Aktien Frankfurt Dax zwischen Gewinnen und Verlusten - JPM, Defizite belasten
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer kurzen Erholung hat sich der deutsche Aktienmarkt am Freitagmittag wieder etwas schwächer gezeigt. Der Markt reagierte laut Händlern negativ auf die spanische und französische Defizitentwicklung. Nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone ging es für den Dax
DEFIZITSORGEN BELASTEN
Sorgen über die Defizitentwicklung in Spanien und Frankreich bremsten die Erholung des Dax. Spanien und Frankreich verfehlen nach Einschätzung der EU-Kommission ihre Defizitziele. Die beiden großen Euro-Länder werden es nicht schaffen, im kommenden Jahr - wie fest vereinbart - die Maastrichter Defizitmarke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung einzuhalten. Das teilte die EU-Behörde in ihrer Konjunkturprognose in Brüssel mit. Zwischenzeitlich hatte der Markt durch die jüngsten Entwicklungen in Griechenland Auftrieb bekommen. Dort sind die Konservativen bereit, sich an einer Koalitionsregierung zu beteiligen. Die Vorstellungen der Sozialisten (Pasok) und der kleinen Linkspartei Demokratische Linke (Dimar) seien den Thesen der konservativen Nea Dimokratia (ND) 'sehr ähnlich', sagte ihr Vorsitzender Antonis Samaras im Fernsehen. 'Wir sind bereit diese Regierung zu unterstützen oder eine Minderheitsregierung zu dulden.'
FINANZWERTE UNTER DRUCK
Unter Druck gerieten insbesondere Finanzwerte infolge von Nachrichten über Fehlspekulationen der US-Investmentbank JPMorgan. Das Institut hat seit Anfang April rund 2 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet 1,50 Milliarden Euro bei riskanten Finanzwetten verloren. Trotz der laut einem Händler positiven Nachricht über einen Vergleich im Zusammenhang mit zwielichtigen Hypotheken-Geschäften einer Tochtergestellschaft in den USA verloren die Aktien der Deutschen Bank
Das Schlusslicht im Dax waren allerdings die Papiere von Fresenius
Im MDax behaupteten sich die Titel von Deutsche Wohnen
Den TecDax führten die Papiere von QSC mit einem Plus von 6,92 Prozent auf 1,87 Prozent an. Das auf Geschäftskunden ausgerichtete Telekomunternehmen QSC kündigte den Rückkauf eigener Aktien an. An zweiter Stelle stand Freenet

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