Neu auf wallstreet:online? Jetzt kostenlos registrieren!
Registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

    ROUNDUP Dresdner Kleinwort: Commerzbank muss umstrittene Boni zahlen

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  09.05.2012, 14:19  |  299 Aufrufe  |   | 

    LONDON (dpa-AFX) - Die Commerzbank muss ehemaligen Investmentbankern der Dresdner Kleinwort nachträglich umstrittene Boni in Höhe von insgesamt rund 50 Millionen Euro zahlen. Das entschied ein Gericht in London am Mittwoch nach einem monatelangen Prozess. 104 ehemalige Beschäftigte der Dresdner Kleinwort hatten auf die Auszahlung der Boni geklagt. Die Commerzbank, die im Spätsommer 2008 die Dresdner Bank übernommen hatte, ist Rechtsnachfolger der inzwischen liquidierten Investmentbank.

    Das Institut behält sich vor, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. 'Die Commerzbank ist nach wie vor davon überzeugt, dass es verantwortungsvoll und richtig war, die Bonusbeträge zu reduzieren, nachdem das Investmentbanking der Dresdner Bank 2008 einen Verlust von 6,5 Milliarden Euro ausgewiesen hatte', erklärte eine Sprecherin. Die Commerzbank hat nun 21 Tage Zeit, Berufung zu beantragen.

    Von der Klägerseite hieß es, einem Berufungsverfahren räume man kaum Chancen ein. 'Das Urteil ist sehr deutlich', sagte Anwalt Clive Zietman. Die einzelnen Boni-Beträge pro Mitarbeiter liegen zwischen 15 000 und 2 Millionen Euro.

    Der damalige Dresdner-Kleinwort-Chef Stefan Jentzsch hatte seinen Investmentbankern im August 2008 einen Bonus-Pool von 400 Millionen Euro versprochen. Die Frage vor Gericht war unter anderem gewesen, ob dies rechtlich bindend oder nur mündlich in Aussicht gestellt war. Dresdner Kleinwort hatte im Jahr 2008 einen Verlust von 6,5 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Commerzbank selbst musste 18,2 Milliarden Euro Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen.

    Der Richter sagte, er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Kläger ein Anrecht auf Auszahlung der Boni hätten, die ihnen angekündigt worden seien. Im Laufe des Prozesses hatte unter anderem Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing als Zeuge ausgesagt./gür/DP/wiz


    Schreibe Deinen Kommentar

     

    Disclaimer

    Nachrichtenagentur

    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)

    RSS-Feed dpa-AFX

    Weitere Nachrichten des Autors

    TitelLeser
    571
    392
    385
    368
    336
    328
    328
    323
    317
    316
    TitelLeser
    1473
    1415
    939
    884
    760
    723
    715
    711
    696
    673
    TitelLeser
    3822
    3065
    3026
    2948
    2657
    2334
    2155
    2032
    1972
    1586
    TitelLeser
    25250
    24262
    23392
    21128
    17255
    15125
    13220
    13128
    11837
    11669

    Top Nachrichten aus der Rubrik