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Wall Street-Schluss Dow Jones endet im Minus, JPMorgan im Fokus

Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
 |  11.05.2012, 22:10  |  3765 Aufrufe  |   | 

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes mussten am Freitag weitgehend im Minus aus dem Handel gehen. Dabei drückte vor allem eine Negativ-Meldung von JPMorgan auf die Stimmung der Investoren und die Kurse der Bankwerte. Darüber hinaus hatten die Märkte mit anhaltenden Sorgen über die jüngsten Entwicklungen in Europa zu kämpfen, allen voran mit der Unfähigkeit des Euro-Mitglieds Griechenland, eine Regierung zu bilden. Positiv hingegen wirkte sich das überraschend positiv ausgefallene Verbrauchervertrauen der Uni Michigan aus. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor am Ende 0,27 Prozent auf 12.820,60 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentierte sich mit einem Plus von 0,01 Prozent bei 2.933,82 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) einen Abschlag von 0,34 Prozent auf 1.353,39 Punkte zeigte.

Die US-Erzeugerpreise haben sich im April 2012 reduziert. Binnen Monatsfrist gingen die Preise um 0,2 Prozent zurück. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld ein unverändertes Preisniveau bzw. ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. Im März waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich unverändert geblieben. Für die Kernrate war im März ein Anstieg von 0,3 Prozent verzeichnet worden. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut Universität Michigan im Mai 2012 gegenüber dem Vormonat verbessert. So kletterte der Gesamtindex auf 77,8 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Stand von 76,4 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte hatten nur einen Wert von 76,0 Punkten erwartet.

Bereits gestern nach Börsenschluss erklärte das Auktionshaus Sotheby's (ISIN US8358981079/ WKN 875207), dass es im ersten Quartal aufgrund geringerer Auktionsumsätze einen Verlust erwirtschaftet hat. Ergebnisseitig wurden die Marktschätzungen erfüllt. Die Umsatzerwartungen konnten sogar übertroffen werden. Indes meldete CA (ISIN US12673P1057/ WKN A0JC59), ein Hersteller von Business-Software, dass er im vierten Quartal dank eines soliden Umsatzwachstums einen Gewinnanstieg verbucht hat. Die Gewinnerwartungen konnten auf bereinigter Basis geschlagen werden. Dabei profitierte man von einer starken Nachfrage in Nordamerika. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Während Sotheby's 2,6 Prozent abgaben, büßten CA 1,1 Prozent ein.

In Fokus standen heute JPMorgan (ISIN US46625H1005/ WKN 850628). Die größte US-Bankgesellschaft gab gestern bekannt, dass sie durch Fehlspekulationen in den letzten sechs Wochen milliardenschwere Verluste erlitten hat. Den Angaben zufolge hat das Institut aufgrund riskanter Geschäfte so genannte Market-to-Market-Verluste in Höhe von 2 Mrd. US-Dollar verzeichnet. Seit Ende März habe es demnach signifikante Buchverluste im synthetischen Kreditportfolio im Bereich Chief Investments gegeben. CEO Jamie Dimon verwies in diesem Zusammenhang auf eine Reihe von Fehlern, Schlamperei und schlechtes Urteilsvermögen. Die Sparte Corporate und Private Equity wird vor diesem Hintergrund im zweiten Quartal wahrscheinlich einen Verlust von 800 Mio. US-Dollar ausweisen, hieß es weiter. Zuletzt sei hier noch ein Gewinn von 200 Mio. US-Dollar erwartet worden. Aktien von JPMorgan verloren vor diesem Hintergrund 9,3 Prozent an Wert.

Heute gab der Grafikchip-Hersteller NVIDIA (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) bekannt, dass sich sein Gewinn im ersten Quartal angesichts rückläufiger Umsätze mehr als halbiert hat. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis übertroffen. Zudem wurde ein starker Umsatzausblick auf das laufende Quartal gegeben. Titel von NVIDIA rückten um 6,4 Prozent vor.

Papiere von Arena Pharmaceuticals (ISIN US0400471027/ WKN 939027) schossen um knapp 74 Prozent nach oben. Am Vorabend hatte der Pharmakonzern verkündet, dass sich ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde FDA positiv zu dem Medikament Lorcaserin zu Wort gemeldet hat. Nach Einschätzung des Gremiums gehe aus den derzeit verfügbaren klinischen Studiendaten hervor, dass Lorcaserin bei der Behandlung von übergewichtigen Patienten bei langfristiger Anwendung ein positives Risiko/Nutzen-Profil aufweise.

Die Kaufhauskette Dillard`s (ISIN US2540671011/ WKN 861569) meldete gestern, dass sie im ersten Quartal einen höheren Gewinn erzielt hat, was auf einen Anstieg der vergleichbaren Umsätze, stabile Margen sowie eine Kostenkontrolle zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten deutlich übertroffen werden. Anteilsscheine von Dillard`s verteuerten sich um 6,4 Prozent.

Schließlich plant der Automobilhersteller General Motors (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM) einem gestrigen Zeitungsbericht zufolge die Produktion von Mittelklassewagen für den französischen Automobilkonzern Peugeot (ISIN FR0000121501/ WKN 852363). Demnach werde GM nach derzeitigen Planungen einen Ersatz für die Mittelklasse-Limousine Citroen C5 bauen. Daneben beabsichtigt Peugeot nach Angaben eines Magazinberichts, die neue Version des Opel-Minivans Zafira zu fertigen, womit hunderte Stellen bei Opel in Rüsselsheim wegfallen würden. GM-Aktien tendierten 1,7 Prozent leichter. (11.05.2012/ac/n/m)



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