinzu, wie Finanzvorstand Stephan Engels in einer Telefonkonferenz mit Journalisten erklärte.

    In den anderen von der Schuldenkrise besonders betroffenen Staaten wie Irland, Italien, Portugal und Spanien wurde das Engagement stabil gehalten. Der Wert der italienischen Staatsanleihen in den Büchern der Commerzbank legte sogar leicht auf 8,4 Milliarden zu. Dies sei auf eine Kurserholung vor allem bei den kurz laufenden Anleihen zurückzuführen. In spanische Staatsanleihen war die Commerzbank Ende März mit 2,9 (Ende 2011: 2,8) Milliarden engagiert./zb/enl/kja

    Themen: Engels


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