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    ots.CorporateNews Deloitte / Navigieren im Nebel / Deloitte CFO Survey: CFOs steuern durch ...

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  10.05.2012, 12:36  |  396 Aufrufe  |   | 

    Navigieren im Nebel / Deloitte CFO Survey: CFOs steuern durch

    unsichere Zeiten / Individuelle Geschäftsaussichten positiv

    Frankfurt/München (ots) - Laut Deloitte CFO Survey beurteilen die

    112 befragten CFOs deutscher Großunternehmen ihre Geschäftsaussichten

    positiver als noch vor drei Monaten. Für die Wirtschaft insgesamt

    erwarten sie steigende Umsätze und Mitarbeiterzahlen. Im eigenen

    Unternehmen steht organisches Wachstum weit oben auf der

    Prioritätenliste, aber auch defensive Maßnahmen. Die außergewöhnlich

    hohe Unsicherheit im Umfeld rührt aus der Euro-Krise. Weit über die

    Hälfte der Befragten sehen die Maßnahmen zur Bewältigung als

    unzureichend an. Bei der Finanzierung favorisiert die Mehrheit

    Unternehmensanleihen. Die Kreditaufnahme bereitet meist keine

    Probleme - dennoch soll Verschuldung abgebaut werden. Die höchste

    Priorität für die Finanzchefs hat momentan die Unternehmenssteuerung

    - Finanzierungsfragen stehen zurück. Als größte CFO-Herausforderung

    sehen sie die Umsetzung komplexer Transformationsprogramme.

    'Einerseits schätzen die CFOs Lage und Perspektiven ihres

    Unternehmens positiv ein. Andererseits sehen sie aber erhebliche

    Unsicherheiten. Insgesamt wollen sie sich auf organisches

    Unternehmenswachstum, Cashflow-Absicherung und Kostenreduzierung

    fokussieren und rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit einem

    Rückgang der operativen Margen', erklärt Rolf Epstein, Partner und

    Leiter CFO-Services bei Deloitte.

    Positiventwicklung in einem schwierigen Umfeld

    Die befragten CFOs gehen mehrheitlich nicht davon aus, dass sich

    die Lage ihrer Unternehmen in den nächsten Monaten verschlechtern

    wird. Immerhin 28 Prozent rechnen sogar mit einer Verbesserung. Nur

    16 Prozent fürchten eine gegenläufige Entwicklung. Andererseits

    halten 80 Prozent ihr Umfeld für überdurchschnittlich volatil und

    sehen dadurch zahlreiche Risiken.

    Größtes Risiko: Euro-Krise

    Insbesondere die Euro-Krise sorgt für Unsicherheit. Nur drei

    Prozent glauben, dass sie mit den bisherigen Maßnahmen überwunden

    werden kann. Dafür halten 43 Prozent Euro-Austritte in den nächsten

    fünf Jahren für möglich. Mit 70 Prozent befürchtet eine deutliche

    Mehrheit vor allem einen krisenbedingten Nachfragerückgang. Die

    nächsthäufig genannte Folge einer sich fortsetzenden Euro-Krise ist

    das Währungsrisiko nach Austritt einzelner Staaten - damit rechnen

    'nur' 32 Prozent.

    Strategie: im Zweifel defensiv

    Im Spannungsfeld zwischen externen Unsicherheiten und positiver

    Einschätzung der eigenen Geschäftsaussichten, setzen die befragten

    CFOs auf eine defensiv ausgerichtete Strategie. Das bedeutet:

    Maßnahmen zur Erhöhung des operativen Cashflows, Kostensenkungen und

    Verringerung des Verschuldungsgrads sind in ihrer Gesamtheit derzeit

    wichtiger als offensive Schritte wie Produkteinführungen, Expansion

    in neue Märkte oder Firmenübernahmen. Dennoch steht organisches

    Wachstum klar auf Platz 1 der Prioritätenliste. Nach Branchen

    betrachtet zeigen sich Life Science und Consumer Business eher

    offensiv, die Finanzdienstleister und die Fertigungsindustrie dagegen

    defensiv. Eine Mehrheit (56%) rechnet branchenübergreifend mit

    verstärkten M&A-Aktivitäten.

    Sparsamkeit trotz verfügbarer Kredite

    Ähnlich ist das Bild beim 'Kerngeschäft' der CFOs, der

    Finanzierung. Hier stehen neben Unternehmensanleihen auch Kredite

    hoch im Kurs - die Kreditaufnahme bei einer Bank wird grundsätzlich

    als attraktiv bewertet. Eine Kreditklemme scheint für die CFOs kein

    Thema zu sein, die Konditionen werden mehrheitlich als günstig

    beurteilt. Jedoch herrscht Skepsis gegenüber einem hohen

    Fremdfinanzierungsgrad im eigenen Unternehmen. Für die befragten CFOs

    ist das jedoch kein Grund zur Sorge: Ihrer Ansicht nach sind die

    meisten Unternehmen angemessen fremdfinanziert - nur ein Viertel ist

    anderer Ansicht. Dennoch will die Mehrheit beim eigenen Unternehmen

    verstärkt Schulden abbauen und auf absehbare Zeit keine Bilanzrisiken

    eingehen.

    Strategieumsetzung ist Hauptaufgabe der CFOs

    Nicht zuletzt das schwierige Umfeld sorgt dafür, dass die

    Anforderungen an die CFOs steigen. Ihr Aufgabenspektrum wächst

    stetig: Ein klarer Schwerpunkt liegt derzeit bei der

    Strategieumsetzung und Unternehmenssteuerung, wogegen Fragen zur

    Finanzierung eher in den Hintergrund treten. Dennoch ist die Hälfte

    der Befragten intensiv mit der Optimierung der Finanzorganisation

    befasst, ein Viertel konzentriert sich auf das Talent Management. Die

    größte Herausforderung sehen die Umfrageteilnehmer (64%) in der

    Umsetzung hoch komplexer Transformationsprogramme, wobei ein

    Finanzbezug nicht unbedingt gegeben sein muss.

    'Trotz guter Aussichten tendieren die CFOs zu einer vorsichtigen

    Unternehmensstrategie. Sie wollen jedoch ihre Marktposition gezielt

    ausbauen, Umsatz und Mitarbeiterzahlen steigern. Es bestehen eine

    hohe Risikoaversion und ein Fokus auf eine eher umsichtige

    Unternehmenspolitik', schließt Dr. Alexander Börsch, Leiter Research

    bei Deloitte Deutschland.

    Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/dg0MD zum

    Download.

    Ende

    Über Deloitte

    Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen

    Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance

    für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit

    einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150

    Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen

    Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen

    unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. 'To be the Standard of

    Excellence' - für rund 182.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies

    gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

    Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur

    verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige

    Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und

    kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das

    herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten

    bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu

    beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu

    werden.

    Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine

    'private company limited by guarantee' (Gesellschaft mit beschränkter

    Haftung nach britischem Recht), und/oder ihr Netzwerk von

    Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich

    selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der

    rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer

    Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

    © 2012 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

    Originaltext: Deloitte

    Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60247

    Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_60247.rss2

    Pressekontakt:

    Isabel Milojevic

    Leiterin Presse

    Tel.: +49 (0)89 29036 8825

    imilojevic@deloitte.de


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