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Ölpreise setzen Verlustserie fort - Euro-Krise dämpft Risikofreude

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
 |  11.05.2012, 12:42  |  382 Aufrufe  |   | 

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Der Abwärtstrend bei den Ölpreisen hält an: Konjunktursorgen um die Eurozone drückten die Stimmung am Freitag weiter. Vor allem für Spanien verfinstert sich die Lage. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Juni kostete gegen Mittag 111,93 US-Dollar. Das waren 81 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 96 Cent auf 96,00 Dollar. US-Rohöl steuert auf den achten Tagesverlust in Folge zu - die längste Negativserie seit mehr als zwei Jahren.

Obwohl die Hoffnung gestiegen ist, dass in Griechenland nach einer chaotischen Woche doch noch eine Regierung zustande kommt, bleiben die Märkte verunsichert. Zwar sind die griechischen Konservativen grundsätzlich bereit, sich an einer Koalitionsregierung zu beteiligen. Noch ist allerdings vollkommen offen, ob es tatsächlich zu einer Regierungsbildung kommt, da die kleine Linkspartei Demokratische Linke (Dimar) auch auf einer Beteiligung der radikalen Linken besteht. Zudem wird befürchtet, dass Sozialistenchef Evangelos Venizelos den Schulden-Deal mit Griechenlands Euro-Partnern neu verhandeln will, falls es gelingt eine handlungsfähige Regierung auf die Beine zu stellen.

Auch nach Spanien, wo am heutigen Freitag eine Bankenreform durch das Parlament gebracht werden soll, blicken Anleger mit Skepsis. Für einen Befreiungsschlag, der die Probleme im Finanzsektor lösen würde, dürften Summen erforderlich sein, die aus dem spanischen Staatshaushalt niemals gestemmt werden können. Die spanischen Banken sitzen auf Krediten von rund einer Billion Euro, die am maroden Immobiliensektor hängen, und brauchen deshalb dringend frisches Kapital als Risikopuffer.

Nach Einschätzung der Rohstoffexperten von der Commerzbank kommt beim Rohöl zu den Querelen im Euroraum belastend das reichliche Angebot hinzu. Dem gestern veröffentlichten Monatsbericht der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zufolge werde derzeit mit 1,6 Millionen Barrel pro Tag mehr gefördert als benötigt, so die Analysten. Dennoch ist der Preis für Opec-Rohöl zuletzt gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 110,06 US-Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/jkr


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