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ots.CorporateNews Deloitte / Navigieren im Nebel / Deloitte CFO Survey: CFOs steuern durch ...

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
 |  10.05.2012, 12:36  |  359 Aufrufe  |   | 

Navigieren im Nebel / Deloitte CFO Survey: CFOs steuern durch

unsichere Zeiten / Individuelle Geschäftsaussichten positiv

Frankfurt/München (ots) - Laut Deloitte CFO Survey beurteilen die

112 befragten CFOs deutscher Großunternehmen ihre Geschäftsaussichten

positiver als noch vor drei Monaten. Für die Wirtschaft insgesamt

erwarten sie steigende Umsätze und Mitarbeiterzahlen. Im eigenen

Unternehmen steht organisches Wachstum weit oben auf der

Prioritätenliste, aber auch defensive Maßnahmen. Die außergewöhnlich

hohe Unsicherheit im Umfeld rührt aus der Euro-Krise. Weit über die

Hälfte der Befragten sehen die Maßnahmen zur Bewältigung als

unzureichend an. Bei der Finanzierung favorisiert die Mehrheit

Unternehmensanleihen. Die Kreditaufnahme bereitet meist keine

Probleme - dennoch soll Verschuldung abgebaut werden. Die höchste

Priorität für die Finanzchefs hat momentan die Unternehmenssteuerung

- Finanzierungsfragen stehen zurück. Als größte CFO-Herausforderung

sehen sie die Umsetzung komplexer Transformationsprogramme.

'Einerseits schätzen die CFOs Lage und Perspektiven ihres

Unternehmens positiv ein. Andererseits sehen sie aber erhebliche

Unsicherheiten. Insgesamt wollen sie sich auf organisches

Unternehmenswachstum, Cashflow-Absicherung und Kostenreduzierung

fokussieren und rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit einem

Rückgang der operativen Margen', erklärt Rolf Epstein, Partner und

Leiter CFO-Services bei Deloitte.

Positiventwicklung in einem schwierigen Umfeld

Die befragten CFOs gehen mehrheitlich nicht davon aus, dass sich

die Lage ihrer Unternehmen in den nächsten Monaten verschlechtern

wird. Immerhin 28 Prozent rechnen sogar mit einer Verbesserung. Nur

16 Prozent fürchten eine gegenläufige Entwicklung. Andererseits

halten 80 Prozent ihr Umfeld für überdurchschnittlich volatil und

sehen dadurch zahlreiche Risiken.

Größtes Risiko: Euro-Krise

Insbesondere die Euro-Krise sorgt für Unsicherheit. Nur drei

Prozent glauben, dass sie mit den bisherigen Maßnahmen überwunden

werden kann. Dafür halten 43 Prozent Euro-Austritte in den nächsten

fünf Jahren für möglich. Mit 70 Prozent befürchtet eine deutliche

Mehrheit vor allem einen krisenbedingten Nachfragerückgang. Die

nächsthäufig genannte Folge einer sich fortsetzenden Euro-Krise ist

das Währungsrisiko nach Austritt einzelner Staaten - damit rechnen

'nur' 32 Prozent.

Strategie: im Zweifel defensiv

Im Spannungsfeld zwischen externen Unsicherheiten und positiver

Einschätzung der eigenen Geschäftsaussichten, setzen die befragten

CFOs auf eine defensiv ausgerichtete Strategie. Das bedeutet:

Maßnahmen zur Erhöhung des operativen Cashflows, Kostensenkungen und

Verringerung des Verschuldungsgrads sind in ihrer Gesamtheit derzeit

wichtiger als offensive Schritte wie Produkteinführungen, Expansion

in neue Märkte oder Firmenübernahmen. Dennoch steht organisches

Wachstum klar auf Platz 1 der Prioritätenliste. Nach Branchen

betrachtet zeigen sich Life Science und Consumer Business eher

offensiv, die Finanzdienstleister und die Fertigungsindustrie dagegen

defensiv. Eine Mehrheit (56%) rechnet branchenübergreifend mit

verstärkten M&A-Aktivitäten.

Sparsamkeit trotz verfügbarer Kredite

Ähnlich ist das Bild beim 'Kerngeschäft' der CFOs, der

Finanzierung. Hier stehen neben Unternehmensanleihen auch Kredite

hoch im Kurs - die Kreditaufnahme bei einer Bank wird grundsätzlich

als attraktiv bewertet. Eine Kreditklemme scheint für die CFOs kein

Thema zu sein, die Konditionen werden mehrheitlich als günstig

beurteilt. Jedoch herrscht Skepsis gegenüber einem hohen

Fremdfinanzierungsgrad im eigenen Unternehmen. Für die befragten CFOs

ist das jedoch kein Grund zur Sorge: Ihrer Ansicht nach sind die

meisten Unternehmen angemessen fremdfinanziert - nur ein Viertel ist

anderer Ansicht. Dennoch will die Mehrheit beim eigenen Unternehmen

verstärkt Schulden abbauen und auf absehbare Zeit keine Bilanzrisiken

eingehen.

Strategieumsetzung ist Hauptaufgabe der CFOs

Nicht zuletzt das schwierige Umfeld sorgt dafür, dass die

Anforderungen an die CFOs steigen. Ihr Aufgabenspektrum wächst

stetig: Ein klarer Schwerpunkt liegt derzeit bei der

Strategieumsetzung und Unternehmenssteuerung, wogegen Fragen zur

Finanzierung eher in den Hintergrund treten. Dennoch ist die Hälfte

der Befragten intensiv mit der Optimierung der Finanzorganisation

befasst, ein Viertel konzentriert sich auf das Talent Management. Die

größte Herausforderung sehen die Umfrageteilnehmer (64%) in der

Umsetzung hoch komplexer Transformationsprogramme, wobei ein

Finanzbezug nicht unbedingt gegeben sein muss.

'Trotz guter Aussichten tendieren die CFOs zu einer vorsichtigen

Unternehmensstrategie. Sie wollen jedoch ihre Marktposition gezielt

ausbauen, Umsatz und Mitarbeiterzahlen steigern. Es bestehen eine

hohe Risikoaversion und ein Fokus auf eine eher umsichtige

Unternehmenspolitik', schließt Dr. Alexander Börsch, Leiter Research

bei Deloitte Deutschland.

Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/dg0MD zum

Download.

Ende

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen

Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance

für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit

einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150

Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen

Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen

unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. 'To be the Standard of

Excellence' - für rund 182.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies

gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur

verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige

Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und

kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das

herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten

bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu

beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu

werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine

'private company limited by guarantee' (Gesellschaft mit beschränkter

Haftung nach britischem Recht), und/oder ihr Netzwerk von

Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich

selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der

rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer

Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2012 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Originaltext: Deloitte

Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60247

Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_60247.rss2

Pressekontakt:

Isabel Milojevic

Leiterin Presse

Tel.: +49 (0)89 29036 8825

imilojevic@deloitte.de


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