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    Börse&Märkte Wochenrückblick KW 28

    Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
     |  13.07.2012, 18:04  |  3331 Aufrufe  |   | 

    Frankfurt (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche haben sich die Weltbörsen überwiegend stärker entwickelt. Der DAX gewann im Wochenvergleich rund 2,3 Prozent, während der Dow Jones STOXX 50 einen Anstieg um etwa 0,5 Prozent aufweist. Der japanische Nikkei-Index hat die Woche mit einem Minus von rund 3,3 Prozent abgeschlossen. In den USA konnte der Dow Jones seit dem letzten Handelstag der vorangegangenen Woche bisher rund 0,1 Prozent zulegen.

     

    Börse&Märkte: Deutschland

    In Deutschland schloss der DAX am Montag mit 0,4 Prozent im Minus. Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im Mai nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 15,3 Mrd. Euro belaufen, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 14,6 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz derweil mit einem Plus von 9,0 Mrd. Euro, nach 7,4 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Des Weiteren konnte das Verarbeitende Gewerbe im Mai nach vorläufigen Angaben ein Umsatzwachstum erzielen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich bereinigt um 0,7 Prozent, nach einem Umsatzminus von 0,7 Prozent im April. Schließlich hat sich die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im April nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 4,9 Prozent auf 12.235 verringert. Der Automobilkonzern BMW (-0,1 Prozent) gab bekannt, dass er bis 2015 weitere 250 Mio. Britische Pfund in sein britisches Produktionsnetzwerk mit dem MINI Werk in Oxford, dem Presswerk in Swindon und dem Motorenwerk in Hams Hall investieren wird. Auch für Aktien von Volkswagen ging es 0,1 Prozent bergab. Die Tochtergesellschaft AUDI konnte im ersten Halbjahr ihren weltweiten Absatz weiter steigern. Titel von METRO brachen um 6,3 Prozent ein. Olaf Koch, Vorstandschef beim Einzelhandelskonzern, erwartet durch die Euro-Krise Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Verbraucher. "Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen die Kauflust. Wir rechnen beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus. Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Geschäft", erklärte Koch gegenüber einer Zeitung. Am Abend kündigte der Technologiekonzern Linde an, dass er zur Finanzierung der kürzlich angekündigten Milliardenübernahme von Lincare eine Kapitalerhöhung durchführen wird.

     

    Am Dienstag wurde bekannt, dass der Preisindex für Wohngebäude in Deutschland im Mai 2012 mit leicht vermindertem Tempo angewachsen ist. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kletterte der Baupreisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, nach 2,8 Prozent in der letzten Veröffentlichung vom Februar 2012. Der deutsche Inlandstourismus hat im Mai 2012 einen Zuwachs verzeichnet. In den Beherbergungsbetrieben in Deutschland gab es 39,0 Millionen Gästeübernachtungen, ein Plus von 10 Prozent gegenüber Mai 2011. Der Automobilkonzern Volkswagen (+1,8 Prozent) gab bekannt, dass Volkswagen Pkw seinen Absatz per Juni deutlich gesteigert hat. So hat die Marke Volkswagen Pkw im ersten Halbjahr weltweit 2,79 Millionen Fahrzeuge (+10,2 Prozent) an Kunden übergeben. Indes baut der Brief- und Logistikkonzern Deutschen Post (+1,7 Prozent) seine Marktposition im Bereich Online-Marketing durch die Übernahme der intelliAd Media GmbH weiter aus. Die Aktie der Deutschen Lufthansa schloss 1,6 Prozent fester. Für den Monat Juni wurde ein Plus von 5,4 Prozent auf 6,980 Millionen Fluggäste ausgewiesen. Der Sitzladefaktor erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozentpunkte auf 81,5 Prozent. Daneben wurde die angekündigte Kapitalerhöhung von Linde (-0,9 Prozent) mittels eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) erfolgreich abgeschlossen. Schließlich hat der zum Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (-0,5 Prozent) gehörende Flugzeugbauer Airbus weitere Aufträge erhalten, darunter von Cathay Pacific.

     

    Am Mittwoch meldete Destatis, dass sich die Inflation in Deutschland im Juni 2012 nach endgültigen Angaben mit vermindertem Tempo fortgesetzt hat. So belief sich die Inflationsrate auf 1,7 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 1,9 Prozent im Mai 2012 und 2,3 Prozent im Juni 2011. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von 2,0 Prozent wird damit unterschritten. Der Rückversicherer Münchener Rück (+1,1 Prozent) prüft einem Zeitungsbericht zufolge die direkte Vergabe von Krediten an Unternehmen. "Das Thema wird bei uns diskutiert", so Finanzvorstand Jörg Schneider. Indes gab der Brief- und Logistikkonzern Deutsche Post (-1,0 Prozent) Details zu Unternehmensplänen für den weiteren Ausbau seiner einzigartigen Präsenz in der Region Asien-Pazifik und der führenden Position in China bekannt. Daneben meldete der Verpackungshersteller Gerresheimer (+3,6 Prozent) ein kräftiges Umsatzwachstum und eine Ergebnissteigerung im zweiten Quartal. Für Aktien von EADS ging es 4,7 Prozent abwärts. Der Luft- und Raumfahrtkonzern gab bekannt, dass die amerikanische CIT Group, ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Transportfinanzierung, bei Airbus zehn weitere Flugzeuge der A330-Familie fest in Auftrag gegeben hat. Zudem hat das chinesische Leasingunternehmen China Aircraft Leasing Company (CALC) eine Absichtserklärung über den Kauf von 36 Maschinen vom Typ A320 unterzeichnet.

     

    Am Donnerstag meldete Destatis, dass die deutschen Großhandelsverkaufspreise im Juni mit abgebremstem Tempo angestiegen sind. So kletterten die Preise im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent, nach Zuwächsen von 1,7 Prozent im Mai und 8,5 Prozent im Juni 2011. Ferner gingen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 1,1 Prozent zurück, während sie im Mai um 0,7 Prozent und im Juni 2011 um 0,6 Prozent gefallen waren. Der Software-Konzern SAP (+2,7 Prozent) konnte nach vorläufigen Angaben das zweite Quartal 2012 mit einem Rekordumsatz beenden. Die Deutsche Post (-1,1 Prozent) gab die Eröffnung eines neuen Drehkreuzes in Asien bekannt. Insgesamt investierte der Post- und Logistikkonzern 175 Mio. US-Dollar in den neuen DHL Express Hub am internationalen Flughafen von Shanghai. Darüber hinaus plant das Unternehmen bis 2014 weitere 132 Mio. US-Dollar in acht Flugzeuge zu investieren, mit denen die stark nachgefragten Handelsrouten zwischen Shanghai und Nordasien, Europa und den USA bedient werden sollen. Infineon (-1,4 Prozent) hat einen weiteren Auftrag zur Lieferung von Sicherheitschips erhalten. So liefert man Sicherheits-Chips für das größte Smart-Card-Projekt der öffentlichen Hand in Südafrika. Indes konnte der Zuckerproduzent Südzucker (+3,2 Prozent) im erste Quartal Gewinn und Umsatz gegenüber dem Vorjahr kräftig steigern. Auch der Ausblick für das laufende Fiskaljahr wurde bestätigt. Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines (+0,6 Prozent) meldete, dass er im Rahmen der diesjährigen Farnborough International Airshow vor den Toren Londons Aufträge im Wert von rund 1,3 Mrd. Euro gewinnen konnte. Der zu EADS (-0,5 Prozent) gehörende Flugzeugbauer Airbus hat im Rahmen der Branchenmesse in Farnborough ebenfalls mehrere Großaufträge erhalten.

     

    Am Freitag konnte der Automobilkonzern Volkswagen (+2,1 Prozent) im ersten Halbjahr einen Anstieg bei den Absatzzahlen vorweisen. So hat der Volkswagen-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seinen weltweiten Absatz im Vergleich zum Vorjahr um fast 9 Prozent verbessert. Im Einzelmonat Juni verzeichnete der Autobauer sogar einen Absatzanstieg von 11,0 Prozent. Wie der Rückversicherer Munich Re (+1,3 Prozent) bekannt gab, sind die Schäden aus Naturkatastrophen im ersten Halbjahr zurückgegangen. Die Schäden blieben bis Juni deutlich unter den durchschnittlichen Halbjahreswerten der vergangenen Jahre. Aktien von EADS (+1,0) Prozent. Am Vortag teilte der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern mit, dass der Flugzeugbauer Airbus im Rahmen der Branchenmesse in Farnborough Kaufabsichtserklärungen im Wert von rund 16,9 Mrd. US-Dollar für insgesamt 115 Flugzeuge erhalten hat.

     

    Börse&Märkte: Europa

    In Europa wurde am Montag mitgeteilt, dass sich die Rezession in Euroland vertieft. Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im Juli 2012 erneut einen Rückgang. Der sentix-Gesamtindex für die Euroland-Konjunktur gibt das vierte Mal in Folge ab und fällt um 0,7 Punkte auf einen Indexstand von -29,6 Punkten. Der französische Einzelhändler Carrefour (-3,3 Prozent) stellt einem Medienbericht zufolge seine Expansionspläne in Indien zurück. Als Grund für die Verzögerungen beim geplanten Ausbau seiner Marktposition in Indien wurde in dem Bericht auf die möglichen Auswirkungen der schwachen Konjunktur auf den französischen Einzelhandelskonzern verwiesen. Daneben verlautbarte der französische Spirituosenhersteller Remy Cointreau (-2,9 Prozent), dass er sich derzeit in exklusiven Verhandlungen mit den Aktionären der Bruichladdich Distillery Company Ltd. hinsichtlich der möglichen Übernahme sämtlicher Anteile des Unternehmens befindet. Finanzielle Einzelheiten der potenziellen Transaktion wurden nicht genannt.

     

    Am Dienstag wurde bekannt, dass sich das britische Handelsbilanzdefizit im Mai verkleinert hat. So schrumpfte das Defizit auf 8,4 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für April ein Passivsaldo von 9,7 Mrd. GBP ermittelt worden war. Die Industrieproduktion in Großbritannien ist derweil im Mai zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 1,6 Prozent. Für April war eine Abnahme um 2,0 Prozent verzeichnet worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Produktionsrückgang um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Minus von 1,5 Prozent im April. Der größte britische Bekleidungshändler Marks & Spencer (+2,1 Prozent) musste im ersten Quartal in einem schwierigen Umfeld einen Umsatzrückgang ausweisen. Im Food-Bereich zeigte sich allerdings eine positive Umsatzentwicklung. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde indes bestätigt. Kurzfristig rechnet der Konzern mit einem anhaltend schwierigen Geschäftsumfeld. An den Planungen für das Geschäftsjahr 2012/13 hält man jedoch fest. Die französische Industrieproduktion hat sich im Mai nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee reduziert. Demnach sank die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent, wogegen sie im April um 1,4 Prozent gestiegen war. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat die Industrieproduktion um 1,3 Prozent nachgegeben. Sodexo (-5 Prozent), das weltweit zweitgrößte Catering-Unternehmen, konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem deutlichen Umsatzanstieg aufwarten.

     

    Am Mittwoch teilte der britische Luxusartikelhersteller Burberry Group (-7,4 Prozent) mit, dass sein Umsatz im ersten Quartal um 11 Prozent gestiegen ist, was mit starken Retail-Umsätzen zusammenhängt. Analysten waren im Vorfeld jedoch von einem höheren Wachstum ausgegangen. Gleichzeitig gaben Aktien der Rolls-Royce 2,5 Prozent ab, obwohl der Triebwerkshersteller einen weiteren Auftrag erhalten hat. So wurde Rolls-Royce von der kolumbianischen Fluggesellschaft Avianca, Teil der AviancaTaca Gruppe, damit beauftragt, Triebwerke vom Typ Trent 700 für vier Airbus A330 Transportmaschinen zu liefern. Der Auftrag hat ein Volumen von 280 Mio. US-Dollar. Der britisch-schweizerische Minen- und Rohstoffkonzern Xstrata (+1,5 Prozent) erklärte, dass er seine für den 12. Juli 2012 angesetzte außerordentliche Hauptversammlung auf den 7. September 2012 verschoben hat. Auf der Hauptversammlung sollen die Aktionäre über die geplante Fusion zwischen Xstrata und Glencore (+1,9 Prozent) entscheiden. Der schweizerische Rohstoffhändler Glencore gab indes bekannt, dass er die europäischen Mangan- und Ferrolegierungs-Aktivitäten des brasilianischen Eisenerzproduzenten und Rohstoffkonzerns Vale für 160 Mio. US-Dollar übernehmen wird. Zu guter Letzt meldete der französische Werbekonzern Publicis (-2,3 Prozent) derweil mit, dass er die deutsche Unternehmensberatung CNC - Communications & Network Consulting AG übernimmt.

     

    Am Donnerstag meldete Eurostat, dass sich die Industrieproduktion in der Eurozone im Mai 2012 gegenüber dem Vormonat erhöht hat. Auf Monatssicht wuchs die saisonbereinigte Ausbringung in der Eurozone (EZ17) um 0,6 Prozent, während sie im April um 1,1 Prozent gefallen war. Im Vorjahresvergleich ging die arbeitstäglich bereinigte Fertigungsmenge in der Eurozone um 2,8 Prozent zurück, nach einem Minus von 2,4 Prozent im Vormonat. In der gesamten Europäischen Union (EU27) kletterte die Erzeugung um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach einem Rückgang um 0,7 Prozent im April. Binnen Jahresfrist nahm der Output um 2,3 Prozent ab, während er im April um 2,0 Prozent nachgegeben hatte. Der französische Handelskonzern Carrefour (+7,0 Prozent) musste im zweiten Quartal einen leichten Umsatzrückgang ausweisen. Im ersten Halbjahr nahmen die Erlöse dagegen zu. Der französische Automobilkonzern Peugeot (-1,7 Prozent) gab bekannt, dass er im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung 8.000 Arbeitsplätze in Frankreich abbauen wird. Den Angaben zufolge hat sich das Geschäftsumfeld im ersten Halbjahr weiter verschlechtert. Vor diesem Hintergrund strukturiert der Konzern seine Produktion um mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen und die Zukunft von PSA Peugeot Citroën zu sichern. Der britische Mobilfunkanbieter Vodafone (-1,2 Prozent) teilte mit, dass man TelstraClear, die neuseeländische Tochter des australischen Telekommunikationsunternehmens Telstra, übernehmen wird. Den Angaben zufolge beläuft sich der Kaufpreis für TelstraClear auf umgerechnet 430 Mio. GBP.

     

    Am Freitag richtet sich der Fokus auf Italien. Die US-Ratingagentur Moody´s hat das Kreditrating italienischer Staatsanleihen von "A3" um zwei Stufen auf "Baa2" gesenkt. Der Ausblick wurde bei "negativ" belassen. Diese Abstufung macht es für das hoch verschuldete Euro-Mitglied schwieriger, sich an den Kapitalmärkten zu vernünftigen Konditionen zu refinanzieren. Papiere von Vivendi gewinnen 3,8 Prozent. Presseangaben von gestern zufolge plant der französische Medien- und Mobilfunkkonzern den Verkauf seiner Beteiligung am US-Computerspieleherstellers Activision Blizzard. Indes hat der französische Likör- und Spirituosenhersteller Pernod Ricard (+0,7 Prozent) mit der skandinavischen Arcus-Gruppen AS ein Abkommen über den Verkauf seiner dänischen Aquavit-Marken Aalborg und Brøndums, seiner deutschen Marke Malteserkreuz Aquavit und seiner dänischen Bitter-Marke Gammel Dansk geschlossen. Die Transaktion im Volumen von 103 Mio. Euro beinhaltet auch den Verkauf des Aalborg Produktionswerks in Dänemark. Ferner gewinnen Actelion +1,2 Prozent hinzu. Der Pharmakonzern hatte gestern die Durchführung eines Kostensenkungsprogramms angekündigt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, will Actelion mit dem Kostensenkungsprogramm den zahlreichen Herausforderungen begegnen, mit denen sich das Unternehmen derzeit konfrontiert sieht. Aufgrund des Kostensparprogramms können voraussichtlich bis zu 135 Stellen in Forschung & Entwicklung und Administration eingespart werden.

     

    Börse&Märkte: USA

    In den USA standen am Montag von Konjunkturseite lediglich die Verbraucherkredite zur Veröffentlichung an. Das Volumen der US-Verbraucherkredite ist im Mai 2012 mit einer Jahresrate von 8,0 Prozent angestiegen. Wie die US-Notenbank Fed mitteilte, stieg das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite im Vergleich zum Vormonat um 17,1 Mrd. US-Dollar auf 2,573 Bio. US-Dollar. Damit legten die Verbraucherkredite im neunten Monat hintereinander zu. Volkswirte hatten im Vorfeld nur mit einem Anstieg um 8,0 Mrd. US-Dollar gerechnet. Interessante Nachrichten kamen vor allem von der Akquisitionsfront. So hat WellPoint (+3,4 Prozent), der nach Mitgliederzahlen größte Krankenversicherer in den USA, eine milliardenschwere Übernahme angekündigt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des Konkurrenten Amerigroup (+38 Prozent) geschlossen. Im Zuge der Vereinbarung sollen Amerigroup-Aktionäre 92,00 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, was einem Gesamtvolumen von rund 4,9 Mrd. US-Dollar entspricht. Die Akquisition, die u.a. noch der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden bedarf, soll im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden. Indes gab der Flugzeughersteller Boeing (+0,5 Prozent) bekannt, dass er von Air Lease einen Auftrag über 75 Flugzeuge erhalten hat. Den Angaben zufolge hat die Flugzeug-Leasinggesellschaft Air Lease demnach 60 Maschinen vom Typ 737 MAX 8 sowie 15 Maschinen vom Typ 737 MAX 9 bestellt, mit der Option zum Erwerb 25 weiterer 737 MAX Flugzeuge. Nach Listenpreisen hat die Order ein Volumen von 7,2 Mrd. US-Dollar. Indes wird der Softwarekonzern Microsoft (-0,6 Prozent) sein neues Betriebssystem Windows 8 wie geplant im Herbst auf den Markt bringen. Die Auslieferung der neuen Software an die Computerhersteller soll Anfang August beginnen. Ende Oktober sollen die ersten PCs mit Windows 8 im Handel erhältlich sein. Nachbörslich hat der Aluminiumhersteller Alcoa, der traditionell die US-Berichtssaison eröffnet, die Zahlen für das zweite Quartal 2012 veröffentlicht. Aufgrund von Sonderbelastungen und deutlich gesunkener Aluminiumpreise musste Alcoa einen kleinen Verlust ausweisen, konnte jedoch die Erwartungen auf bereinigter Basis knapp übertreffen. Auch der Umsatz fiel besser aus als zuvor von Analysten prognostiziert. Für das laufende Jahr erwartet man weiterhin ein Wachstum der weltweiten Aluminiumnachfrage um 7 Prozent.

     

    Am Dienstag wurde bekannt, dass Boeing (-1,1 Prozent) einen weiteren Erfolg auf der Farnborough International Airshow verzeichnet hat. Der Flugzeughersteller meldete, dass er von GE Capital Aviation Services (GECAS), einer Sparte des Mischkonzerns General Electric (ISIN US3696041033 / WKN 851144), einen Auftrag über 100 Flugzeuge erhalten hat. Papiere von Intel gaben um 2,3 Prozent nach. Der Chip-Konzern teilte am Vortag nachbörslich mit, dass er mit dem niederländischen Chip-Ausrüster ASML, dem weltgrößten Hersteller von Lithographiesystemen, mehrere Abkommen im Volumen von 3,3 Mrd. Euro geschlossen hat. Im Rahmen der Vereinbarungen erwirbt Intel für 1,7 Mrd. Euro zunächst eine Beteiligung in Höhe von 10 Prozent an ASML. Später soll die Beteiligung für 838 Mio. Euro um weitere 5 Prozent auf 15 Prozent aufgestockt werden, hieß es. Titel von AMD büßten sogar 11,2 Prozent ein. Der Intel-Konkurrent hat ebenfalls am Vortag nach Börsenschluss die Umsatzprognose für das zweite Quartal nach unten revidiert. So erwartet der weltweit zweitgrößte Chip-Hersteller gegenüber dem ersten Quartal des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzrückgang von 11 Prozent. Zuvor hatte AMD erklärt, dass die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorquartal voraussichtlich um 3 Prozent (plus oder minus 3 Prozent) steigen werden. Als Grund für die Kürzung der Umsatzprognose verwies AMD vor allem auf die schwache Absatzentwicklung in China und Europa und die weiter eingetrübte Verbrauchernachfrage. Ferner hat der Halbleiterausrüster Applied Materials (-2,7 Prozent) seine Prognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert. Für Aufsehen sorgte auch ein Zeitungsbericht zu Google (-0,7 Prozent). Der Internet-Konzern werde im Rahmen eines Vergleichs voraussichtlich 22,5 Mio. US-Dollar zahlen, um Vorwürfe im Zusammenhang mit der Umgehung von Privatsphäre-Einstellungen beizulegen. Laut dem Bericht wird Google beschuldigt, die Privacy Settings von Nutzern, die den Safari-Browser von Apple verwenden, nicht berücksichtigt zu haben.

     

    Am Mittwoch hat die US-Notenbank Fed das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 19. und 20. Juni 2012 veröffentlicht. Aus diesem Protokoll geht hervor, dass nur wenige Mitglieder der Ansicht waren, dass weitere Anleihen-Käufe nötig seien. Einige andere hatten erklärt, dass erst weitere Maßnahmen ergriffen werden sollten, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechterten. Das Protokoll zeigte auch, dass einige Mitglieder neue Werkzeuge forderten, mit denen die finanziellen Bedingungen verbessert werden könnten. Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich laut US-Handelsministerium im Mai 2012 um 3,8 Prozent auf 48,7 Mrd. US-Dollar verringert. Hierbei stiegen die Exporte um 0,2 Prozent auf 183,1 Mrd. US-Dollar. Die Importe sanken um 0,7 Prozent auf 231,8 Mrd. US-Dollar. Indes sind die Lagerbestände im Großhandel im Mai 2012 weiter angewachsen. Demnach wurde ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels gingen gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent zurück. Der Flugzeughersteller Boeing (-2,3 Prozent) konnte auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough einen weiteren Auftrag an Land ziehen. Demnach hat der irische Flugzeugvermieter Avolon Aerospace Leasing Ltd. 35 Flugzeuge bestellt, die nach Listenpreisen einen Wert von 2,3 Mrd. US-Dollar haben. Daneben will der Verlags- und Informationskonzern McGraw-Hill (-0,1 Prozent) seine Vermögenswerte im Bereich Ausbildung ausgliedern und dadurch ein neues Unternehmen schaffen. Der Spin-off soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Papiere von Alcoa gaben 0,6 Prozent nach. Der Aluminiumkonzern hat ein langjähriges Lieferabkommen mit dem zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gehörenden Flugzeugbauer Airbus geschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung wird man Airbus mit Aluminiumplatten und -blechen sowie anderen Aluminiumprodukten beliefern. Das Gesamtvolumen des Abkommens wurde auf 1,4 Mrd. US-Dollar beziffert. Nachbörslich erklärte Marriott International (-0,4 Prozent), der größte Hotelbetreiber in den USA, dass er im zweiten Quartal 2012 ihren Nettogewinn trotz geringerer Umsätze steigern konnte. Beim Ergebnis wurden die Erwartungen des Marktes damit genau erreicht.

     

    Am Donnerstag meldete das US-Arbeitsministerium, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 7. Juli 2012 überraschend verbessert hat. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 26.000 auf 350.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 375.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 374.000 auf 376.000 nach oben korrigiert. Das US-Finanzministerium hat die Daten zum US-Bundeshaushalt für Juni 2012 veröffentlicht. Dabei belief sich das Haushaltsdefizit im Juni auf 59,7 Mrd. US-Dollar. Das Defizit liegt damit über dem Niveau des Vorjahresmonats von 43,1 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben lagen im Berichtsmonat bei 319,9 Mrd. US-Dollar gegenüber Einnahmen von nur 260,2 Mrd. US-Dollar. Im bisherigen Fiskaljahr liegt das Haushaltsdefizit bei 904,2 Mrd. US-Dollar, was 66,3 Mrd. US-Dollar weniger sind als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwartet das Congressional Budget Office ein Defizit von rund 1,17 Bio. US-Dollar. Daneben haben sich die US-Außenhandelspreise im Juni 2012 reduziert. Unternehmensseitig gab der Baustoffhändler Fastenal (+6,3 Prozent) bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal deutlich gestiegen ist, was auf ein starkes Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Papiere von SUPERVALU brachen um 49 Prozent ein. Am Vorabend erklärte die Supermarktkette, dass sie im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbuchen musste, der zudem deutlich unter den Markterwartungen ausfiel. Der Supermarktbetreiber machte u.a. rückläufige Margen sowie den starken Wettbewerbsdruck für den deutlichen Ergebnisrückgang verantwortlich. Im Anschluss kündigte SUPERVALUE ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Steigerung der Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns an. Unter anderem wurde in diesem Zusammenhang ein Kostensenkungsprogramm implementiert, das in den kommenden zwei Jahren Einsparungen in Höhe von 250 Mio. US-Dollar vorsieht. Außerdem werde man die Investitionen weiter zurückfahren und die Quartalsdividende aussetzen. Außerdem zieht der Konzern strategische Alternativen zur Steigerung des Unternehmenswertes in Betracht. In diesem Zusammenhang wurden Greenhill & Co. und die Großbank Goldman Sachs als Berater engagiert.

     

    Am Freitag wurde bekannt, dass sich die Stimmung der US-Verbraucher im Juli 2012 gegenüber dem Vormonat verschlechtert hat. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan. So sank der Gesamtindex auf 72,0 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Stand von 73,2 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte hatten einen Wert von 73,5 Punkten erwartet. Wie gab das US-Arbeitsministerium mitteilte, haben sich die amerikanischen Erzeugerpreise im Juni 2012 leicht erhöht. Binnen Monatsfrist zogen die Preise um 0,1 Prozent an. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Preisrückgang um 0,6 Prozent bzw. ein Plus von 0,2 Prozent prognostiziert. Im Mai waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 1,0 Prozent gesunken. Für die Kernrate war im Mai ein Anstieg von 0,2 Prozent verzeichnet worden. Im Fokus stehen heute die Quartalszahlen von JPMorgan (+5,5 Prozent). Die größte US-Bankgesellschaft gab bekannt, dass sie im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen musste. Das Ergebnis im Berichtszeitraum beinhaltet dabei u.a. negative Effekte in Zusammenhang mit Handels-Verlusten im Kreditportfolio der Sparte Chief Investment Office (CIO). Im Anschluss revidierte der Finanzkonzern außerdem sein Ergebnis aus dem ersten Quartal. Demnach wird der zuvor ausgewiesene Nettogewinn um 459 Mio. US-Dollar nach unten korrigiert. Als Grund wurden Wertberichtigungen auf das synthetische Kreditportfolio der Konzernsparte CIO angegeben. Daneben konnte Wells Fargo (+3,2 Prozent) im zweiten Quartal 2012 dank einer Stabilisierung des Immobilienmarkts ein Ergebnisplus erzielen und die Erwartungen schlagen. Anteilsscheine von Lexmark tendieren 15,6 Prozent leichter. Der Druckerhersteller hat am Vorabend die Gewinnprognose für das zweite Quartal nach unten revidiert. Entsprechend büßen die Titel aktuell 8,6 Prozent ein. Lexmark verwies zur Begründung auf die schwächer als erwartete Absatzentwicklung in einigen Kernmärkten wie Europa. Auch negative Wechselkurseffekte hätten sich auf das Ergebnis ausgewirkt. Für die zweite Hälfte des laufenden Fiskaljahres geht man davon aus, dass sich die oben genannten Faktoren weiterhin auf das Konzernergebnis auswirken dürften. Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr will Lexmark bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das zweite Quartal am 24. Juli abgeben.

     

    Börse&Märkte: Asien

    In Asien wurde am Montag bekannt, dass Japans Auftragseingänge im Maschinenbau im Mai einen Rückgang auswiesen. Wie die japanische Regierung in Tokio mitteilte, verringerten sich die Auftragseingänge in der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 14,8 Prozent. Davor waren sie im April um 5,7 Prozent angestiegen. Binnen Jahresfrist zogen die Auftragseingänge im Maschinenbau um 1,0 Prozent an, nach einem Zuwachs um 6,6 Prozent im April. Die chinesischen Erzeugerpreise verbuchten im Juni nach Angaben der nationalen Statistikbehörde erneut einen Rückgang, der jedoch stärker ausfiel als noch im Vormonat. Demnach gingen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 Prozent zurück, während Volkswirte im Vorfeld mit einem Minus von 2,0 Prozent gerechnet hatten. Hierbei handelt es sich um den vierten Preisrückgang in Folge. Davor war das Preisniveau im Mai nur um 1,4 Prozent gefallen. Die chinesischen Verbraucherpreise sind daneben im Juni schwächer angewachsen als noch einen Monat zuvor. Demnach lagen die Lebenshaltungskosten im Berichtszeitraum um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Vormonat hatte die Inflationsrate noch bei 3,0 Prozent gelegen. Damit hat sich die Preissteigerung den fünften Monat in Folge verlangsamt.

     

    Am Dienstag wurde bekannt, dass sich das japanische Verbrauchervertrauen im Juni verschlechtert hat. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 40,4 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 40,7 Punkten gestanden hatte. Die chinesische Handelsbilanz hat im Juni nach Regierungsangaben mit einem größeren Überschuss geschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 31,73 Mrd. US-Dollar, nach einem Überschuss von 18,70 Mrd. US-Dollar im Vormonat. Das Vorjahresniveau wurde um 43 Prozent übertroffen. Hierbei kletterten die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent auf 180,2 Mrd. US-Dollar, während die Importe ins Reich der Mitte um 6,3 Prozent auf 148,5 Mrd. US-Dollar zulegten.

     

    Am Mittwoch gab der Herstellerverband China Automobile Manufacturers Association bekannt, dass der Kfz-Absatz in China im Juni deutlich über dem Vorjahresniveau lag. So wuchs die Verkaufszahl auf 1,58 Millionen Fahrzeuge, womit die Zahl des Vorjahresmonats um 9 Prozent übertroffen wurde. Die Kunden decken sich vor einer möglichen Begrenzung der Zulassungszahlen mit Fahrzeugen ein. Um den Verkehr einzudämmen gibt es bei der Regierung entsprechende Überlegungen. Zudem wurden Fahrzeuge zuletzt billiger.

     

    Am Donnerstag beriet der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) über seine weitere Geldpolitik und hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Zuletzt war das Zinsniveau Anfang Oktober 2010 auf den aktuellen Stand gesenkt worden. Zudem wurde das Ankaufsprogramm für Wertpapiere unverändert bei 70 Bio. Japanischen Yen bis Ende 2013 belassen. Ferner hat die BoJ ihre Prognose zum Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr in ihrem jüngsten Monatsbericht gesenkt. So wird inzwischen nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 Prozent erwartet, während die BoJ bisher von 2,3 Prozent ausgegangen war. Für 2013 wir weiterhin ein Plus von 1,7 Prozent prognostiziert. Die Inflationsrate 2012 wird bei 0,2 (ursprünglich: 0,3) Prozent gesehen, gefolgt von 0,7 Prozent im kommenden Jahr. Der japanische Werbekonzern Dentsu (-0,9 Prozent) hat indes eine Übernahmeofferte in Höhe von 240 Pence je Aktie für den britischen Wettbewerber Aegis Group angekündigt. Damit wird Aegis mit rund 3,16 Mrd. Britischen Pfund (GBP) bewertet. Daneben hat der Geldpolitische Rat der südkoreanischen Zentralbank über die weitere Geldpolitik beraten und dabei überraschend beschlossen, die Leitzinsen um 25 Basispunkte zu senken. Somit wurde der Schlüsselzins auf 3,00 Prozent reduziert. Damit soll vor dem Hintergrund der externen Bedrohungen die Binnennachfrage angekurbelt werden. Der Gouverneursrat der indonesischen Notenbank hält derweil an seiner Geldpolitik fest und hat das Leitzinsniveau unverändert gelassen. So verharrt der Leitzinssatz bei 5,75 Prozent. Die Währungshüter begründeten ihre Entscheidung mit der abnehmenden Inflationsgefahr und der stabilen Binnenwirtschaft. Auch Volkswirte hatten im Vorfeld keine Veränderung erwartet. Schließlich konnte der Software-Konzern Infosys (-8,2 Prozent) im abgelaufenen ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Positiv habe sich vor allem die konsequente Umsetzung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen ausgewirkt. Die schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen dürften sich nach Einschätzung des Konzerns allerdings weiterhin negativ auf die Investitionen im IT-Sektor bei Unternehmenskunden auswirken.

     

    Am Freitag wurde bekannt, dass die japanische Industrieproduktion im Mai erneut gesunken ist. Binnen Monatsfrist ging die Industrieproduktion um revidiert 3,4 (vorläufig: -3,1) Prozent zurück, nach einem Minus von 0,2 Prozent im April. Zudem erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,0 Prozent. Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde weiter abgebremst. So kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 7,6 Prozent, nach 8,1 Prozent im ersten Quartal. Hierbei handelt es sich um den schwächsten Anstieg seit dem ersten Quartal 2009. Die Prognose der Volkswirte hatte auf ein Plus von 7,7 Prozent gelautet. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Wirtschaftsleistung im Reich der Mitte um 1,8 Prozent. Die chinesische Industrieproduktion ist derweil im Juni weniger stark gewachsen als im Vormonat. So erhöhte sich die industrielle Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 9,5 Prozent, nach einem Plus von 9,6 Prozent im Mai. Volkswirte hatten hingegen einen stärkeren Anstieg um 9,8 Prozent prognostiziert. Des Weiteren hat sich der Anstieg beim chinesischen Einzelhandelsumsatz im Juni mit vermindertem Tempo fortgesetzt. So kletterten die Umsatzerlöse der Einzelhändler gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,7 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur eine Umsatzsteigerung von 13,4 Prozent prognostiziert, nach einem Plus von 13,8 Prozent im Mai. Die Wirtschaft in Singapur ist im zweiten Quartal 2012 nach Angaben des Handelsministeriums geschrumpft. So verringerte sich das saisonbereinigte BIP im Vergleich zum Vorquartal um 1,1 Prozent, gegenüber einem Plus von 9,4 Prozent im ersten Quartal 2012. Im Vergleich zum Vorjahresquartal zog die Wirtschaftsleistung des Stadtstaats um 1,9 Prozent an, nach einem Zuwachs von 1,4 Prozent im ersten Quartal. Daneben haben sich die Einzelhandelsumsätze in Singapur im Mai mit angebremstem Tempo erhöht. Wie das Statistikamt bekannt gab, kletterten die Einzelhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent. Davor war das Umsatzniveau im April noch um 2,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Umsätze der Einzelhändler des Tigerstaats um 2,7 Prozent zurück, nach einem Minus von 0,9 Prozent im April.

     

    Börse&Märkte: Termine

    In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Cintas, Citigroup, Gannett, CSX, Goldman Sachs, Intel, Johnson & Johnson, Mattel, Omnicom Group, State Street, TD Ameritrade, Coca-Cola, Yahoo, Abbott Laboratories, American Express, ASML, Bank of America, Bank of New York Mellon, BlackRock, Charles Schwab, eBay, Honeywell, IBM, Northern Trust, PNC Financial, Qualcomm, Stanley Black & Decker, TeliaSonera, U.S. Bancorp, Xilinx, Yum! Brands, AMD, Akzo Nobel, AutoNation, Baxter, Blackstone, Danaher, Dr.Reddy`s, Fairchild Semiconductor, Fifth Third Bancorp, Johnson Controls, Microsoft, Novartis, Philip Morris International, Safeway, SanDisk, Sherwin-Williams, Sonoco Products, Southwest Airlines, Textron, Union Pacific, UnitedHealth, Verizon Communications, Baker Hughes, General Electric, Ingersoll-Rand, Schlumberger, SunTrust Banks und Xerox an.

     

    Börse&Märkte: Konjunktur

    Auf der Konjunkturseite werden nächste Woche in Deutschland die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe (Mai), die ZEW Konjunkturerwartung (Juli), der BMF-Monatsbericht (Juli) und die Erzeugerpreise (Juni) gemeldet. Ansonsten stehen die EU-Handelsbilanz, die EU-Verbraucherpreise, der US-Einzelhandelsumsatz, der NY Empire State Index, die US-Lagerbestände, die ACEA Pkw-Neuzulassungen, die US-Verbraucherpreise, die US-Realeinkommen, die US-Industrieproduktion und -Kapazitätsauslastung, der NAHB/WF Hausmarktindex, die EU-Produktion im Baugewerbe, die US-Wohnbaubeginne und -Wohnbaugenehmigungen, der EIA Ölmarktbericht, das Beige Book, die EZB Leistungsbilanz der Eurozone, die EU-Leistungsbilanz, die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philadelphia Fed Index, die US-Verkäufe bestehender Häuser und die US-Frühindikatoren zur Veröffentlichung an.

     

    Börse&Märkte: Indizes

    Indexstände: (13.07.2012, 18.20 Uhr) DAX: 6.557,10 TecDAX: 751,29 Dow Jones STOXX 50: 2.436,13 Nikkei 225: 8.724,12 Dow Jones: 12.711,70 Nasdaq Composite: 2.900,21 (13.07.2012/ac/n/d)



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