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Gold - Im Auge des Orkans

Gastautor: Marcel Torney
 |  25.07.2012, 20:15  |  2542 Aufrufe  |   | 

Wie in den meisten Jahren zuvor präsentiert sich Gold auch im Sommer 2012 antriebslos, ja fast schon lethargisch. Bezieht man die aktuelle Gemengelage mit ein, so könnte man davon sprechen, dass sich Gold gerade im Auge des Orkans befindet, der über die Finanzmärkte hinwegtobt. Die Frage, die sich nun natürlich stellt: Wann endet diese ruhige Phase? Und wie geht es mit dem Goldpreis weiter?

Um die zweite Frage gleich aufzugreifen. Wir rechnen unverändert damit, dass Gold im Zuge dieses Orkans (um bei der Metapher zu bleiben) in den kommenden Monaten ordentlich hochgewirbelt wird. Goldpreise über 2.000 US-Dollar auf Sicht der nächsten 12 Monate sollten nicht unbedingt überraschen. Ein ähnliches Szenario erwarten wir im Übrigen auch für Silber (Kursziel 50 US-Dollar). Insofern sollten interessierte Investoren die aktuelle Ruhe noch einmal dazu nutzen, um sich mit interessanten Gold- und Silberaktien einzudecken. Diese sind größtenteils stark unterbewertet und weisen exzellente Chancen auf. Wir stellen die aus unserer Sicht chancenreichsten Aktien in unseren Themenreportserien GoldaktienJournal und SilberaktienJournal regelmäßig vor. Die aktuellen Ausgaben können unter www.RohstoffJournal.de angefordert werden.     

Im Allgemeinen beendet Gold im August diese oftmals von Verlusten geprägte Sommer-Lethargie. Dies hängt vor allem mit der anziehenden Nachfrage aus Indien zusammen. Dort beginnt dann im Spätsommer die Hochzeits- und Festivalsaison, die traditionell von üppigen Goldgeschenken begleitet wird. Ob es auch in diesem Jahr zu diesem Effekt kommt, muss derzeit noch angezweifelt werden. Der Markt ist eher skeptisch und sieht nicht eine große physische Nachfrage auf Gold zukommen, was entsprechend eingepreist ist. Im Zweifel könnte die indische Nachfrage also eher noch positiv überraschen.

In den letzten Tagen, als sich die Eurokrise erneut verschärfte, konnte sich Gold zudem vom Druck des Greenbacks etwas befreien. Trotz eines weiter erstarkenden US-Dollars (der US-Dollar-Index erklomm kürzlich ein neues Jahreshoch) steuert das Edelmetall die 1.600er Marke an und koppelte sich somit vom Verlauf des US-Dollars ab. Fangen Investoren nun an, umzudenken? Rückt Gold wieder in den Fokus? Die Flucht in den US-Dollar ist unserer Meinung nach sowieso nur die Flucht aus einem brennenden Haus, in ein anderes, vielleicht noch nicht ganz so stark in Flammen stehendes Haus. Spannend wird in diesem Zusammenhang zu beobachten sein, wie sich die Bestände der physisch besicherten Gold-ETFs in den kommenden Wochen entwickeln werden.

Unter charttechnischen Aspekten spitzt sich die Lage bei Gold im wahrsten Sinne des Wortes zu, denn das Edelmetall läuft in die Spitzen sich überlagernder Dreiecksformationen. Demzufolge erwarten wir in der nächsten Zeit eine größere Bewegung! Das Überwinden verschiedener Widerstände könnte wiederum dazu führen, dass sich die Rally selbst befeuert. Sollte Gold nun die 1.600er Marke knacken, dürfte es zunächst die 1.630 US-Dollar ansteuern; ein Zwischenziel auf dem Weg in Richtung 1.800 US-Dollar. Das Heranlaufen an diese Marke erwarten wir noch im vierten Quartal 2012. Die 1.525 US-Dollar sollten jetzt nicht mehr unterschritten werden. Das übergeordnete Kursziel bleibt bestehen: 2.000 US-Dollar.   

Weitere Details und konkrete Handelsempfehlungen finden interessierte Leser in unseren börsentäglichen Publikationen und in unseren aktuellen ThemenJournalen (u.a. SilberaktienJournal und GoldaktienJournal) unter www.rohstoffjournal.de

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