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    Börse&Märkte Wochenrückblick KW 24

    Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
     |  15.06.2012, 17:55  |  2017 Aufrufe  |   | 

    Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen überwiegend stärker entwickelt. Der DAX gewann im Wochenvergleich rund 1,6 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 einen Anstieg um etwa 1,9 Prozent aufweist. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Plus von rund 1,3 Prozent abgeschlossen. In den USA konnte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 1,9 Prozent zulegen.

     

    Börse&Märkte: Deutschland

    In Deutschland schloss der DAX am Montag mit 0,2 Prozent im Plus. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, konnte das deutsche Handwerk im ersten Quartal 2012 eine Umsatzsteigerung ausweisen. So kletterten die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,1 Prozent. Gleichzeitig waren in diesen Gewerben 0,4 Prozent mehr Personen tätig als Ende März 2011. Der Autobauer Volkswagen (+1,3 Prozent) hat einem Medienbericht zufolge einen Weg gefunden, wie er den Sportwagenhersteller Porsche übernehmen kann, ohne große Steuerbelastungen befürchten zu müssen. Ferner sind Volkswagen und Fiat offenbar an einem Einstieg bei Navistar interessiert. Der zu Volkswagen gehörende Hersteller AUDI meldete derweil, dass sie mit rund 128.900 ausgelieferten Automobilen und einem Zuwachs von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat den verkaufsstärksten Mai aller Zeiten geschrieben hat. Indes konnte der Automobilkonzern BMW (-0,1 Prozent) im Mai mit einem Absatzanstieg aufwarten. Der Gesundheitskonzern Fresenius (+1,3 Prozent) hat seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach oben korrigiert. In diesem Zusammenhang verwies man auf die sehr gute Geschäftsentwicklung in allen Unternehmensbereichen sowie auf die ausgezeichnete Entwicklung bei Fresenius Kabi.

     

    Am Dienstag schlossen Bayer-Aktien 1,5 Prozent im Plus. Die zum Pharmakonzern gehörende CropScience hat das Wassermelonen- und Melonensaatgutgeschäft des US-Unternehmens Abbott & Cobb übernommen. Der Düngemittelhersteller K+S (+0,4 Prozent) hat eine Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 500 Mio. Euro bei institutionellen Investoren erfolgreich platziert. Der Automobilkonzern Volkswagen (+0,7 Prozent) konnte im Mai erneut mit einem Absatzplus bei der Kernmarke VW aufwarten. Der Konkurrent Daimler (-0,6 Prozent) hat im "smart"-Werk Hambach mit der Produktion des neuen "smart fortwo electric drive" begonnen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, läuft das Elektrofahrzeug nun - wie auch die Modelle mit Verbrennungsmotor - komplett im Standard-Fertigungsprozess vom Band. Die Zukunftsfähigkeit des Werks will Daimler mit Investitionen in Höhe von über 200 Mio. Euro in den Ausbau des Standorts sichern. Schließlich bekräftigte das Luftfahrtunternehmen Deutschen Lufthansa (-0,6 Prozent) - vor dem Münchner Bürgerentscheid am kommenden Sonntag - noch einmal die Notwendigkeit zum Bau der 3. Start- und Landebahn am Flughafen München. Daneben wurde bei den heute vorgelegten Verkehrszahlen für den Monat Mai lediglich ein leichter Anstieg bei der Zahl der beförderten Passagiere ausgewiesen.

     

    Am Mittwoch meldete Destatis, dass der Umsatz in ausgewählten Dienstleistungsbereichen im ersten Quartal 2012 mit beschleunigtem Tempo gewachsen ist. So stieg der Umsatz gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode nominal um insgesamt 5,4 Prozent. Die Inflation in Deutschland hat sich im Mai 2012 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo fortgesetzt. Demnach belief sich die Inflationsrate auf 1,9 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,1 Prozent im April 2012 und 2,3 Prozent im Mai 2011. Anteile von E.ON zogen an der Spitze 1,9 Prozent an, während RWE 0,8 Prozent gewannen. Einem Medienbericht zufolge fordern Energieversorger wie E.ON und RWE im Zusammenhang mit dem Atomausstieg rund 15 Mrd. Euro Schadenersatz von der Bundesregierung. Der Autobauer Volkswagen (-1,8 Prozent) muss einem Medienbericht zufolge bei der Integration des Sportwagenherstellers Porsche Automobil Holding scheinbar mehr bezahlen als zunächst geplant. Laut einem Zeitungsbericht liege der Preis für die zweite Hälfte des Sportwagengeschäfts von Porsche bei etwa 4,5 Mrd. Euro. Das sind rund 600 Mio. Euro mehr als vor drei Jahren vereinbart. Die DEUTZ-Aktie sprang um 12,1 Prozent, nachdem Volvo eine Anhebung der Beteiligung an dem Motorenhersteller ankündigte. Indes denkt die schweizerische Fluggesellschaft Swiss aktuellen Presseberichten zufolge über eine Aufspaltung in zwei Unternehmen nach. Demnach läuft unter dem Codenamen "Calvin & Zwingli" ein entsprechende Projekt bei der Tochter der Deutschen Lufthansa (+0,1 Prozent).

     

    Am Donnerstag erklärte Destatis, dass die deutschen Großhandelsverkaufspreise im Mai 2012 mit abgebremstem Tempo angestiegen sind. So kletterten die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent, nach Zuwächsen von 2,4 Prozent im April 2012 und 8,9 Prozent im Mai 2011. Ferner gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,7 Prozent zurück. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen, die nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen müssen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme, verringerte sich im ersten Quartal 2012 um 5,6 Prozent und betrug rund 207.500. Das Statistische Bundesamt meldete ferner, dass die Zahl der Unternehmen in Deutschland, die am EU-Intrahandel beteiligt waren, im vergangenen Jahr leicht angewachsen ist. Der Gesundheitskonzern Fresenius meldete, dass die erste von drei Vollzugsbedingungen zur erfolgreichen Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG erfüllt wurde. Der Energieversorger E.ON (+0,9 Prozent) hat sich einem Medienbericht zufolge nach langem Streit jetzt mit den Betriebsräten auf einen Sozialplan zum Abbau der 6.000 Arbeitsplätze in Deutschland geeinigt. Der Brief- und Logistikkonzern Deutsche Post (+0,7 Prozent) gab bekannt, dass DHL Supply Chain, der weltweit führende Anbieter von Kontraktlogistikleistungen, ein neues Distributionszentrum für die Life Sciences & Healthcare-Branche in Mumbai (Indien) eröffnet. Die Vorzugsaktie von Volkswagen verlor 0,7 Prozent. Der Autobauer konnte im Mai erneut mit einem Absatzanstieg aufwarten. Der Modekonzern GERRY WEBER (+1,1 Prozent) teilte mit, dass er Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr deutlich verbessert hat. Zudem wurde die Planung für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.

     

    Am Freitag teilte Destatis mit, dass die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten im April 2012 einen Beschäftigungszuwachs auswiesen. So erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 148.400 Personen bzw. 2,9 Prozent auf knapp 5,2 Millionen per Ende April. Damit setzte sich die seit Januar 2011 anhaltende Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum April 2011 bei gleicher Anzahl der Arbeitstage um 1,5 Prozent auf 645 Millionen zu. Die Entgelte lagen bei rund 20,2 Mrd. Euro - gegenüber dem Vorjahresmonat war das eine Steigerung um 5,2 Prozent. Ferner meldete Destatis, dass die Zahl der Baufertigstellungen in Deutschland im Jahr 2011 deutlich angestiegen ist. So wurden gut 183.000 Wohnungen fertiggestellt, das waren 23.000 Wohnungen oder 14,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat sich der Wohnungsbau seit dem Tiefststand 2009 (159.000) wieder etwas erholt. Der Energieversorger E.ON (+1,6 Prozent) hat einem Medienbericht zufolge die Integration seiner großen Töchter jahrelang schleifen lassen und verschenkt Sparpotenziale. Indes erhöht der Pharma- und Chemiekonzern Bayer (+2,3 Prozent) die Tarifentgelte seiner Beschäftigten vorzeitig. Schließlich hat der frühere Chefvolkswirt der Deutschen Bank (+1,9 Prozent), Thomas Mayer, in einem Zeitungsinterview vor einem Euro-Aus und einer dramatischen Zuspitzung der Lage in Griechenland gewarnt

     

    Börse&Märkte: Europa

    In Europa meldete am Montag Großbritanniens größter Einzelhandelskonzern Tesco (unverändert), dass sein Umsatz im ersten Quartal leicht gestiegen ist. Auf dem Heimatmarkt wurde auf vergleichbarer Basis jedoch ein Umsatzrückgang ausgewiesen, womit sowohl die Konzern- als auch die Markterwartungen erfüllt wurden. Indes will der britische Ölkonzern BP (+1,4 Prozent) Presseangaben zufolge mit einem Pauschalbetrag von 15 Mrd. US-Dollar alle staatlichen Forderungen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko abgelten. Anteile von Novartis notierten 0,1 Prozent leichter, nachdem der Schweizer Pharmakonzern in einer Phase-III-Studie positive Ergebnisse mit seinem Medikament Gilenya zur Behandlung von rezidivierenden Formen von Multipler Sklerose (MS) erzielen konnte. Aktien von Roche endeten derweil unverändert. Der heimische Konkurrent hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Zulassung für das Krebsmedikament Perjeta erhalten.

     

    Am Dienstag meldete die britische Großbank Lloyds Banking (+2,3 Prozent), dass sie ihr Überweisungsgeschäft in Japan (GoLloyds) an die japanische Shinsei Bank verkaufen wird. Den Angaben zufolge beläuft sich das Gesamtvolumen der Assets, die von der Transaktion betroffen sind, auf 1,5 Mio. Britische Pfund (31. Dezember 2011). Der britische Börsenbetreiber LSE (+1,1 Prozent) gab bekannt, dass CFO und Executive Director Doug Webb am 2. Juli 2012 von seinen Ämtern zurücktreten und den Konzern zum 31. Juli 2012 verlassen wird. Seine Nachfolge als CFO des Börsenbetreibers übernimmt David Warren. Der zweitgrößte französische Spirituosenhersteller Remy Cointreau (+0,1 Prozent) erklärte derweil, dass sein Gewinn im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts eines soliden Umsatzwachstums deutlich gestiegen ist. Auf bereinigter Basis konnte der Gewinn ebenfalls zulegen. Der französische Umweltkonzern Veolia (-0.3 Prozent) möchte nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" nun ebenfalls seinen Anteil an den Berliner Wasserbetrieben verkaufen. Wie die französische Statistikbehörde INSEE mitteilte, hat sich die Beschäftigungssituation in Frankreich im ersten Quartal 2012 verbessert. So stieg die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent. Im Schlussquartal 2011 hatte die Beschäftigung dagegen im Vorquartalsvergleich um 0,1 Prozent abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterte die Beschäftigung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone um 0,2 Prozent. Zu guter Letzt könnte der niederländische Telekommunikationskonzern KPN (+1,2 Prozent) Presseangaben zufolge seine deutsche Tochter E-Plus an den spanischen Telefonkonzern Telefonica (+1,6 Prozent) verkaufen.

     

    Am Mittwoch meldete Eurostat, dass sich die Industrieproduktion in der Eurozone im April 2012 gegenüber dem Vormonat verringert hat. Auf Monatssicht sank die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,8 Prozent, während sie im März um 0,1 Prozent gefallen war. Im Vorjahresvergleich ging die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 2,3 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,5 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) schrumpfte die Erzeugung um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach einem Rückgang um 0,2 Prozent im März. Binnen Jahresfrist nahm der Output um 1,7 Prozent ab, während er im März um 1,4 Prozent nachgegeben hatte. Die drittgrößte britische Supermarktkette J. Sainsbury (-2,6 Prozent) meldete, dass sich ihr Umsatzwachstum im ersten Quartal verlangsamt hat. Demnach stiegen die vergleichbaren Umsätze ohne Benzin in den 12 Wochen zum 9. Juni 2012 um 1,4 Prozent. Im vierten Quartal war hier noch ein Plus von 2,6 Prozent verzeichnet worden. Europas größter Bekleidungshändler Inditex (+11,6 Prozent) teilte mit, dass sein Gewinn im ersten Quartal 2012 um 30 Prozent gestiegen ist, was vor allem mit neuen Filialen in Asien zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde eine umfassende Expansion auf dem Heimatmarkt angekündigt. Der niederländische Allfinanzkonzern ING gab schließlich bekannt, dass er sich mit den US-Behörden im Zusammenhang mit illegalen Geldtransfers geeinigt hat. Im Rahmen des Vergleichs hat sich die ING Bank zu einer Zahlung von 619 Mio. US-Dollar bereit erklärt.

     

    Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Ratingagentur Moody´s das Kreditrating von Spanien herabgestuft hat. So wurde die Bonitätsnote Spaniens von zuletzt "A3" auf "Baa3" mit negativem Ausblick gesenkt. Damit droht eine weitere Abstufung der Bonitätsnote. Zur Begründung verwies Moody´s auf die Inanspruchnahme von Finanzhilfen in Höhe von bis zu 100 Mrd. Euro aus dem Europäischen Rettungsschirm zur Sanierung des angeschlagenen Bankensektors, was die Staatsverschuldung Spaniens weiter erhöhen werde. Außerdem sei der Zugang Spaniens zum Kapitalmarkt begrenzt. Daneben wurde auf die schwache Wirtschaftssituation des Landes verwiesen. Das europäische Statistikamt Eurostat meldete, dass sich die europäischen Verbraucherpreise im Mai 2012 mit vermindertem Tempo erhöht haben. So verringerte sich die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 2,4 Prozent, nach 2,6 Prozent im April 2012 und 2,7 Prozent im Mai 2011. Damit lag die Gesamtinflationsrate in der Eurozone weiterhin deutlich über der Preisstabilitätsnorm der EZB, die eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2,0 Prozent anstrebt. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat -0,1 Prozent. In der EU sank die jährliche Inflationsrate auf 2,6 Prozent, während sie im April 2012 bei 2,7 Prozent und im Mai 2011 bei 3,2 Prozent gestanden hatte. Die monatliche Teuerung belief sich auf 0,0 Prozent. Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia (-16,7 Prozent) verkündete, dass er beabsichtigt, seine Kosten deutlich zu senken. In diesem Zusammenhang wurden umfassende Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, die Standortschließungen in Deutschland, Kanada und Finnland sowie den Abbau von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen vorsehen. Nokia will damit seine Strategie schärfen, das Geschäftsmodell verbessern und zu profitablem Wachstum zurückkehren. Zudem erfolgen Personalien, während der Ausblick im Segment Devices & Services gesenkt wurde. Der britische Ölkonzern Royal Dutch Shell (-0,1 Prozent) meldete, dass er die Annahmefrist für das Übernahmeangebot für den Ölexplorer Cove Energy verlängert hat.

     

    Am Freitag teilte das Europäische Statistikamt Eurostat im Rahmen seiner ersten Schätzung mit, dass die Handelsbilanz der Eurozone im April 2012 mit einem kleineren Überschuss geschlossen hat. So wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Überschuss von 5,2 Mrd. Euro ausgewiesen, nach einem Aktivsaldo von 7,5 Mrd. Euro im Vormonat und einem Defizit von 4,5 Mrd. Euro im April 2011. Ferner belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 12,0 Mrd. Euro, nach Defiziten von 7,3 Mrd. Euro im Vormonat und 17,2 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Erwerbstätigkeit im Euroraum hat sich derweil im ersten Quartal 2012 nach vorläufigen Schätzungen von Eurostat verringert. Im Euroraum (ER17) nahm die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 Prozent ab, während sie verglichen mit dem Vorquartal um 0,2 Prozent zurückging. Im vierten Quartal 2011 war die Erwerbstätigkeit um 0,2 bzw. 0,3 Prozent gesunken. In der EU27 hat sich die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahresniveau um 0,1 Prozent reduziert und ist gegenüber dem Schlussquartal 2011 unverändert geblieben. Im Vorquartal waren ein unverändertes Niveau bzw. ein Minus 0,1 Prozent ausgewiesen worden. Die schwedische Bekleidungskette Hennes & Mauritz (+2,4 Prozent) konnte im Mai und im zweiten Quartal ein deutliches Umsatzplus ausweisen. Daneben gab der französische Einzelhandelskonzern Carrefour (+5,9 Prozent) bekannt, dass er und Marinopoulos ihre Partnerschaft in Griechenland neu strukturieren. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, verkauft der Carrefour-Konzern im Rahmen der Neuordnung seine Beteiligung an dem Joint Venture Carrefour Marinopoulos an die Marinopoulos Gruppe. Als Folge dieser Veräußerung wird der französische Konzern eine Sonderbelastung in Höhe von 220 Mio. Euro verbuchen.

     

    Börse&Märkte: USA

    In den USA stand am Montag u.a. Johnson & Johnson (-1,3 Prozent) im Blick. Der Mischkonzern erwartet für das zweite Quartal Einmalbelastungen im dreistelligen Millionenbereich. Wie aus einer bereits am Freitagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, erwartet der Konzern im Zuge verschiedener Rechtsstreitigkeiten für das zweite Quartal Einmalbelastungen in Höhe von insgesamt rund 600 Mio. US-Dollar. Papiere von Centene tendierten 22,2 Prozent leichter. Der Gesundheits-Dienstleister hat am Montag seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. In Zusammenhang mit der Senkung der Jahresprognose wurde anderem auf höher als erwartet ausgefallene Kostenerstattungen verwiesen. Schlechte Nachrichten gab es auch bei Forest Laboratories (-3,5 Prozent). Der Pharmakonzern hat eine Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlicht. Hintergrund sind das Auslaufen des Patents für das Beruhigungsmittel Lexapro sowie Qualitätsmängel bei der Herstellung des Schilddrüsen-Medikaments Levothroid. Am Abend gab der Halbleiterhersteller Texas Instruments bekannt, dass er seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das zweite Quartal 2012 konkretisiert hat. Der Netzwerkausrüster Juniper Networks hat nach Börsenschluss ein neues Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von bis zu 1 Mrd. US-Dollar angekündigt. Zu guter Letzt meldete der kanadische Flugzeugbauer Bombardier, dass die NetJets Inc. bei Bombardier Aerospace 100 Business Jets vom Typ Challenger bestellt hat. Zudem sicherte sich die zu Berkshire Hathaway gehörende private Fluggesellschaft die Option zum Erwerb weiterer 175 Challenger-Jets. Inklusive aller Optionen und Service-Vereinbarungen liegt das gesamte Auftragsvolumen bei bis zu 9,6 Mrd. US-Dollar.

     

    Am Dienstag teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass sich die US-Außenhandelspreise im Mai 2012 reduziert haben. Demnach fielen die Ausfuhrpreise um 0,4 Prozent, gegenüber einem Anstieg von 0,4 Prozent im Vormonat. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 0,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wogegen sie im vorangegangenen Monat um 0,2 Prozent zugelegt hatten. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Rückgang um 1,0 Prozent, nach einem unveränderten Preisniveau im April. Ferner fielen die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, nachdem im April eine Preissteigerung um 0,2 Prozent ermittelt worden war. Das Haushaltsdefizit belief sich im Mai auf 124,6 Mrd. US-Dollar. Das Defizit liegt damit über dem Niveau des Vorjahresmonats von 57,6 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben lagen im Berichtsmonat bei 305,4 Mrd. US-Dollar gegenüber Einnahmen von nur 180,7 Mrd. US-Dollar. Im bisherigen Fiskaljahr liegt das Haushaltsdefizit bei 844,5 Mrd. US-Dollar, was 83 Mrd. US-Dollar weniger sind als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwartet das Congressional Budget Office ein Defizit von rund 1,17 Billionen. US-Dollar. Auf der Unternehmensseite gab es heute Quartalszahlen von FactSet Research Systems (-12,4 Prozent). Der Anbieter von Finanz- und Wirtschaftsinformationen für die Investmentbranche meldete, dass sein Gewinn im dritten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums gestiegen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Jedoch wurde für das laufende Quartal ein Umsatz unter den Marktschätzungen prognostiziert. Schließlich gab der Pharmakonzern Eli Lilly (+0,4 Prozent) bekannt, dass er seine Zusammenarbeit mit der chinesischen Novast Laboratories Ltd. vertieft. Im Rahmen des Abkommens erhöht der US-Konzern sein Investment in Novast um 20 Mio. US-Dollar. Bereits vor einigen Jahren hatte sich Eli Lilly über seine Venture Capital-Sparte Lilly Asian Ventures an dem chinesischen Generika- und Spezialpharma-Firma beteiligt. Damals hatte sich Novast verpflichtet, eine Plattform zu schaffen, um die Generikaprodukte von Eli Lilly zu unterstützen, und die Produktionskapazitäten am Standort Nantong in den nächsten Jahren zu erhöhen.

     

    Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich der Einzelhandelsumsatz in den USA im Mai 2012 reduziert hat. Auf Monatssicht fielen die Umsatzerlöse um 0,2 Prozent, während sie im April ebenfalls um 0,2 Prozent geschrumpft waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang von 0,2 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche gaben die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent nach. Experten waren von einem unveränderten Niveau ausgegangen, nach einer Abnahme um 0,3 Prozent im Vormonat. Daneben haben sich die Erzeugerpreise im Mai 2012 reduziert. Binnen Monatsfrist gingen die Preise um 1,0 Prozent zurück. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Preisrückgang um 0,7 Prozent bzw. ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. Schließlich sind die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen im April 2012 gegenüber dem Vormonat mit beschleunigtem Tempo angestiegen. So kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten zuvor nur einen Zuwachs von 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von 0,3 Prozent ermittelt worden. Unternehmensseitig teilte der Zigarettenhersteller Philip Morris (+0,8 Prozent)mit, dass sein Board ein neues dreijähriges Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 18 Mrd. US-Dollar beschlossen hat. Darüber hinaus hat das Board von Philip Morris eine reguläre Quartalsdividende in Höhe von 77 Cents pro Aktie beschlossen. Zu guter Letzt machte BlackRock (-0,7 Prozent) mit einer prominenten Personalie von sich reden. So gab der Vermögensverwalter bekannt, dass er den Anfang dieses Jahres zurückgetretenen Schweizer Notenbankchef Dr. Philipp Hildebrand zum Vice Chairman bestellt hat. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wird Dr. Hildebrand für die Beziehungen mit den größten institutionellen Kunden des Unternehmens in den Regionen EMEA und Asien/Pazifik zuständig sein.

     

    Am Donnerstag teilte das US-Arbeitsministerium mit, dass sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der Woche zum 9. Juni 2012 auf 386.000 erhöhte. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 377.000 auf 380.000 nach oben korrigiert. Daneben reduzierten sich die US-Verbraucherpreise im Mai 2012, der Verbraucherpreisindex zeigte gegenüber dem Vormonat eine Verringerung um 0,3 Prozent, während er im April unverändert geblieben war. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,2 Prozent über dem Vormonatsniveau, nachdem sie im April schon um 0,2 Prozent angezogen war. Schließlich wies das US-Leistungsbilanzdefizit nach Angaben des US-Handelsministeriums im ersten Quartal 2012 einen Anstieg aus. So wuchs der Passivsaldo auf 137,3 Mrd. US-Dollar. Für das vierte Quartal 2011 wurde der Passivsaldo auf 118,7 Mrd. US-Dollar nach unten revidiert. Der größte US-Lebensmittelhändler Kroger (+6,1 Prozent) gab bekannt, dass er im ersten Quartal einen höheren Gewinn erzielt hat und die Erwartungen damit schlagen konnte. Die Jahresprognose wurde nach oben korrigiert. Darüber hinaus hat das Board ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1 Mrd. US-Dollar genehmigt. Der Fleischproduzent Smithfield Foods (-5,6 Prozent)erklärte unterdessen, dass er im vierten Quartal einen geringeren Gewinn erzielt hat, was mit geringeren Margen zusammenhängt. Die Erwartungen des Marktes wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Zudem hat das Board ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 250 Mio. US-Dollar mit einer Laufzeit von 24 Monaten beschlossen. Schließlich konnte der Möbelhändler Pier 1 Imports (+2,0 Prozent) im ersten Quartal dank höherer Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg vorweisen. CEO Alex W. Smith verwies in Zusammenhang mit der Ergebnisverbesserung vor allem auf die gestiegene operative Gewinnmarge. Diese habe man dank höherer Absatzpreise und der verbesserten operativen Entwicklung im Merchandising-Segment um 170 Basispunkte steigern können. Außerdem sei es gelungen, weitere Marktanteile hinzuzugewinnen. Die Jahresprognose wurde angehoben. Schließlich hat der Automobilhersteller General Motors (-0,3 Prozent) seinem Bochumer Opel-Werk offenbar eine Gnadenfrist gewährt. Einem Zeitungsbericht zufolge sei die Schließung dennoch unausweichlich.

     

    Am Freitag ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Juni 2012 eine unerwartet deutliche Verschlechterung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So verringerte sich der Empire State Manufacturing Index auf 2,3 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von 13,5 Zählern gerechnet hatten. Für den Vormonat war ein Wert von 17,1 Punkten ermittelt worden. Darüber hinaus hat die US-Industrieproduktion im Mai 2012 abgenommen, wie die U.S. Federal Reserve Bank mitteilte. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 0,1 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wogegen er im April um revidiert 1,0 (vorläufig: 1,1) Prozent geklettert war. Volkswirte hatten ein Plus von 0,1 Prozent prognostiziert. Zudem sank die Kapazitätsauslastung der US-Industrie auf 79,0 Prozent, während die Prognose auf 79,1 Prozent gelautet hatte. Im Vormonat hatte die Auslastung bei 79,2 Prozent gestanden. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni 2012 gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan. So sank der Gesamtindex auf 74,1 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Stand von 79,3 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte hatten einen Wert von 77,0 Punkten erwartet. Der Kommunikationsausrüster Motorola Solutions (+1,5 Prozent) hat einen Zukauf gemeldet. Demnach wurde ein Abkommen zur Übernahme der britischen Psion plc geschlossen. Im Zuge der Vereinbarung, der das Board des britischen Konzerns bereits zugestimmt hat, sollen die Aktionäre von Psion jeweils 88 Pence je Aktie in bar erhalten. Das Gesamtvolumen der Übernahme beläuft sich auf umgerechnet rund 200 Mio. US-Dollar. Psion ist auf Produkte im Bereich Mobile Computing spezialisiert und beschäftigt weltweit rund 850 Mitarbeiter. Auch der Software-Konzern Microsoft (+2,1 Prozent) verstärkt sich Presseangaben zufolge durch eine Akquisition. Laut einem gestrigen Zeitungsberichtet hat die Yammer Inc., ein Anbieter von Business Software, demnach einer Übernahme durch den weltgrößten Software-Konzern für mehr als 1 Mrd. US-Dollar zugestimmt. Zu guter Letzt meldete der kanadische Pharmakonzern Valeant Pharmaceuticals (-1,7 Prozent), dass er OraPharma, einen Spezialisten für Mundgesundheit, übernehmen wird. So erwirbt Valeant die OraPharma-Anteile von Water von Street Healthcare Partners, einer Private Equity-Gesellschaft mit Fokus auf die Healthcare-Industrie. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 312 Mio. US-Dollar plus mögliche Meilenstein-Zahlungen von bis zu 114 Mio. US-Dollar.

     

    Börse&Märkte: Asien

    In Asien ermittelte am Montag die Japan Machine Tool Builders` Association, dass die Auftragseingänge für Maschinenwerkzeuge im Mai 2012 einen Rückgang auswiesen. Demnach schrumpften die Auftragseingänge im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent. Dabei lagen die Auslandsbestellungen um 4,7 unter dem entsprechenden Vorjahresniveau, wogegen die Aufträge aus dem Inland um 1,4 Prozent anzogen. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich derweil im Mai 2012 verbessert. Wie das Kabinettsbüro bekannt gab, erhöhte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 40,7 Punkte, nachdem er im Vormonat lediglich bei 40,1 Punkten gelegen hatte. Damit steht der Verbrauchervertrauens-Index der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft weiter unter der Marke von 50 Punkten. Ab dieser Marke wird von einer optimistischen Haltung der Konsumenten ausgegangen. Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung (+1,7 Prozent) gab bereits am Freitag einen Wechsel an der Konzernspitze bekannt. Den Angaben zufolge hat das Board of Directors Vice Chairman Oh-Hyun Kwon zum neuen CEO des Konzerns bestellt. Kwon tritt damit die Nachfolge von Choi Gee-sung (61) an, der künftig den Bereich Corporate Strategy der Samsung Group verantworten wird. Oh-Hyun Kwon, derzeit Leiter des Bereichs Device Solutions, hatte bei Samsung Electronics bereits eine Reihe von Führungspositionen bekleidet.

     

    Am Dienstag wurde in Indien bekannt gegeben, dass sich die Industrieproduktion im April 2012 leicht erhöht hat. So wuchs die indische Industrieproduktion binnen Jahresfrist um 0,1 Prozent, während Volkswirte im Vorfeld mit einem Plus von 1,7 Prozent gerechnet hatten. Für März 2012 war ein Rückgang um revidiert 3,2 (vorläufig: 3,5) Prozent ermittelt worden und für April 2011 ein Zuwachs um 5,3 Prozent. Der Gouverneursrat der indonesischen Notenbank hält unterdessen an seiner Geldpolitik fest und hat das Leitzinsniveau unverändert gelassen. So verharrt der Leitzinssatz bei 5,75 Prozent. Die Währungshüter begründeten ihre Entscheidung mit dem abnehmenden Inflationsdruck. Auch Volkswirte hatten im Vorfeld keine Veränderung erwartet. Zuletzt war das Zinsniveau im Februar 2012 um 25 Basispunkte auf das aktuelle Rekordtief von 5,75 Prozent gesenkt worden.

     

    Am Mittwoch musste die Aktie des Modekonzerns Esprit (-21,8 Prozent) herbe Kursabschläge verzeichnen. Zuvor hatte der Executive Director und CEO des in Hongkong ansässigen Modekonzerns Ronald van der Vis überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Wie der Konzern weiter mitteilte, sei Ronald van der Vis aus "privaten und familiären" Gründen von seinen Ämtern zurückgetreten. Meinungsverschiedenheiten mit dem Board of Directors habe es nicht gegeben. Wie die japanische Regierung bekannt gab, wiesen die Auftragseingänge im Maschinenbau im April 2012 einen Zuwachs aus. In der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) erhöhten sich die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 5,7 Prozent. Davor waren sie im März um 2,8 Prozent gesunken. Binnen Jahresfrist zogen die Auftragseingänge im Maschinenbau um 6,6 Prozent an, gegenüber einem Rückgang um 1,1 Prozent im März. Aus Indien wurde unterdessen gemeldet, dass sich das Verbrauchervertrauen im Mai 2012 verbessert hat. So erhöhte sich der entsprechende Index auf 41,7 Punkte, nachdem er im Vormonat nur bei 41,1 Punkten gelegen hatte. Hierbei handelt es sich um den fünften Anstieg in Folge. Schließlich beriet der Geldpolitische Ausschuss der thailändischen Notenbank derweil über die weitere Geldpolitik und hat einstimmig beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen. So wurde der Satz für eintägige Wertpapierpensionsgeschäfte bei 3,00 Prozent beibehalten. Volkswirte hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet. Die Währungshüter begründeten diese Entscheidung mit den erhöhten Risiken seitens der globalen Wirtschaft. Am Donnerstag teilte Japans Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) mit, dass die japanische Industrieproduktion im April 2012 gesunken ist. Binnen Monatsfrist ging die Industrieproduktion um revidiert 0,2 (vorläufig: +0,2) Prozent zurück, gegenüber einem Plus von 1,3 Prozent im März. Zudem erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,9 Prozent, nach einem Plus von 14,2 Prozent im März. Unterdessen hat der geldpolitische Rat der philippinischen Notenbank beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Damit verharrt der Leitzinssatz bei 4,00 Prozent. Die Währungshüter begründeten ihre Entscheidung mit den guten Inflationsaussichten sowie dem robusten Wirtschaftswachstum.

     

    Am Freitag beriet der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Zuletzt war das Zinsniveau Anfang Oktober 2010 auf den aktuellen Stand gesenkt worden. Zudem wurde das Ankaufsprogramm für Wertpapiere unverändert bei 70 Bio. Japanischen Yen bis Ende 2013 belassen. Wie ferner bekannt gegeben wurde, hat sich die philippinische Arbeitsmarktsituation im April 2012 verbessert. Laut dem nationalen Statistikamt reduzierte sich die Arbeitslosenquote auf 6,9 Prozent, nach 7,2 Prozent im Vorjahresmonat.

     

    Börse&Märkte: Termine

    In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Pfleiderer, SOLON, Vivacon, Adobe Systems, Barnes & Noble, FedEx, Jabil Circuit, Actuant, Bed Bath & Beyond, Goodrich, Red Hat, Steelcase, Carmax, ConAgra Foods, Oracle, Rite Aid, Elexxion, HMV Group und Repsol YPF an.

     

    Börse&Märkte: Konjunktur

    Auf der Konjunkturseite werden nächste Woche in Deutschland die ZEW Konjunkturerwartung (Juni), die Erzeugerpreise (Mai), der BMF-Monatsbericht (Juni) und der ifo-Geschäftsklimaindex (Juni) gemeldet. Ansonsten stehen der BoJ-Monatsbericht, der amerikanische NAHB/WF Hausmarktindex, die US-Wohnbaubeginne und -genehmigungen, die wöchentlichen US-Hypothekenanträge, der EIA Ölmarktbericht, das Sitzungsergebnis der Federal Reserve Bank, die Leistungsbilanz der Eurozone, die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philadelphia Fed Index, die US-Verkäufe bestehender Häuser, die US-Frühindikatoren, der amerikanische FHFA Hauspreisindex und die EU-Auftragseingänge der Industrie zur Veröffentlichung an.

     

    Börse&Märkte: Indizes

    Indexstände: (15.06.2012, 18.20 Uhr) DAX: 6.229,41 TecDAX: 726,84 Dow Jones STOXX 50: 2.321,53 Nikkei 225: 8.569,32 Dow Jones: 12.721,34 Nasdaq Composite: 2.858,75 (15.06.2012/ac/n/m)



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